So wird die Hitze nicht zur Qual

18. Juni 2013, 10:43 Uhr

Die erste Hitzewelle ist da. Was bei vielen Menschen Freude über den lang ersehnten Sommer auslöst, ist für andere ein Gesundheitsrisiko. Wer empfindlich ist, der kann sich mit diesen Tipps schützen.

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Mittagssonne meiden, Beine hochlegen und mit Wasser abkühlen: Mit ein bisschen Vorsicht wird der Temperaturanstieg in den nächsten Tagen zum sommerlichen Vergnügen©

Der Sommer hat Deutschland erreicht: In den kommenden Tagen knacken die Temperaturen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) regional die 35-Grad-Marke. Für Mittwoch werden stellenweise bis zu 38 Grad erwartet. Vor allem älteren Menschen, Kindern und Herz-Kreislauf-Kranken machen die hohen Temperaturen aber zu schaffen.

Wie reagiert der Körper auf die Hitze?
Der Körper versucht, die Körpertemperatur durch verstärkte Schweißproduktion zu senken. Durch das starke Schwitzen gehen Flüssigkeit, Mineralstoffe und Spurenelemente verloren. Um für Abkühlung zu sorgen, weiten sich außerdem die Blutgefäße der Haut. Dadurch sinkt der Blutdruck und der Kreislauf wird geschwächt. Bei starker Hitze kann das dazu führen, dass das Gehirn nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird - dann stellen sich Schwindel, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen ein.

Wer leidet besonders?
Besonders hitzegefährdet sind Menschen, deren Kreislauf ohnehin nicht sehr stabil ist, wie chronisch Kranke, Übergewichtige und Ältere. Babys und Kleinkinder können zudem noch nicht ausreichend schwitzen und sollten daher besonders geschützt werden. Die Techniker Krankenkasse (TK) empfiehlt Menschen mit schwachen Venen, gerade an heißen Tagen Stützstrümpfe zu tragen, damit das Blut durch die Erweiterung der Gefäße nicht in den Beinen versackt und so zusätzlich Kreislaufprobleme verursacht.

Wieviel sollte man trinken?
Generell sollten über den Tag verteilt etwa zweieinhalb bis drei Liter getrunken werden. Ideale Durstlöscher sind Mineralwasser, Kräuter- und Früchtetees oder verdünnte Obst- und Gemüsesäfte. Sie sind kalorienarm und enthalten in der Regel genügend Mineralien, um die ausgeschwitzten Salze wieder zu ersetzen. Eiskalte Getränke können allerdings Magenbeschwerden verursachen. Zudem muss der Körper mehr arbeiten, um die Flüssigkeit auf Körpertemperatur zu erwärmen. Damit steigt auch die Wärmebelastung. Auf Alkohol sollte besser verzichtet werden. Er weitet die Gefäße, was das Herz noch mehr belastet.

Worauf ist beim Essen zu achten?
Beim Essen gilt: keine schwere und fette Kost, sondern besser mehrere kleine und leichte Mahlzeiten mit viel Obst und Gemüse.

Kann ich trotzdem Sport treiben?
Nicht jede sportliche Aktivität ist gesundheitsschädlich. Allerdings sollten längere körperliche Anstrengungen möglichst nicht in die Mittags- und Nachmittagsstunden gelegt werden. Dann ist die Belastung am höchsten. Senioren, Kindern und Menschen mit Kreislaufproblemen ist vom Sport bei Hitze allerdings abzuraten.

Welche Kleidung ist am besten geeignet?
Empfohlen wird helle, luftige Kleidung möglichst aus Baumwolle oder anderen Naturfasern. Bei direkter Sonneneinstrahlung sollte eine Kopfbedeckung getragen werden.

Welcher Lichtschutzfaktor schützt am besten vor Sonnenbrand?
Das hängt in erster Linie vom Hauttyp ab, aber Experten empfehlen eine Sonnencreme mindestens mit Lichtschutzfaktor 15. Das Mittel sollte mindestens 30 Minuten vor dem Gang in die Sonne aufgetragen und regelmäßig erneuert werden. Generell sollte die Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr gemieden werden. Kinder sollten möglichst nicht der direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt werden.

Was verschafft noch Linderung bei Hitzeproblemen?
Es empfiehlt sich, Hände, Nacken und Gesicht hin und wieder mit kalten Wasser zu waschen. Auch eine lauwarme Dusche hilft. Jede schlagartige Abkühlung - zum Beispiel durch eine kalte Dusche - sollte aber vermieden werden, um den Kreislauf nicht noch mehr zu belasten. Wer die Beine zudem immer mal wieder für ein paar Minuten hochlegt, entlastet die Gefäße und beugt dem Anschwellen von Beinen und Füßen vor.

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