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Assauer: Der deutsche Fußball verneigt sich vor Rudi Assauer: "Ich habe ihm als Mensch so viel zu verdanken"

Ein Kämpfer, ein Original, ein Held: Nicht nur alte Weggefährten aus dem Verein reagieren mit Trauer auf die Nachricht, dass Rudi Assauer gestorben ist. Auch der große Rivale aus dem Pott kondoliert.

FC Schalke 04

Der FC Schalke 04 trägt Trauerflor: Der Verein gedenkt seinem Ex-Manager in einer Schweigeminute

Getty Images

Der FC Schalke 04 trauert um sein Urgestein Rudi Assauer. Der Ex-Manager des Vereins ist nach langer Krankheit im Alter von 74 Jahren am Mittwoch gestorben. Kurz vor Anpfiff beim DFB-Achtelfinal-Spiel gegen Düsseldorf ist es in der Arena auf Schalke still: Schweigeminute für Rudi Assauer. Kurz zuvor hatte Schalkes Aufsichtsratsvorsitzender Clemens Tönnies an seinen ehemaligen Förderer gedacht.

"Rudi ist der Architekt des modernen Schalke. Wir alle wussten um den gesundheitlichen Zustand von Rudi. Vielleicht ist das sogar, so schwer es ist, eine Erlösung für ihn. Das, was er sich heute am meisten gewünscht hätte, wäre ein schönes Spiel. Und das wollen wir ihm geben. Wir sind alle unendlich traurig und Rudi, wir werden dich nie vergessen", sagte Tönnies.

Stellvertretend für die Bundesliga-Vereine würdigte die Deutsche Fußball Liga Assauer: "Der deutsche Profifußball trauert um Rudi Assauer, der als Spieler und als Manager ein Gesicht der Bundesliga war und dessen Name wohl auf ewig mit dem FC Schalke 04 verbunden bleiben wird", teilte die DFL auf Twitter mit.

"Rudi Assauer hat die Bundesliga geprägt“

Der ehemalige Schalke-Profi Gerald Asamoah dankte Assauer für dessen Unterstützung: "Der Manager war damals einer der wenigen, der trotz meiner Krankheit immer an mich geglaubt hat", schrieb der Ex-Nationalspieler auf Twitter. "Ich habe ihm als Fußballer & Mensch so viel zu verdanken. Ohne ihn hätte ich S04 nie kennen & lieben gelernt. Immer, wenn es mir schlecht ging, konnte ich ihn anrufen. Er war immer für mich da. Bis zuletzt ein Kämpfer. Ich wünsche seiner Familie jetzt alle Kraft der Welt."

TV-Experte und Ex-Fußballprofi Thomas Hitzlsperger sagte in der ARD: "Rudi Assauer hat die Bundesliga geprägt. Die Nachricht hat uns sehr traurig gestimmt."

Von einem Revierclub zum anderen schickte der Vfl Bochum seine Beileidsbekundungen: "Ruhe in Frieden, Rudi Assauer! Von Blau-Weiß zu Blau-Weiß: Unser aufrichtiges Beileid an die S04-Familie! Bei aller Rivalität: Rudi hat den gesamten Fußball im Pott mitgeprägt! Ein echter Typ, ein Original! Mach's gut, Rudi!"

Und auch Schalkes Erzrivale Borussia Dortmund drückte seine Anteilnahme aus: "Der BVB wird einen Menschen wie Rudi Assauer nicht vergessen. Er war als aktiver Spieler Bestandteil der

Europapokalsieger-Mannschaft von 1966 und damit an einem Meilenstein in der Geschichte von Borussia Dortmund beteiligt", sagte BVB-Präsident Reinhard Rauball.

Manager von "unschätzbarem Wert"

Als "herausragende Persönlichkeit" bezeichnete DFB-Präsident Reinhard Grindel den früheren Schalke-Manager. "Er hat in 307 Bundesliga-Partien als Spieler, als Trainer und vor allem als Manager des FC Schalke 04 viel für den Vereinsfußball in Deutschland bewegt. Mein Beileid gilt besonders der Familie", schrieb er auf Twitter.

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet sagte, Assauers Wirken auf Schalke sei "von nahezu unschätzbarem Wert". Mit dessen Tod Assauer verliere "das Ruhrgebiet und ganz Nordrhein-Westfalen einen echten Typen", sagte Laschet laut Mitteilung.

Rudi Assauer ist nach langer Alzheimer-Erkrankung verstorben.
sos / DPA

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