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Reaktionen zu Lahm-Rücktritt: "Philipp, es war mir eine Ehre"

Kanzlerin Merkel, Fußball-Idol Uwe Seeler, Mitspieler Lukas Podolski: Nach dem überraschenden Rücktritt Philipp Lahms von der DFB-Elf bekommt der 30-Jährige Zuspruch von allen Seiten.

Was für ein Paukenschlag: Philipp Lahm wird nie wieder im Trikot der deutschen Nationalmannschaft auflaufen. Während sich die Reaktionen der Fans zwischen tiefer Traurigkeit und Verständnis bewegen, zollen Personen aus Politik und Sport dem frischgebackene Fußball-Weltmeister vor allem größten Respekt für seine Entscheidung. Eine Auswahl an Statements:

Angela Merkel (Bundeskanzlerin):

"Weltmeister zu werden im Fußball ist sicherlich eine Mannschaftsleistung, aber der Kapitän hat damit auch etwas zu tun. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, ihm meinen großen Respekt auszusprechen für das, was er für die Nationalmannschaft getan hat."

Wolfgang Niersbach (DFB-Präsident):

"Philipp hat mich heute morgen angerufen und persönlich über diesen Schritt informiert. Ich habe in dem Gespräch sehr schnell gemerkt, dass es aussichtslos ist, ihm seine Entscheidung ausreden zu wollen. Er war in den zehn Jahren bei der Nationalmannschaft nicht nur ein herausragender Spieler, sondern immer ein absolutes Vorbild. Ich habe ihm für all das gedankt, was er für den DFB geleistet hat."

Helmut Sandrock (DFB-Generalsekretär):

"Philipp ist nicht nur ein herausragender Spieler, sondern auch neben dem Platz eine große Persönlichkeit. Ich habe ihn in den Gesprächen und Verhandlungen bei der Nationalmannschaft immer als absolut ehrlich, verlässlich und fair erlebt."

Deutscher Fußball-Bund:

Karl-Heinz Rummenigge (Vorstandschef FC Bayern München): "Es gibt kaum einen besseren Abschied, als als Weltmeister auf dem Höhepunkt einer Karriere Schluss zu machen. Für die Nationalmannschaft wird es aber nicht einfach, Lahm als Spieler, Mensch und Kapitän zu ersetzen."

Matthias Sammer (Sportvorstand FC Bayern München):

"Nur Philipp kann fühlen, ob seine Entscheidung zu diesem Zeitpunkt die richtige ist. Sie nötigt mir auf jeden Fall den allergrößten Respekt ab."

FC Bayern München:

Lukas Podolski (Nationalspieler):

Mesut Özil (Nationalspieler):

Simon Rolfes (Kapitän Bayer Leverkusen): "Das ist überraschend. Vielleicht hatte er das Gefühl, nach dem grandiosen Triumph einen würdigen Abschluss zu finden. Er ist lange dabei, das darf man nicht unterschätzen. Jetzt kann er seine ganze Energie für den FC Bayern nutzen - was vielleicht schlecht ist für Bayer Leverkusen."

Uwe Seeler (Fußball-Idol und Ehrenspielführer der Nationalmannschaft):

"Das kommt für mich überraschend, wahrscheinlich sogar für alle. Für das deutsche Team ist das sicher ein großer Verlust. Na ja, er hat jetzt den WM-Titel. Mehr kann er als Fußballer ja nicht erreichen. Gott sei Dank haben wir in Deutschland viele gute Nachwuchsleute, das hat ja gerade die Weltmeisterschaft in Brasilien gezeigt. Ich hoffe, dass man die Lücke schließen kann."

Rudi Völler (Ex-Nationalspieler, -Teamchef und aktueller Sportdirektor Bayer 04 Leverkusen):

"Das ist sicher eine Überraschung für viele. Philipp Lahm ist ein Spielertyp, dem man von der spielerischen Qualität und der Fitness die nächste WM noch zugetraut hätte. Es ist eine Entscheidung, die mit dem WM-Titelgewinn zusammenhängt. Mehr geht halt nicht!"

Rainer Bonhof (Weltmeister von 1974 und Vizepräsident von Borussia Mönchengladbach):

"Für mich ist das gar nicht so überraschend. Philipp Lahm hat jetzt zehn, zwölf Jahre auf allerhöchstem Niveau gespielt. Immer in der Weltspitze. Aus meiner Sicht ist das ein richtiger Moment für eine solche Entscheidung. Möglicherweise hatte er dabei auch im Kopf, dass er jetzt langsam in ein Alter kommt, wo eine Prellung nicht mehr nach zwei Tagen abklingt."

Mario Basler (Ex-Nationalspieler):

Arne Friedrich (Ex-Nationalspieler):

Michael Preetz (Manager Hertha BSC):

mod/DPA / DPA

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