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28. Oktober 2009, 12:07 Uhr

Karsais Bruder arbeitet für die CIA

Ahmed Wali Karsai ist eine zwielichtige Figur. Er ist ein Halbbruder von Afghanistans Präsident Hamid Karsai und gilt gleichzeitig als Größe im Opiumhandel. Nun ist bekannt geworden: Der Mann wird auch vom US-Geheimdienst CIA bezahlt. Ein heikle Konstellation - auch für die Ziele der Amerikaner am Hindukusch.

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Mann für alle Fälle: Ahmed Wali Karsai; Präsidentenbruder, Drogenhändler, Immobilienvermittler und CIA-Mitarbeiter© AFP

Der Bruder des afghanischen Präsidenten Hamid Karsai - mutmaßlich eine der Größen im illegalen afghanischen Opiumhandel - steht auf der Gehaltsliste des US-Auslandsgeheimdienstes CIA. Das berichtet die "New York Times" in ihrer Dienstagsausgabe unter Berufung auf derzeitige und frühere US-Funktionäre. Ahmed Wali Karsai erhalte von der CIA seit acht Jahren Geld für diverse Dienste.

Unter anderem soll Karsai dabei geholfen haben, in der südafghanischen Region Kandahar eine paramilitärische Einheit zusammenzustellen, die unter CIA-Regie operiere. Auch soll er den US-Kräften Zugang zu Immobilien verschafft haben. "Er ist unser Vermieter", wird ein US-Funktionär in der Zeitung zitiert. Ahmed Wali Karsai selbst habe die Zahlungen sowie jede Verstrickung in den Drogenhandel dementiert, aber die Zusammenarbeit mit den Amerikanern zugegeben.

USA drücken ein Auge zu

Die Beziehungen zu dem zwielichtigen Präsidenten-Bruder hätten zu Problemen in der Regierung von US-Präsident Barack Obama und zu heftigen Diskussionen über dessen Afghanistan-Strategie geführt, berichtet die Zeitung weiter. Es könne das Bild entstehen, dass die USA nicht alles täten, um dem Drogenproblem in Afghanistan entgegenzutreten. Der Drogenhandel gilt als eine der Haupteinnahmequellen für die Kriegskasse der Taliban.

Kritiker der CIA-Zahlungen an Ahmed Wali Karsai meinten laut "New York Times" an, die US-Unterstützung einer einflussreichen Provinzgröße im Süden Afghanistans widerspreche den Bemühungen, eine stabile, auf Recht und Gesetz basierende Regierung in Kabul zu etablieren. Ohne eine solche sei aber einen Rückzug der US-Truppen aus Afghanistan nicht möglich. Befürworter der CIA-Strategie hielten entgegen, die Rolle Karsais im Drogenhandel sei nicht erwiesen, es gebe dafür keinerlei gerichtsverwertbare Beweise.

DPA/Reuters
 
 
KOMMENTARE (4 von 4)
 
Gisella (29.10.2009, 14:12 Uhr)
alle
kommentatoren hier haben recht. auch an CNN wird darüber ohne vorbehalte berichtet. unsere soldaten sterben dort für DOPE oder auch für NICHTS.
Oluja (29.10.2009, 10:50 Uhr)
sehr seltsam auch das die opiumproduktion im jahr 2000 unter der talibanherrschaft "nur" 400 tonnen pa..a betrug, letztes jahr hingegen einen all time rekord von fast 11.000 tonnen erreichte, wie kommts?, trotz 100.000 besatzungssoldaten + nochmal so vielen söldnern sowie 8 jahren besatzung?.

werden unsere milliarden und leben junger soldaten also dafür verbrannt das afghanistan immer mejr zu drogistan wird und mit sienem billigen opium = heroin die wlet vergiftet?.
Aquarius2 (28.10.2009, 16:59 Uhr)
"...Größe im Opiumhandel ... wird auch vom US-Geheimdienst CIA bezahlt..."
Bitte mal melden, wer davon überrascht ist.
Da muss man wenigstens nicht mehr nach Motiven für den krieg in Afghanistan suchen.
Das ist doch eins.
RDUKE7777777 (28.10.2009, 15:20 Uhr)
Beweise
Für die Rolle Karsais im Drogenhandel gebe es keine gerichtsverwertbaren Beweise - Das ist interessant. Diese gibt es bei den Guantanamo-Häftlingen auch nicht, doch da wurde troztdem munter drauflosgefoltert. Ist der Berschuldigte jedoch ein "Freund" der CIA gelten die rechtsstaalichen Grundlagen wieder.

Es ist wie überall auf der Welt (auch hier) : Manche Menschen sind gleicher als Andere.
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