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Confederations Cup: Prinz Poldi und König Kuranyi

Die Abwehr bleibt das Sorgenkind des deutschen Spiels - Mertesacker und Kahn sind nach dem Spiel gegen Australien verletzt. Im Sturm hingegen sorgt ein junges Offensiv-Duo für lichte Momente.

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft muss in ihrem zweiten Gruppenspiel beim Confederations Cup am Samstag gegen Tunesien möglicherweise auf Per Mertesacker verzichten. Der Abwehrspieler von Hannover 96 zog sich beim 4:3-Erfolg gegen Australien am Mittwoch in Frankfurt eine Prellung im Oberschenkel zu und verließ humpelnd die Commerzbank-Arena.

Auch Nationaltorwart Oliver Kahn verletzte sich. Der Münchner, der am Mittwoch 36 Jahre alt wurde, erlitt einen Bluterguss über dem rechten Auge. Am Samstag ist sein Einsatz aber ohnehin nicht vorgesehen. Bundestrainer Jürgen Klinsmann hatte bereits zuvor bestimmt, dass in Köln gegen Tunesien Jens Lehmann das deutsche Tor hüten soll.

Zwei erfolgreiche Stürmer

Lukas Podolski ist der Stürmer der Stunde in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, aber Torjäger Nummer eins unter Jürgen Klinsmann bleibt unangefochten Kevin Kuranyi. Vier Tage nach seinem verkündeten Wechsel vom VfB Stuttgart zum FC Schalke 04 beendete der 23-Jährige beim 4:3-Sieg gegen Australien seine jüngste Flaute im Nationaltrikot mit dem Treffer zum 1:0. "Man hat gemerkt, dass mein Kopf wieder frei ist und ich jetzt wieder treffen kann", sagte Kuranyi nach seinem 13. Treffer im 25. Länderspiel.

Mit neun Toren ist Kuranyi, der zuletzt beim 2:2 gegen Argentinien vor vier Monaten getroffen hatte, der Topschütze in den bislang zwölf Länderspielen unter Bundestrainer Klinsmann. Dahinter folgt jedoch schon Team-Youngster Podolski: Mit fünf Treffern liegt der 20-jährige Kölner gleichauf mit Michael Ballack, der gegen die Australier sein insgesamt 25. Länderspiel-Tor erzielte. Podolski hat aktuell den besten Lauf unter den deutschen Angreifern, denn er erzielte seine fünf Tore bei seinen letzten fünf Einsätzen. "Was uns beeindruckt an dieser Truppe, ist, dass sie sich nach einem Rückschlag immer wieder aufrafft und zurückschlägt.", sagte Jürgen Klinsmann direkt nach dem Spiel in Bezugnahme auf den neuen Offensivgeist – verkörpert durch Kuranyi und Podolski.

Als Nummer eins im Angriff will sich der Jungstar aber nicht einordnen, auch wenn er im Kampf um einen Stammplatz mit jedem Einschuss Pluspunkte sammelt. "Ich freue mich über jedes Tor. Das heute war schön herausgespielt, erst von Asamoah mit der Hacke und dann von Ballack", sagte der Jüngste im deutschen Team nach seinem Treffer zum 4:2 gegen Australien. Nun fiebert Podolski der zweiten Partie beim Confederations Cup am Samstag in Köln entgegen: "Es ist natürlich etwas Besonderes, vor eigenem Publikum zu spielen. Ich freue mich darauf. Jetzt wollen wir auch Tunesien schlagen."

DPA/AP / AP / DPA

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