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EM 2012: Das neue Bild von Mesut Özil

Noch spielt Mesut Özil bei der EM nicht so gut, wie er spielen könnte. Erst langsam steigert er sich. Besser werden soll auch sein Image. Daran wird hinter den Kulissen auf bizarre Weise gearbeitet.

Von Wigbert Löer, Danzig

Er spielt noch nicht richtig, aber schon wieder ziemlich gut. Gegen Griechenland, dem bisher wohl schwächsten Gegner der deutschen Mannschaft bei der Europameisterschaft, gelangen ihm Torvorlagen, er gab viele, viele Pässe und stand im Mittelpunkt des Geschehens. Mesut Özil, 23, Nummer 10 bei Real Madrid und Spielmacher der deutschen Nationalmannschaft, beginnt, die hohen Erwartungen an ihn zu erfüllen. Es kann noch ein Turnier werden, dem der Mittelfeldspieler seinen Stempel aufdrückt - auf dem Rasen, wo er sich wohl fühlt. Man wäre nicht überrascht, wenn Mesut Özil gegen Italien groß aufspielte. Abseits des Platzes hingegen ist während dieser Wochen einiges zu beobachten, das verwundert.

Es begann mit einem Termin in Leipzig, am Tag des letzten Test-Länderspiels gegen Israel. Özils Vater Mustafa und der Medienberater Roland Eitel hatten eine Handvoll Journalisten in ein schickes Café geladen. Eitel, ein 54-jähriger Schwabe, ist seit 17 Jahre der Medienberater von Joachim Löw. Nun steht er plötzlich auch in einer Geschäftsbeziehung zu einem der Spieler Löws. Ein "Geschmäckle" nennt man so etwas in Eitels Heimat. Der aber winkt ab und sagt, er habe den Bundestrainer um Erlaubnis gebeten, und Oliver Bierhoff auch, und einer wie Özil spiele ja ohnehin nicht, weil er denselben Berater wie der Bundestrainer habe, sondern weil er unantastbar ist. So Eitel. Als sei Özil über Jahre gesetzt, niemals verletzt, niemals außer Form.

Özil und Eitel, das ist auch eine Konstellation, die bizarre Situationen schaffen könnte, wenn etwa Özil sich mal gegen den Bundestrainer positionieren will. Was rät Eitel ihm dann, was gleichzeitig gut für Löw ist? Kann er beiden auf einmal helfen? Offenbar glaubt er das, und der DFB als Löws Arbeitgeber glaubt, dass die mögliche Überschneidung der Interessen kein Problem sei.

Özils Image in Deutschland soll schlecht sein

Zurück ins Café nach Leipzig, wo die handverlesenen Reporter, die Eitel und Vater Özil wohl für besonders interessiert oder für besonders bedeutsam oder für besonders folgsam oder für alles zusammen hielten, nun eine klare Botschaft übermittelt bekamen - vorgetragen bei Schaumwein aus Südeuropa. Über Mesut, stellten der Vater und der Medienberater fest, wird nicht genug berichtet in Deutschland! Sie stellten tatsächlich die These auf, dass über Kevin Kuranyi, jenen Ex-Nationalspieler, der seit einigen Jahren in Moskau spielt und in Deutschland weitgehend in Vergessenheit geraten ist, hierzulande mehr als über Mesut Özil berichtet werde. Ein Schmarrn war das, aber einige Zeitungen schrieben es später trotzdem.

Mustafa Özil und Roland Eitel ließen wissen, dass sie das Image von Mesut Özil für falsch halten, für schlecht im Grunde. Als Beleg diente ihnen die Berichterstattung über einen Strafzettel, den Özil in Madrid kassierte, und über eine Zigarette, die er auf einer Yacht vor Ibiza rauchte. Solche Dinge kämen an in Deutschland, und nicht die starken Leistungen.

Wie eine Image-Kampagne wirkte das, wobei der Person, um die es ging, erstmal ein schlechtes Image attestiert wurde. Kann man sich vorstellen, dass das Unternehmen Mercedes, für das Eitel auch arbeitet, ein gutes Image zu bekommen versucht, indem es zugibt, dass es ein schlechtes Image hat?

Antworten bleibt Özil meist schuldig

Wohl eher nicht. Aber Mesut Özil, in Medienfrage nun professionell beraten, handelt während der EM immerhin konsequent: Er weicht den Medien nicht mehr generell aus. Er gewährt Interviews, auch kleineren Zeitungen, er ließ sich nach dem Viertelfinale sogar in der Mixed Zone des Danziger Stadions befragen.

Was Özil weiterhin meistens schuldig bleibt, ist eine Antwort auf die gestellten Fragen – auch daran wird Eitel wohl mit ihm arbeiten müssen. Er hat da einiges zu tun, das zeigte auch die Pressekonferenz heute im weißen DFB-Zelt, ein paar hundert Meter vom Quartier der deutschen Mannschaft in Danzig entfernt.

Mesut Özil hatte sich erst vor der Kaffee- und Kuchentheke eines DFB-Sponsors fotografieren lassen, dann hatte er auf der Bühne Platz genommen. In seinen Antworten umdribbelte Özil mit leicht durchschaubaren Tricks die Fragen der Journalisten. Er sagte einfach immer dasselbe, ganz egal, welche Frage ihm gestellt wurde. Özil hat das auch früher schon getan, er will sich oft nicht einlassen auf das, was er gefragt wird, verliert sich dann einfach in Allgemeinplätzen. Bei einer Pressekonferenz ist das kein Problem, da in der Regel nicht nachgefragt wird.

Werbeverträge sind nicht so wichtig - oder doch?

Roland Eitel ist auch Marketingfachmann, sein Klient Löw wirbt ja viel und regelmäßig. Unterhält man sich mit ihm, so vermittelt er den Eindruck, dass Werbeverträge nicht so wichtig sind für einen Spieler, der so gut verdient wie Mesut Özil. Von Mustafa Özil allerdings, der Eitel bezahlt, ist nun Gegenteiliges zu lesen. Er habe einen Werbevertrag für seinen Sohn mit einem Autobauer abgelehnt, weil der zu wenig bezahlen wollte. Der Vater will werbemäßig den ganz großen Wurf.

Die Monate vor der EM, wo viele Nationalspieler Verträge abschlossen, die ihnen Zusatzverdiente im sechs- und siebenstelligen Bereich bescheren, sind allerdings verstrichen. Mesut Özil hat nur seinen Ausrüstervertrag.

Es geht offenbar kontrovers zu hinter den Kulissen. In einem der vielen Interviews wurde Mesut Özil gefragt, was es denn auf sich habe mit seinem neuen Image. Özil ging diesmal auf die Frage ein. Er sagte, das müsse man Roland Eitel fragen.

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(