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US-Delegation für Olympia: Obama schickt lesbische Tennislegende nach Sotschi

Unmissverständliches Statement gegen Russlands Schwulen-Hatz: US-Präsident Obama beruft die offen lesbisch lebende Tennislegende Billie Jean King in die offizielle Olympia-Delegation

US-Präsident Barack Obama hat die offen lesbische Tennislegende Billie Jean King in die offizielle Delegation berufen, die zur Eröffnung der olympischen Winterspiele ins russische Sotschi reist. Geleitet werde die Gruppe von der früheren Heimatschutzministerin Janet Napolitano, erklärte das Weiße Haus am Dienstag in Washington. Die Regierung in Moskau steht derzeit insbesondere wegen eines Gesetzes gegen die Propagierung von Homosexualität in der Kritik. Homosexuellengruppen fordern daher den Boykott der Spiele in der Schwarzmeerstadt.

Die US-Delegation ist im Vergleich zu früheren Jahren insgesamt nicht besonders ranghoch besetzt. Es werden keine Kabinettsmitglieder nach Sotschi reisen Bei den Winterspielen im kanadischen Vancouver 2010 wurden die Vereinigten Staaten noch von Vizepräsident Joe Biden vertreten. Und bei den Sommerspielen 2012 in London führte First Lady Michelle Obama die US-Abgesandten an.

Merkel lässt Sotschi-Reise offen

Mehrere Staatsführer haben bereits angekündigt, nicht nach Sotschi zu reisen, darunter Bundespräsident Joachim Gauck und Frankreichs Präsident François Hollande. Eine Haltung, die von einer großen Mehrheit der Deutschen geteilt wird. In einer Umfrage für den stern hielten 65 Prozent der Befragten die Absage für richtig.

Davon lässt sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) allerdings nicht beirren. Sie schloss eine Reise zu den Olympischen Winterspielen am Dienstagabend nicht aus. Sie sei zwar in ihren acht Jahren als Kanzlerin "noch nicht ein einziges Mal bei irgendwelchen Olympischen Spiele gewesen", sagte Merkel in der ARD-Sendung "Farbe bekennen". "Und trotzdem werde ich nochmal schauen." Konkrete Pläne für eine Reise nach Sotschi gebe es aber nicht.

kng/AFP / AFP

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