. .
Panorama-Nachrichten
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
15. November 2011, 13:17 Uhr

Castor wird rollfertig gemacht

In knapp zehn Tagen soll der letzte Castortransport aus Frankreich im Wendland ankommen. Während in der Wiederaufbereitungsanlage La Hague die ersten Behälter verladen werden, machen die Atomkraftgegner mobil.

Castor, Castortransport, Wendland, Gorleben, Atommüll, Endlager, Atommüllendlager

Demonstranten und Polizisten rüsten sich gleichermaßen für den Castor-Transport. Hier wird ein Teil der Bahnstrecke kontrolliert© Philipp Schulze/DPA/LNI

Die Vorbereitungen für den letzten Castor-Transport, der in zehn Tagen von der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague nach Gorleben rollen soll, haben begonnen. Die Betreiberfirma Areva habe angefangen, die Behälter von La Hague zum 35 Kilometer entfernten Verladebahnhof in Valognes zu bringen, teilte die Umweltschutzorganisation Greenpeace am Montagabend mit. Drei der elf Behälter, die am 24. November ihren Weg ins niedersächsische Gorleben antreten sollen, befänden sich bereits in Valognes.

Wie bei den zwölf vorangegangenen Transporten nach Gorleben planen auch in diesem Jahr wieder mehrere Initiativen Blockaden der Schienen- und Straßenstrecke. 2010 hatten unter dem Eindruck der Laufzeitverlängerung für die Atomkraftwerke in Deutschland mehr Menschen als je zuvor gegen den Transport protestiert. Bis zu 50.000 Demonstranten sorgten dafür, dass der Transport fünf statt der geplanten vier Tage dauerte, länger als jemals zuvor. Die Polizei setzte damals fast 20.000 Beamte ein.

Proteste werden den Zug begleiten

Französische Atomgegner haben bereits Proteste entlang der Schienen angekündigt. Eine zentrale Großkundgebung soll am Vorabend des Starts in Valognes stattfinden. Greenpeace fordert ein Ende der Erkundung des Atommüll-Endlagers in Gorleben und hatte bereits vor einer Woche mit ersten Protestaktionen begonnen. Die französischen Behörden haben sich in der Vergangenheit bei ähnlichen Transporten mit Hinweis auf die Proteste öffentlich nicht zu Routen oder Sicherheitsvorkehrungen geäußert.

Nach Greenpeace-Angaben soll der Transport aber am 24. November um 14.20 Uhr von Valognes ins niedersächsische Wendland starten. Zwei Tage später ist dort eine Großdemonstration geplant.

Im oberirdischen Gorlebener Zwischenlager stehen bereits 102 Castoren, nur wenige hundert Meter weiter wird der Salzstock auf seine Eignung als Endlager erkundet.

hw/DPA/AFP
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Bundesweite Anti-Atom-Proteste "Schotter"-Training mit der Polizei

In knapp vier Wochen soll der Castor durchs Wendland rollen - wenn Atomgegner ihn nicht stoppen. Um sie zu aktivieren, gibt es heute bundesweit Protestaktionen. Und Unterstützung von der Polizei. mehr...

Zwischenlager Gorleben Grenze des Fassungsvermögens erreicht?

Eine Strahlenmessung am Zaun des Zwischenlager-Geländes in Gorleben hat ergeben, dass der zulässige Strahlenhöchstwert in diesem Jahr überschritten werden könnte. Gegner des Zwischenlagers fordern jetzt ein Stopp für den im Herbst geplanten Castortransport. Das Umweltministerium in Hannover hält das jedoch nicht für nötig. mehr...

Zwischenlager Gorleben Hohe Strahlenwerte gefährden nächsten Castor-Transport

Verstärkung: Nach den Grünen fordern nun auch Umweltverbände eine Absage des nächsten Atommülltransports ins Endlager Gorleben. Dort drohen die Strahlenwerte die maximale Jahresdosis zu übersteigen. mehr...

Jürgen Trittin im stern "Für den eigenen Müll trägt man selbst die Verantwortung"

Als Umweltminister billigte er Castor-Transporte, heute protestiert er gegen sie. Ein Interview mit Jürgen Trittin über Atommüll, Widerstand und Doppelmoral. mehr...

Castortransport Der lange Weg nach Gorleben

Die Straßen sind dicht, die Demonstranten zittern, es ist kalt im Wendland. Doch zwischen Feldern und Wäldern gibt es einen Ofen, an dem sie sich wärmen können: im Gasthaus Wiese. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe