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Arbeitskampf Bahn: Streik-Schwerpunkt in Hessen

Auch wenn das befürchtete Chaos zunächst ausblieb, müssen sich Bahn-Kunden erneut auf Verspätungen und Zugausfälle einstellen; vor allem der Personenverkehr in Hessen ist vom Streik betroffen. Am Vormittag treffen sich die Gewerkschaften zu einem vorgezogenen Spitzengespräch mit Hartmut Mehdorn.

Unmittelbar vor dem Spitzengespräch mit Bahnchef Hartmut Mehdorn haben die Bahngewerkschaften Transnet und GDBA am Mittwoch die bundesweiten Warnstreiks fortgesetzt. Am dritten Tag der Arbeitsniederlegungen lag der Schwerpunkt der Aktionen in Hessen und Rheinland-Pfalz. Am Kasseler Hauptbahnhof wurde der Zugverkehr stark beeinträchtigt. Rund 80 Beschäftigte seien dort in einen befristeten Ausstand getreten, teilte die Gewerkschaft Transnet mit. Auch in Hanau, Fulda, Mainz und Rüsselsheim kam es zu erheblichen Beeinträchtigungen des Schienenverkehrs. Für den späten Vormittag waren zudem Aktionen in Wiesbaden geplant.

Laut Deutscher Bahn AG waren unter anderem die ICE-Linien Hamburg- Kassel-München, Hamburg-Kassel-Frankfurt-Basel, Berlin-Braunschweig- Frankfurt-Basel, Berlin-Braunschweig-Stuttgart-München und Dresden- Leipzig-Frankfurt betroffen. Züge müssten umgeleitet werden, was zu Verspätungen führe. In der Region sei auch der Nahverkehr betroffen. Auf der Strecke Mainz-Worms ruhe der Verkehr komplett.

Auch in Stralsund, Nürnberg, Halle (Saale), Potsdam und Sangerhausen legten Bahn-Beschäftigte die Arbeit nieder. Zu einem Chaos im Berufsverkehr kam es aber nicht. Über eine Service-Hotline, die unter der Telefonnummer 08000 996633 zu erreichen ist, können sich Kunden rund um die Uhr informieren. Aktuelle Informationen sind auch unter www.bahn.de/aktuell erhältlich.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), die am Dienstag noch für massive Verspätungen und Zugausfälle gesorgt hatte, will bis zu dem für den Vormittag in Berlin angesetzten Gespräch der Gewerkschaften mit Bahnchef Mehdorn keine Aktionen durchführen. Transnet-Chef Norbert Hansen sagte, er erwarte bei dem Treffen ein deutlich verbessertes Angebot der Bahn. Bei erfolglosen Gesprächen gebe es einen Streikplan der Gewerkschaften mit einer Erhöhnung des Drucks in mehreren Wellen. Die Gewerkschaften fordern 7 Prozent Entgeltsteigerung, die Bahn hat bisher auf 30 Monate gestreckt zwei Mal je 2 Prozent Erhöhung angeboten.

In Stralsund ließen Mitarbeiter der Fahrdienstleitung ihre Arbeit ruhen. Insgesamt 18 Züge waren nach Transnet-Angaben davon betroffen. In Nürnberg traten am Rangierbahnhof mehrere Beschäftigte in einen Warnstreik. Dies führte zu Störungen im Güterverkehr. In Halle (Saale) und Sangerhausen legten rund 30 Mitarbeiter der Stellwerke für zwei Stunden die Arbeit nieder. Dies hatte Auswirkungen auf die Strecken Halle-Kassel und Erfurt-Magdeburg. In Potsdam wurden im Reisezentrum die Kunden nicht bedient.

Mit den Warnstreiks wollen die Gewerkschaften Transnet und GDBA ihrer Forderung nach sieben Prozent mehr Geld für rund 134 000 Bahn- Beschäftigte Nachdruck verleihen. Das bisherige Angebot der Bahn lautet zwei Mal 2,0 Prozent Lohn- und Gehaltserhöhung innerhalb von 30 Monaten.

DPA / DPA
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.