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2. Bundesliga: Zwei Eigentore bewahren Hannover vor der Pleite

Absteiger Hannover kann in Bielefeld die zweite Niederlage in Serie gerade noch verhindern. Spitzenreiter Braunschweig steht deutlich an der Spitze der 2. Liga. Im Keller suchen die Traditionsclubs aus Nürnberg und Kaiserslautern nach Wegen aus dem Tief.

Drei enttäuschte Spieler aus Bielefeld - sie haben den Sieg gegen Hannover verschenkt

Sebastian Schuppan (M.) möchte am liebsten im Boden versinken: Gerade hat er in der Nachspielzeit sein zweites Eigentor verursacht. Bielefeld verschenkt dadurch den Sieg gegen Hannover 96.

Hannover 96 und Dynamo Dresden haben den Anschluss an Spitzenreiter Eintracht Braunschweig und damit den Sprung auf die Aufstiegsplätze der 2. Fußball-Bundesliga verpasst. Der Absteiger aus Niedersachsen blieb beim 3:3 (1:2) bei Arminia Bielefeld am Sonntag trotz des späten Ausgleichs hinter den  Erwartungen zurück. Aufsteiger Dresden unterlag Erzgebirge Aue im Sachsenduell deutlich mit 0:3 (0:1). In der dritten Partie des Tages trennten sich der Karlsruher SC und der FC St. Pauli mit 1:1 (0:1). 

Mit fünf Punkten Vorsprung ist Braunschweig dem Rest der Liga bereits ein Stück enteilt. Ein glanzloser 2:1-Erfolg gegen den SV Sandhausen wahrte den Niedersachsen am Samstag ihre bislang perfekte Bilanz. Überraschend Zweiter ist nach einem 3:0 bei Greuther Fürth der Aufsteiger Würzburger Kickers. Die beiden letzten Tabellenplätze belegen derweil die Traditionsvereine 1. FC Nürnberg und 1. FC Kaiserslautern. Sowohl die Franken (4:5 in Bochum) als auch die Pfälzer (0:1 gegen Stuttgart) mussten ihre dritte Saisonniederlage hinnehmen.

Schuppan doppelter Pechvogel

Kurioses ereignete sich im Spiel zwischen Bielefeld und Hannover. DSC-Verteidiger Sebastian Schuppan traf gleich zwei Mal ins eigene Netz (45./90.) und rettete dem Absteiger aus Niedersachsen damit einen Punkt. Zuvor hatte Fabian Klos die Arminia mit einem Doppelpack (26./31. Minute) in die Spur gebracht. Den zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich durch Hannovers Kenan Karaman (69.) konterte Brian Behrendt (79.) mit dem 3:2 für Bielefeld, das dann doch noch den Sieg aus der Hand gab.

Für Dynamo Dresden bleibt der sächsische Rivale aus Aue ein unbequemer Gegner. Bereits in der Aufstiegssaison hatte Dynamo keines der beiden Derbys gewinnen können. Fabio Kaufmann (32.), Simon Skarlatidis (53.) und Pascal Köpke (54.) schossen den Sieg der Gäste aus Aue heraus.

Der Karlsruher SC und der FC St. Pauli hängen nach ihrem Remis weiter in der unteren Tabellenhälfte fest. Für die noch sieglosen Badener war es die vierte Punkteteilung im fünften Spiel. Dimitris Diamantakos (57.) konterte für die Badener die Führung durch Aziz Bouhaddouz (32.).

Lautern und Nürnberg: Gefährliche Entwicklung

Im ersten Spiel nach dem Abgang von Trainer Jos Luhukay hatte Absteiger VfB Stuttgart derweil den Negativtrend stoppen können.  Interimstrainer Olaf Janßen gewann mit den Schwaben mit 1:0 in Kaiserslautern. "Das war eine extreme Drucksituation", betonte Janßen, der auch unter der Woche gegen Spitzenreiter Braunschweig das Team betreuen soll. "Wir freuen uns auf dieses Duell", kündigte Siegtorschütze Simon Terodde angriffslustig an.

Weit größere Sorgen haben Nürnberg und Kaiserslautern, die noch immer ohne Saisonsieg sind. "Natürlich unterschätzen wir die Situation nicht und wissen, dass das eine ganz gefährliche Entwicklung ist", sagte Nürnbergs Sportvorstand Andreas Bornemann nach dem Fehlstart. FCK-Trainer Tayfun Korkut forderte seine Mannschaft zum Kampf auf. "Wir werden jetzt nicht anfangen zu jammern und uns zu ergeben, das sage ich in aller Deutlichkeit", sagte er. Stattdessen wolle man "diesen Bock schon am nächsten Spieltag umhauen".

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