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DFB-Pokal Pokal-Achtelfinale - Letzter Kraftakt vor der Winterpause


Der letzte Kraftakt vor Weihnachten entscheidet maßgeblich über die Stimmungslage an den Feiertagen. Mit einem Sieg im Pokal-Achtelfinale bei Fortuna Düsseldorf könnte Borussia Dortmund ein fantastisches Jahr standesgemäß beenden.

Das DFB-Pokal-Achtelfinale wird mit vier packenden Duellen am Dienstag eröffnet. So schön der Titel Mannschaft des Jahres bei der Sporter-Wahl für Borussia Dortmund auch war, eine Niederlage in Düsseldorf würde dem BVB die Weihnachtstage gehörig verhageln.

"Das Gefühl, mit dem wir in die Winterpause gehen, hängt ganz vom Dienstag ab", sagte Mats Hummels. Der deutsche Meister will im Spiel beim Zweitliga-Herbstmeister den Pokalfluch besiegen. Peinliche Knockouts gegen  Osnabrück und Kickers Offenbach in den vergangenen beiden Jahren inspirierten Hummels zu einem ironischen Kommentar. "Bei Spitzenteams aus der 2. oder 3. Liga gehen wir schon fast als Außenseiter ins Spiel", scherzte er im Kicker.

Erbitterte Gegenwehr der Düsseldorfer scheint garantiert. Das Team von Trainer Norbert Meier brennt auf Wiedergutmachung für die ernüchternde Niederlage gegen Paderborn nach zuvor 25 Spielen ohne Niederlage. "Vielleicht hat es sogar positive Auswirkungen. Jetzt wird wenigstens keiner mehr glauben, dass wir Favorit sind", meinte Meier.

Dortmund muss neben den Langzeitverletzten Neven Subotic, Sven Bender, Moritz Leitner und Mario Götze möglicherweise auch Marcel Schmelzer und Felipe Santana ersetzen.

Bochum will nicht wie Köln spielen

Nach dem Höhenflug in der Bundesliga und den souveränen Auftritten in der Champions League will der FC Bayern im Pokal seine starke Hinrunde perfekt machen. Zweitligist Bochum hat nichts zu verlieren - und gibt sich trotzig. 

"Wir wollen nach Berlin und dürfen Bochum nicht unterschätzen - und das werden wir auch nicht tun", sagte Mario Gomez. Bayern-Trainer Jupp Heynckes bangt derweil um den Einsatz des angeschlagenen Thomas Müller. 

Bochum hat sich nach anfänglichen Problemen gefangen und ist seit drei Spielen ungeschlagen. Das Selbstbewusstsein kehrt langsam zurück an die Castroper Straße: "Wir werden uns gegen die Bayern nicht hinten reinstellen, wie es am Freitag der 1. FC Köln gemacht hat", sagte Abwehrchef Marcel Maltritz. "Da gehe ich lieber mit fliegenden Fahnen unter, als dass ich mir hinterher den Vorwurf anhören muss, es nicht versucht zu haben." Und Coach Andreas Bergmann stößt ins gleiche Horn: "So möchte ich nicht Fußball spielen. Da verliere ich lieber mit 0:5."

Fränkisches Derby in Nürnberg

Vorhang auf zum traditionsreichen Franken-Derby. Nach einer verkorksten Hinrunde hofft der 1. FC Nürnberg gegen den Nachbarn Greuther Fürth auf einen versöhnlichen Jahresabschluss. "Wir wollen im Pokal überwintern", sagte Coach Dieter Hecking, dessen Team mit dem 3:0-Sieg in Leverkusen rechtzeitig dringend benötigtes Selbstvertrauen tanken konnte.

Doch auch der Außenseiter hat sich für die 254. Auflage des Derbys warm geschossen. 5:0 wurde Union Berlin abgefertigt, die starke Hinrunde gibt dem Zweitligisten viel Rückenwind. "Wir versuchen immer, selbst das Spiel zu bestimmen. Wir stellen uns nicht hinten rein, denn wir spielen offensiven und technisch guten Fußball", gab sich Heckings Gegenüber Mike Büskens angriffslustig.

Ausverkauftes Haus mit 48.548 Zuschauern, jede Menge Emotionen: "Diese Partie, so kurz vor Weihnachten, ist für jeden, der sich mit dem Frankenland verbunden fühlt, ein ganz besonderes Spiel", erklärt Nürnbergs Sportdirektor Martin Bader.

Die Statistik spricht eindeutig für Nürnberg. Nach dem 15:0 in der ersten Auflage 1902 konnte der Club noch 135 Spiele im ewig jungen Nachbarschaftsduell für sich entscheiden. Fürth verbuchte bisher erst 71 Siege, der letzte ist bereits knapp elf Jahre her. Dennoch dürfte vor allem der Blick in die Pokal-Statistiken den Gästen Mut machen: Im Cup-Wettbewerb trafen beide Teams zuletzt in der Saison 1996/97 aufeinander. Und damals gewann Fürth mit 2:1.

Augsburg mit viel Selbstbewusstsein

Mit gewachsenem Selbstbewusstsein kann Augsburg die Pokalaufgabe bei Liga-Konkurrent 1899 Hoffenheim angehen. "Wir wollen im Pokal überwintern", sagte Trainer Jos Luhukay. Mut machen den Schwaben die letzten Auftritte im Bundesliga-Alltag: Nach dem 1:0-Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach blieb Augsburg auch beim Remis beim Hamburger SV ungeschlagen.

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