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Zweite Liga: Funkel wird neuer Trainer in Bochum

Das Trainerkarussel in Liga 2 dreht sich weiter. Nachdem Markus Babbel bei der Hertha angeheuert hat, ist auch der Ex-Berliner Friedhelm Funkel bei der Jobsuche fündig geworden. Auf Funkel warten beim VfL Bochum allerdings schon Probleme.

Am Donnerstag leitete Friedhelm Funkel zum letzten Mal das Training bei Hertha BSC Berlin, ab Samstag übernimmt der 56-Jährige das Ruder beim anderen Absteiger VfL Bochum. "Ich kenne den VfL seit Jahren. Der Klub passt zu meiner Mentalität. Ich war auf dem Platz immer Kämpfer und Arbeiter. Diese Einstellung verkörpert auch der VfL Bochum. Deswegen ist mir der Klub von Grund auf sympatisch", sagte der neue Trainer des Bundesliga-Absteigers am Samstag bei seiner offiziellen Vorstellung im Bochumer Stadion. "Er ist der fähigste Mann, den wir für unsere Ziele brauchen. Wir sind überzeugt, nicht nur einen guten, sondern einen sehr guten Fachmann verpflichtet zu haben", sagte Bochums Aufsichtsratsvorsitzender Werner Altegoer

Die Zeit der Experimente in Bochum ist vorüber. Nach dem gescheiterten Versuch mit dem unerfahrenen Heiko Herrlich setzt der VfL nun wieder auf Erfahrung. Für Funkel ist es nach dem KFC Uerdingen (1991 bis 1996), dem MSV Duisburg (1996 bis 2000), Hansa Rostock (2000 bis 2001), dem 1. FC Köln (2001 bis 2002), Eintracht Frankfurt (2004 bis 2009) und Hertha (2009 bis 2010) bereits die siebte Trainer-Station. In Bochum hatte Ex-Profi Dariusz Wosz als Trainer in den letzten zwei Spielen vergeblich versucht, den VfL noch zum Klassenerhalt zu führen.

Funkels auslaufender Vertrag in der Hauptstadt war nicht verlängert worden. Funkel galt neben Ex-Nationalspieler Franco Foda, der derzeit Sturm Graz in Österreich trainiert, als Kandidat Nummer eins bei den Westfalen. Der ehemalige Karlsruher Edmund Becker hat dem VfL angeblich abgesagt haben. Funkels Stelle bei der Hertha, die ebenso wie die Bochumer den direkten Wiederaufstieg anstrebt, hat Markus Babbel übernommen.

Kaderplanung ist noch ausbaufähig

Funkel soll in Bochum wieder für die zuletzt vermisste Kontinuität sorgen. Seit der Entlassung des Schweizer Trainers Marcel Koller im vergangenen September kehrte an der Castroper Straße keine Ruhe mehr ein. Zunächst übernahmen bis zur Winterpause Frank "Funny" Heinemann und Dariusz Wosz. Dann kam Herrlich, mit dem es nach einer kurzen erfolgreichen Phase stetig bergab ging.

Nach nur 184 Tagen folgte vor dem vorletzten Spieltag der abgelaufenen Saison die Trennung, nachdem sich der Ex-Nationalstürmer mit zahlreichen Spielern überworfen hatte. Unter Wosz stieg der VfL dann sang- und klanglos nach Niederlagen beim späteren deutschen Meister Bayern München (1:3) und gegen Hannover 96 (0:3) ab - nach zwölf Spielen in Folge ohne Sieg.

Auf Funkel wartet nun eine schwere Aufgabe, auch weil die Zusammensetzung des Kaders unklar ist. Stürmer Diego Klimowicz hat seine Karriere beendet, Leihspieler Lewis Holtby (Schalke 04) wird den VfL ebenso verlassen wie Vahid Hashemian und Joel Epalle, deren Verträge auslaufen und aller Voraussicht nach nicht verlängert werden. Abwehrspieler Anthar Yahia liegt angeblich ein Angebot aus der Türkei vor, der slowakische Stürmer Stanislav Sestak will sich bei der WM für höhere Aufgaben empfehlen.

Nach dem zuletzt seelenlosen Auftritten in der Bundesliga hatte Manager Thomas Ernst bereits angedeutet, worauf der Klub nun vor allem wieder achten will: "Bei der Auswahl der Spieler wird für uns sehr wichtig sein, wer sich zu 100 Prozent mit dem Verein identifiziert."

SID/dab / SID

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