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Interview

Bugfoundation: Eklig oder genial? Das steckt im Insektenburger aus "Die Höhle der Löwen"

1000 Würmer ergeben einen Burger: Das Start-up "Bugfoundation" präsentiert in der "Höhle der Löwen" Deutschlands ersten Insektenburger. Gründer Baris Özel erklärt, wie die Idee entstand, wo die Insekten herkommen und warum Massentierhaltung in diesem Fall kein Problem ist.

In einem Insektenburger stecken etwa 1000 Buffalowürmer, die Larven des Schwarzen Getreideschimmelkäfers

In einem Insektenburger stecken etwa 1000 Buffalowürmer, die Larven des Schwarzen Getreideschimmelkäfers

Hersteller / Picture Alliance

Herr Özel, wie sind Sie auf die Idee gekommen, einen Insektenburger auf den Markt zu bringen?

Während des Studiums war ich mit meinem Kumpel und Mitgründer Max Krämer ein Jahr im Ausland unterwegs. Auf den Straßen Bangkoks haben wir zum ersten Mal Insekten gegessen. Das roch nicht nur gut, sondern schmeckte auch ziemlich lecker. Da ist uns bewusst geworden: Ein Drittel der Menschheit isst bereits Insekten, aber in Deutschland gibt es das nicht. So entstand 2014 die Idee, Deutschlands ersten Insektenburger auf den Markt zu bringen.

Wie ging es dann weiter?

Zusammen mit dem Deutschen Institut für Lebensmitteltechnik haben wir viel geforscht und experimentiert und 2015 den ersten Burger in Belgien auf den Markt gebracht. 2017 sind wir in die Niederlande expandiert. Seit diesem Jahr dürfen wir unseren Insektenburger auch endlich in Deutschland verkaufen. Wir sind schon in über 300 Rewe-Märkten vertreten, ab dieser Woche werden es noch wesentlich mehr sein.

Die Macher des Insektenburgers Baris Özel (links) und Max Krämer glauben an Insekten als Nahrungsmittel der Zukunft

Die Macher des Insektenburgers Baris Özel (links) und Max Krämer glauben an Insekten als Nahrungsmittel der Zukunft

Streng genommen müsste das Produkt eigentlich "Madenburger" heißen. Denn die enthaltenen Buffalowürmer sind nichts anderes als die Larven des Glänzend­schwarzen Getreideschimmelkäfers. Das hört sich überhaupt nicht appetitlich an.

Schmeckt aber. Viele Leute sagen, es geht Richtung Falafel, hat aber auch Fleischgeschmack, mit einer Nussnote.

Was genau ist alles in dem Burger drin?

Der Burger besteht zu 30 Prozent aus Buffalowürmern. In 100 Gramm Pattie stecken etwa 1000 Larven drin. Der Rest sind vegetarische Zutaten. Es ist ein zu 100 Prozent natürliches Produkt, ohne Zusatzstoffe, Konservierungsstoffe oder Geschmacksverstärker.

Dank der Insekteneinlage gibt es Proteine satt. Wie gesund ist der Burger denn?

Von den Nährwerten her ist es mit einem Rindfleischpattie vergleichbar. Aber die Proteine in unserem Burger sind qualitativ hochwertig und können besser vom Körper aufgenommen werden. Die meisten Insektenarten enthalten viele Proteine, mehrfach ungesättigte Fettsäuren sowie Mikronährstoffe wie zum Beispiel Eisen und Vitamin D.

Wie teuer ist ein Burger im Supermarkt?

Unsere unverbindliche Preisempfehlung ist 5,99 Euro.

Was sagen Vegetarier zu dem Produkt?

Das Produkt ist natürlich nicht vegetarisch, da steckt letztendlich Tier drin. Aber es gibt ja auch viele Menschen, die sagen, ich möchte keine Tiere essen, weil ich mit den Haltungsbedingungen nicht einverstanden bin. Und da können wir punkten, denn Massentierhaltung ist für unsere Larven das Paradies, da sie auch in der Natur so zusammenleben. Das führt im Übrigen auch dazu, dass in der Zucht keine Antibiotika eingesetzt werden müssen.

Wo kommen die Insekten her und wie kommen sie in den Burger?

Unsere Insekten kommen aus den Niederlanden von einem Züchter namens Proti-Farm. Das ist ein zertifizierter Betrieb mit viel Erfahrung in der Insektenzucht, der sich in den letzten Jahren auf Insekten für den menschlichen Verzehr spezialisiert hat. Dort werden sie vier bis sechs Wochen gezüchtet. Dann liegen sie einen Tag, damit sich der Darminhalt entleert, und kommen in eine Kältekammer. Im Anschluss werden sie in einem Wasserbad mit Hitze behandelt, um letzte Keime abzutöten. Schließlich kommen sie zu uns und wir verarbeiten sie zu leckeren Burgern.

In Hackfleisch kann der größte Mist stecken. Trotzdem verkauft sich der Rindfleischburger, weil die Menschen eine glückliche Kuh auf der Weide im Kopf haben. Bei Ihnen sind es Bilder von Tausenden krabbelnden Würmern. Haben Sie nicht Angst, dass das Kopfkino die Käufer in der Masse abschreckt?

Die Zucht von Insekten ist eine sehr saubere Angelegenheit. Es gibt hochwertige TV-Produktionen, zum Beispiel von Arte, in denen das sehr transparent gezeigt wird. Natürlich sind wir es in unserem Kulturkreis nicht gewohnt, Insekten zu essen und das wird sich vielleicht nur langsam ändern. Aber wer einmal probiert hat, merkt schnell, dass das ein leckeres, seriöses und ästhetisch ansprechendes Produkt ist. Bei der Massentierhaltung verdrängen wir ja auch ganz gerne, dass sich die Hühner gegenseitig den Kopf anpicken oder kaum noch laufen können, weil die Brust überzüchtet ist. Da denkt auch keiner drüber nach und das ist wesentlich ekliger. 

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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