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EM 2021 Spekulationen um Abschied: War es das letzte EM-Spiel von Cristiano Ronaldo?

Belgiens Romelu Lukaku umarmt auf dem Platz Portugals Cristiano Ronaldo
Nur Trost für den großen Verlierer oder innige Verabschiedung nach langer Karriere? Belgiens Stürmer Romelu Lukaku (li.) und Cristiano Ronaldo
© Cezaro de Luca / DPA
Das 0:1 Portugals gegen Belgien war womöglich ein Markstein im europäischen Fußball: Es könnte Cristiano Ronaldos letzter Auftritt bei einer EM gewesen sein. CR7 polarisierte auch in diesem Spiel.

War es das? Hat Cristiano Ronaldo beim 0:1 gegen Belgien die portugiesische Mannschaft zum letzten Mal bei einer EM aufs Feld geführt? Am Tag nach dem unglücklichen Ausscheiden von Europameister Portugal wird heftig spekuliert. Schließlich hat CR7 vergangenen Oktober vor der Neuauflage des EM-Finales von 2016 gegen Frankreich in der Nations League mitgeteilt: "Die Weltmeisterschaft 2022 wird meine letzte sein."

Zur Stunde ist unklar, ob er damit meinte, dass das Weltturnier in Katar sein letztes großes Turnier überhaupt sein werde oder ob sich seine Äußerung tatsächlich nur auf Weltmeisterschaften bezog. Bei der nächsten WM 2024 in Deutschland wäre CR7 39 Jahre alt – selbst für seine erstaunliche Fitness ein geradezu biblisches Fußballalter. War also die innige Umarmung von Belgiens Sturmstar Romelu Lukaku mehr als nur Trost für einen großen Verlierer? War es ein Abschied von der ganz großen EM-Bühne?

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Cristiano Ronaldo: Es wäre ein unspektakulärer Abtritt

Es wäre ein merkwürdig unspektakuläres Ende, ein überraschend bescheidener Abtritt für den vielleicht besten Fußballer, den Europa je hervorgebracht hat. Doch auch mit einem Instagram-Post nach dem Ende der Serie-A-Saison bei Juventus Turin hatte der 36-jährige Portugiese bereits Abschiedsspekulationen ausgelöst. In den sozialen Medien schwanken die Äußerungen nach dem EM-Aus nun zwischen bedauernden "Ich denke das war Ronaldos letzte Euro" und verhalten hoffnungsvollen "Ich hoffe das war nicht seine letzte Euro. Ich will ihn wirklich 2024 wieder sehen." 

CR7 wäre aber nicht CR7 würde er nicht sogar in seinem vermeintlich letzten EM-Spiel polarisieren. Selbst SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach mochte sich bei diesem Thema nicht zurückhalten. Er werde den Portugiesen nicht vermissen, ließ er wissen: "Wenn es ein Symbol für die Überkommerzialisierung des Fußballs gibt, ist es Ronaldo."

Für seine theatralische Reaktion auf einen weniger schweren Zusammenprall mit dem Belgier Thomas Meunier nahe der Mittellinie in der ersten Halbzeit des Achtelfinals erntete Ronaldo reichlich Spott – zumal er sichtbar recht schnell bemerkte, dass er mit seinem Aufschrei, den Händen vor dem Gesicht und dem Wälzen auf Boden deutlich übertrieben hatte und rasch wieder aufstand.

"Peinlich", bemerkte ARD-Kommentator Tom Bartels. "Sah echt übel aus. Wird er jemals wieder Klavier spielen können?", spottete ein Twitter-User. Und ein weiterer ergänzte: "Könnte für einen Oscar nominiert werden. Für den besten Schmierenkomödianten im Profifußball." Oder etwas sachlicher unter Bezug auf die umstrittene Szene: "Oft wird behauptet, man würde Ronaldo ungerecht behandeln. Dabei hat es seine Gründe, warum er so unbeliebt ist." Ronaldos Fans dagegen verteidigten ihr Idol in gewohnter Weise: überragender Fußballer, beispiellose Fitness, kollegial, menschlich, ein echter Teamcaptain.

Vieles spricht dafür, dass es solche Diskussionen bei der EM 2024 nicht mehr geben wird. Cristiano Ronaldo hat sich dazu bisher nicht eindeutig erklärt. Klar ist dennoch: eine einzigartige Karriere neigt sich dem Ende zu.

Quellen: "Sport 1"; Instagram Cristinao Ronaldo; Sportskeeda; Tweet SportBible

dho

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