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Bundesliga: Cottbus ist raus, in Leverkusen schwindet die Hoffnung

Der FC Energie Cottbus steht als erste Absteiger in der 40. Saison der Fußball-Bundesliga fest, den 1. FC Nürnberg kann nur noch ein Wunder retten und auch für Bayer Leverkusen wird es immer enger.

Der FC Energie Cottbus steht als erste Absteiger in der 40. Saison der Fußball-Bundesliga fest, den 1. FC Nürnberg kann nur noch ein Wunder retten und auch für Bayer Leverkusen wird es immer enger. Der Vizemeister des Vorjahres verlor am Samstag beim Hamburger SV mit 1:4 und ist als Tabellen-16. zwei Runden vor Ende der Saison zwei Punkte vom rettenden Ufer entfernt. Schon sechs Zähler trennen den "Club" nach dem 1:4 bei Borussia Dortmund von einem Nichtabstiegsplatz. Für Cottbus ist nach dreijähriger Erstliga- Zugehörigkeit der Gang in die 2. Liga nach dem 0:3 bei 1860 München besiegelt.

Mönchengladbach vor der Rettung

Der Rettung ein entscheidendes Stück näher kamen am Samstag Borussia Mönchengladbach (3:0 gegen Hansa Rostock) und der 1. FC Kaiserslautern (2:2 beim VfL Wolfsburg). Am (morgigen) Sonntag sind in den Duellen Arminia Bielefeld - VfL Bochum und Schalke 04 - Hannover 96 (beide 17.30) drei weitere Abstiegskandidaten im Einsatz.

Der 32. Spieltag

HeimGastErgebnis
1860 MünchenEnergie Cottbus3:0 (2:0)
Borussia Dortmund1. FC Nürnberg4:1 (1:0)
Hertha BSC BerlinBayern München3:6 (1:5)
VfB StuttgartWerder Bremen0:1 (0:0)
Borussia MönchengladbachHansa Rostock3:0 (1:0)
Hamburger SVBayer Leverkusen4:1 (1:0)
VfL Wolfsburg1. FC Kaiserslautern

Stuttgart im Pech

Im Kampf um die direkte Champions League-Qualifikation hat Borussia Dortmund den punktgleichen VfB Stuttgart auf Grund der besseren Tordifferenz wieder vom zweiten Tabellenplatz verdrängt. Der entthronte Titelverteidiger gewann durch Tore von Lars Ricken (27./54.), Giuseppe Reina (65.) und Jan Koller (67.) mit 4:1 gegen den "Club", der erst in der Schlussphase durch Sasa Ciric verkürzen konnte und den sechsten Abstieg aus dem Oberhaus jetzt kaum noch abwenden dürfte. Dagegen verloren die Schwaben überraschend mit 0:1 gegen Werder Bremen. Ein Eigentor von Rui Marques (51.) versetzte den Ambitionen des VfB einen gehörigen Dämpfer und lässt die Norddeutschen wieder auf den UEFA-Cup hoffen.

Souveräne Hamburger

Einen Platz im UEFA-Cup fast sicher hat der Hamburger SV nach dem Erfolg über Leverkusen, den Sergej Barbarez (18.), Bernardo Romeo (55.), Erik Meijer (90.) und Lars Jacobsen in der Nachspielzeit sicherstellten. Der Anschlusstreffer durch Hanno Balitsch (88.) fiel zu spät für das Bayer-Team, das 24 Jahre nach dem Aufstieg in die Eliteliga nun dicht am Abgrund steht. Tomas Ujfalusi beim HSV und der Leverkusener Bernd Schneider sahen in der 52. Minute die Rote Karte.

Münchner Fußball-Gala

Bei seinem Schaulaufen nach dem vorzeitigen Gewinn des 18. Titels zelebrierte der FC Bayern München beim 6:3 in Berlin eine wahre Fußball-Gala. Giovane Elber (19./32./45.) mit seinen Saisontoren 17 bis 19, Claudio Pizarro (22./23.) und Michael Ballack (85.) trafen gegen eine in der Abwehr desolate Hertha, die ihre Champions League- Träume nun endgültig begraben muss. Durch ein Eigentor von Ballack (5.) waren die Berliner in Führung gegangen. Marcelinho (59.- Foulelfmeter/88.) gelang mit zwei Toren nur noch Ergebniskosmetik.

Die Heimstärke bleibt für Borussia Mönchengladbach das wichtigste Faustpfand im Abstiegskampf. Durch Tore von Igor Demo (37.), Mikael Forssell (63.) und Morten Skoubo (77.) gewann die Elf von Trainer Ewald Lienen auch das Kellerduell gegen Hansa Rostock und blieb zum fünften Mal in Folge unbesiegt. Auch der 1. FC Kaiserslautern darf sich fast in Sicherheit wähnen, obwohl in Wolfsburg nur ein Punkt heraussprang. Tomislav Maric (19./57.) drehte mit seinen beiden Toren für die "Wölfe" den Spieß um, nachdem Ciriaco Sforza (5.) die Pfälzer in Führung gebracht hatte. Doch der eingewechselte Michael Mifsud (69.) bescherte dem 1. FCK den ersehnten Zähler.

Die Münchner "Löwen" schossen Energie Cottbus in die 2. Liga. Das erste Bundesliga-Tor des Chinesen Jiayi Shao (5.) sowie zwei Treffer von Markus Schroth (33./65.) machten den glanzlosen Erfolg perfekt.

DPA

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