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News am 21.11.2009

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Ratgeber Ernährung

Wissen, was im Essen steckt

Gentech-Food hält Einzug in die Supermärkte. Von den meisten Kunden unbemerkt, tauchen in den Regalen immer mehr Produkte auf, die mittels genetisch veränderten Pflanzen hergestellt wurden. Sie sind nicht ohne Risiko.

Gen-Food; Gentechnologie; Essen; Nahrung

Berühmt geworden: Genveränderter Mais, der Tieren als Futter dient© Patrick Pleul/Picture-Alliance

Die meisten Deutschen lehnen Gentechnik im Essen ab und die Hersteller von Lebensmitteln beugen sich. Trotzdem können Sie beim Einkauf nicht sicher sein, nur gentechnikfreie Lebensmittel vorzufinden. So kann das Fleisch von Tieren stammen, die mit Gen-Pflanzen gefüttert wurden. Oder Spuren genveränderter Organismen stecken in den Zutaten von Lebensmitteln, zum Beispiel in Maisstärke oder in Sojamehl.

Genverändertes Obst, Gemüse und Fleisch darf in der EU bislang nicht verkauft werden. Allerdings wachsen auf Deutschlands Feldern die ersten Gen-Kulturen: Seit 2005 dürfen Bauern in Deutschland unbegrenzt und zu kommerziellen Zwecken Genmais der Sorte Mon 810 der US-Firma Monsanto anbauen. Als Futter- und als Lebensmittel.

Gentechniker verändern das Erbgut von Nutzpflanzen
Ob Mensch, Tier, Maispflanze oder Mikroorganismus - jedes Lebewesen gibt seine Gene an die nächste Generation weiter. Jedes Gen enthält den Bauplan für ein ganz spezifisches Merkmal des Tieres oder der Pflanze. Gentechniker fügen in das Erbgut fremde Gene ein und verändern die Erbsubstanz, die DNS (Desoxyribonukleinsäure). Dadurch erhält der manipulierte Organismus neue Eigenschaften.

Beispielsweise kann so Mais entstehen, der Schädlingen widersteht oder Raps, der unempfindlich auf Unkrautbekämpfungsmittel reagiert. Derartige Schöpfungen heißen transgene oder gentechnisch veränderte Organismen. Bisher betrifft das vor allem Soja und Mais, aber auch Baumwolle, Raps und Reis.

Weltweit wurden vor etwa zwölf Jahren auf rund 1,7 Millionen Hektar Ackerfläche Gentech-Pflanzen angebaut, heute sind es fast 70-mal so viel. Immer mehr Pflanzen durchlaufen das Zulassungsverfahren bei der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit. Vielleicht liegen schon bald beim Gemüsehändler transgene Tomaten in der Kiste, die nach vier Wochen so aussehen wie am ersten Tag, oder Kartoffeln mit veränderten Inhaltsstoffen.


Kirsten Milhahn

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