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Während der Übertragung: WM-Reporter Steffen Simon gesteht ärgerlichen Fehler ein

ARD-Reporter Steffen Simon hat beim WM-Spiel Polen gegen Kolumbien die Zuschauer wortreich um Entschuldigung gebeten. Er leistete sich einen ärgerlichen Patzer.

WM 2018: ARD-Reporter Steffen Simon und Polens Fußballlegende Kazimierz Deyna

Steffen Simon (l.) kommentiert für die ARD die WM 2018 und meinte die verstorbenen polnische Fußballlegende Kazimierz Deyna auf der Tribüne gesehen zu haben

Picture Alliance

Unangenehme Panne für ARD-Kommentator Steffen Simon bei der Übertragung des WM-Spiels Polen gegen Kolumbien am Sonntagabend: Nachdem die Kamera über die Tribüne im Stadion von Kasan geschwenkt hatte, meinte Simon, die polnische Fußballlegende Kazimierz Deyna unter den Ehrengästen erkannt zu haben und teilte seine vermeintliche Beobachtung den Zuschauern mit.

Bitter: Der polnische Olympiasieger von 1972 und WM-Dritte von 1974 ist seit fast 30 Jahren tot. Er starb im September 1989 in den USA bei einem Autounfall und wurde nur 41 Jahre alt.

Steffen Simon bat um Entschuldigung

In den sozialen Netzwerken bemerkten viele Nutzer den Fehler Simons, dem Reporter selbst wurde sein Irrtum wenig später offenbar zugetragen. 

Er bat die 12,7 Millionen Zuschauer um Entschuldigung (hier nachzusehen ca. ab Minute 23.): "Ich meinte vor der Partie, den 74er-Helden Deyna auf der Tribüne ausgemacht zu haben, ein Held auch meiner Kindheit. Ich wusste nicht, dass er 1989 verstorben ist. Ich habe einen Fehler gemacht und entschuldige mich in aller Form dafür."

Nach der selbstkritischen Richtigstellung und aufrichtigen Entschuldigung zeigten die TV-Zuschauer Respekt und Verständnis für Steffen Simon.

Simons Fauxpas ist nicht der erste Anlass während der WM 2018, der für Kritik an den TV-Kommentatoren sorgt. Auch ZDF-Reporterin Claudia Neumann musste sich einige fachliche Fehler vorwerfen lassen, wurde jedoch auch wüst und unsachlich beschimpft.

Steffen Simon hatte schon einmal Empörung mit einem Kommentar hervorgerufen. Während der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien bezeichnete er die Spieler der iranischen Fußballnationalmannschaft als "Südländer", bei denen "nicht immer alles perfekt organisiert" sei, was ihm mitunter als rassistisch ausgelegt wurde. Der ARD-Mann bat auch hier in der laufenden Sendung um Entschuldigung.

Sehen Sie auch im Video: "Noch vor Anpfiff: Twitter-User fallen über Claudia Neumann her"

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