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Borussia Dortmund ist Deutscher Meister: Schwarz-gelb regiert

Borussia Dortmund hat den Meistertitel verteidigt. Und wie! Würdigung einer jungen Über-Mannschaft und ihres ehrgeizigen Trainers.

Von Tim Schulze

Wow, sie haben es tatsächlich geschafft. Borussia Dortmund ist wieder Deutscher Meister. Und wie! Die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp hat den Titel genauso überlegen und verdient gewonnen wie in der vergangenen Saison. Dortmund regiert die Bundesliga. Die Konkurrenz blickt aus großer Entfernung verbittert (die Bayern), verwundert (Schalke) oder mit viel Respekt (der Rest der Liga) auf die Spitze, wo der neue und alte Meister in Schwarz-Gelb thront.

Erinnern Sie sich noch? Am fünften Spieltag - lange ist's her - da verloren die Dortmunder ihr Heimspiel gegen Hertha BSC Berlin. Eine Woche später setzte es die nächste Niederlage, diesmal gegen Hannover. Der Meister hatte seine erste kleine Krise. Drei Niederlagen in den ersten sechs Spielen, Platz elf, acht Punkte Rückstand auf Tabellenführer Bayern München – der Saisonstart geriet dem BVB mit seiner jungen Mannschaft gründlich daneben. Es gab nicht wenige, die Borussia Dortmund die große Krise prophezeiten. Doch die blieb aus.

Klopp: Verknallt in den Verein

Stattdessen startete das Team von Jürgen Klopp eine furiose Aufholjagd, bis sie die Bayern ein- und überholten. Der Zweikampf fesselte die Liga. In einer entscheidenden Woche ließen sie die Meisterkür folgen. Der Sieg im "Duell der Giganten" gegen die Bayern und der Derbyerfolg gegen Schalke - innerhalb von wenigen Tagen bauten die Dortmunder den Punktevorsprung von drei auf acht Punkte aus. Meisterlich. Mit dem Sieg gegen Gladbach machten sie jetzt den achten nationalen Titel in der Clubgeschichte perfekt.

Doch was ist das Geheimnis des Dortmunder Erfolgs? Der entscheidende Schritt zur Titelverteidigung gelang im denkwürdigen Spiel gegen die Bayern. Nach dem Abpfiff klopfte sich ein vollkommen seliger Jürgen Klopp auf die Brust, dorthin, wo das Clubemblem prangt. Danach lief der BVB-Coach mit seinen Spielern zur Südtribüne, wo 25.000 siegestrunkene Fans ihre Mannschaft feierten. Klopp formte mit seinen Händen ein Herz in die Luft. "Wir sind alle ein bisschen verknallt in diesen Verein, das muss man ab und zu mal herauslassen", kommentierte er.

Die ungewöhnliche Geste verdeutlicht eines: Die Leidenschaft und der Hunger nach Erfolg treiben diese junge Mannschaft und ihre Verantwortlichen an. Sie beflügeln das gesamte Umfeld. Doch das ist nicht das ganze Erfolgsgeheimnis. Mit purer Emotion wird man nicht zwei Mal hintereinander überlegen deutscher Meister. Das heiße Herz wird von einem kühlen Kopf geleitet. Das Fußball-Modell Dortmund beinhaltet mindestens genauso viel strategisches Kalkül und kluge Planung.

Der entscheidende Mann ist der Trainer

Dazu gehört, dass die Mannschaft befreit aufspielen kann, weil Club-Boss Hans-Joachim Watzke und Manager Michael Zorc keinen Druck ausüben. Die Krise zu Saisonbeginn und das frühe Aus in der Champions League wurden gelassen hingenommen. Es scheint der richtige Umgang mit einer jungen Mannschaft zu sein, die in der Champions League überfordert war. Dazu passt, dass sie sich nicht auf überflüssige Verbalgeplänkel mit der Konkurrenz einlassen. Es war egal, ob die Bayern zwischenzeitlich die Meisterschaft für entschieden erklärten oder den Dortmundern den Kampf ansagten. Das gehört zum Plan: Emotionen zeigen sie, aber nicht in Bezug auf die Konkurrenz. Im Gegenteil. Sie loben den Rekordmeister für das, was er für den deutschen Fußball geleistet hat. Und das ist glaubwürdig. Schließlich wollen die Dortmunder dahin, wo die Bayern seit Jahren sind.

Ein weiterer, wichtiger Baustein im Dortmunder Modell ist die systematische und langfristige Kaderplanung. Das ist bei jedem anderen Verein auch so, aber dem Meister gelingt sie besonderes gut. Mit Leistungsträgern wurden die Verträge verlängert (Götze, Hummels). Die Verpflichtung von Jungstar Marco Reus war ein Transfercoup und gleichzeitig ein weiterer Schlag gegen die Bayern, die den Gladbacher ebenfalls gern geholt hätten. Trotzdem ist die Mannschaft bereits jetzt so gut zusammengesetzt, dass sie einen langen Ausfall von Götze wegsteckt. Der Trainer bevorzugt Typen, die – abgesehen von ihrem sportlichen Talent - charakterlich in die Mannschaft passen. Das fördert den Teamgeist. Auch das ist wichtig.

Die tragende Säule in dem Modell ist natürlich der Trainer. Sein Ehrgeiz, seine psychologischen Fähigkeiten und seine Idee vom Fußball halten alles zusammen. Der Mann hält "sich für einen relativen angenehmen Trainer", doch "wenn sich ein Spieler zu wichtig nimmt, haue ich dazwischen". So drückte er es in einem Interview aus. Der Erfolg gibt ihm recht.

Der internationale Leistungsnachweis fehlt noch

Vielleicht verdienen sich Klopp und die Dortmunder irgendwann auch noch den endgültigen Ritterschlag von Uli Hoeneß. Der Bayern-Präsident will ihn erst erteilen, wie er kürzlich meckerte, wenn die Dortmunder international ebenfalls auf Augenhöhe sind. Die spannendste Frage bleibt, da hat Hoeneß recht, ob die Dortmunder in der nächsten Saison in der Champions League mithalten, statt sang- und klanglos unterzugehen wie in der abgelaufenen. Zeit wär's.

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Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.