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10. Dezember 2009, 14:36 Uhr

Merkel hält Strafsteuer für "charmante Idee"

"Charmant" - mehr aber wohl nicht: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich positiv zu einer Strafsteuer für Banker-Boni geäußert. Großbritannien und Frankreich hatten zuvor eine entsprechende Sonderabgabe angekündigt. Deutschland hält allerdings einen anderen Weg für erfolgversprechender.

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Find' ich gut: Bundeskanzlerin Angela Merkel hält eine Strafsteuer auf Banker-Boni für eine "charmante Idee"© Carl de Souza/AFP

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich zurückhaltend-positiv zu dem britisch-französischen Vorschlag einer Sondersteuer für Bonuszahlungen in der Finanzbranche geäußert. Dies sei "eine sehr charmante Idee" und könne vielleicht manchen Lerneffekt in der City of London befördern, sagte die CDU-Politikerin auf dem Kongress der Europäischen Volkspartei (EVP) in Bonn.

"Wir haben ja immer wieder von deutscher Seite gesagt, dass wir wollen, dass die Banken und ihre Beschäftigten einen Anteil daran erbringen, dass die Lasten der Krise geteilt werden können und nicht den Steuerzahlern alleine aufgebürdet werden", sagte die Kanzlerin. Allerdings halte sie nach wie vor den Vorschlag einer internationalen Finanzmarkttransaktionssteuer für langfristiger und dauerhafter.

Die britische Regierung erhebt künftig eine Steuer von 50 Prozent auf üppige Banker-Boni. Er wolle so das Geld der mit Staatshilfe durch die Krise gepäppelten Banken für die Steuerzahler zurückholen, begründete der britische Finanzminister Alistair Darling seine Entscheidung. Frankreich sprang den Briten später bei. Boni oberhalb von 25.000 Pfund (27.500 Euro) sollen demnach mit 50 Prozent besteuert werden.

Die Steuer wird von den Banken für ihre gesamten Bonuszahlungen erhoben, nicht von den einzelnen Managern. Einige Finanzinstitute seien noch immer der Meinung, sie müssten an erster Stelle "beträchtliche Boni an schon jetzt hoch bezahlte Mitarbeiter" überweisen. Stattdessen sollten sie sich um eine solide finanzielle Basis bemühen und wieder Kredite vergeben, sagte Darling. Britische Banken haben im vergangenen Jahr insgesamt 80 Milliarden Pfund (88,2 Milliarden Dollar) verloren und waren auf mit Steuergeldern finanzierte Staatshilfen angewiesen.

DPA/Reuters
 
 
KOMMENTARE (10 von 10)
 
stephan10 (11.12.2009, 01:11 Uhr)
der bessere Banker..
..wäre bestimmt der, der weniger von vollkommen sinnloser Gier für seinen persönlichen geldspeicher getrieben würde.

Der sich um nachhaltige Werte bemüht . Und auch für sich selbst mit dem höchstens 5 - 10 fachen des Durchschnittsgehaltes zurieden gibt ( das sind bis max. 300.000 ? im Jahr) und dafür erstklassigste Arbeit macht..

Diese widerlichen Gierschlünde brauchen wir nicht!
. Das sie Versager, Stümper und Nullen sind haben sie ja bereits bewiesen!

- Warum haben diese Typen eigentlich so viel Geld bekommen, wenn sie zu blöde sind, eine Bankenkrise vorherzusehen.

Damit haben sie höchstens gezeigt, dass sie noch nicht mal die Grundrechenarten beherrschen. 1 und 1 macht 2 . Und nicht 3 oder 7 oder 15 .
Haut ab. Ohne Bonus. Ohne Prämie. Einfach nur weg mit Euch"
kalaehne (10.12.2009, 23:32 Uhr)
Eine Boni - Steuer wäre auch in Deutschland sinnvoll...
... allderdings wird die der Herr Ackermann ( Deutsche Bank ) der Frau Merkel und Der CDU / CSU / FDP nicht erlauben, schließlich sind Banker systemrelevat...

Manchmal muß man den Eindruck haben, daß die Politik in Deutschland in die Hände cleverer Banker, Manager und Lobbyisten geraten ist.

Da helfen eigentlich nur harte Befreiungsschläge der Politik : Gesetze mit harten Folgen für gierige Banker, mit harten Folgen für von Eigennutz getriebene Manager , aber auch mit harten Folgen für Lobbyisten, die zu oft das Wohl ihrer Auftraggeber ohne jede Rücksicht auf die Menschen in unserer Gesellschaft ausüben..

Möglicherweise wird der anstehende Prozeß gegen Herrn Schreiber in Augsburg eine Wende bringen ...Juergen Kalaehne
Aquarius2 (10.12.2009, 18:52 Uhr)
Steuer von 50 Prozent auf üppige Banker-Boni.
Das geht in Deutschland nicht. Zumindest nicht bei den Leistungsträgern.
Aber es gibt ja noch viele andere, die zum Ausgleich der Spekulationsverluste beitragen können...
hotte_m (10.12.2009, 18:14 Uhr)
Kanzlerin für das ganze Volk
wollte sie vor und nach der Wahl sein! Während die Besteuerung von Rentnern ganz normal ist wertet sie eine evtl. Besteuerung der Boni als "charmante Idee". Man ist nur noch fassungslos in diesem Land !!!
Dieter37 (10.12.2009, 17:39 Uhr)
Und warum tut sie es nicht ?
Zitat: "Wir haben ja immer wieder von deutscher Seite gesagt, dass wir wollen, dass die Banken und ihre Beschäftigten einen Anteil daran erbringen, dass die Lasten der Krise geteilt werden können und nicht den Steuerzahlern alleine aufgebürdet werden", sagte die Kanzlerin.
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Und warum wird das nicht wenigstens in Deutschland gemacht ?!
Mikeorganizer (10.12.2009, 16:16 Uhr)
Ein schönes Märchen ....
damit soll den durch die öffentlich,rechtlichen und anderen ähnlich gehirnzersetzenden institutionengeschädigten Volk wohl suggeriert werden das man gegen diese Verbrecher etwas macht. Mitnichten, alles nur Augenwischerei - Pack verschlägt sich Pack verträgt sich. Das Volk sieht sich wie schon von je her einem Polit- und Kapitalgremium gegenüber das nur dazu dient seinesgleichen in der Position von Macht und Geld zu halten auf Kosten des einfachen Bürgers. Es wird noch viel Zeit vergehen bis das Volk merkt, wer hier eigentlich der Feind ist und vermutlich ist es dann aber längst zu spät.
BiffBoffo (10.12.2009, 16:11 Uhr)
Ja gut ääh
Peanuts :-)
Die Frage is ja, was hinten raus kommt. Ich denk auch 50.000 euro bonus im Jahr ist 2x soviel wie ein "normal sterblicher" bekommt. Würde dir das dann reichen um deine Gier zu befriedigen oder darfs dann doch etwas mehr sein ?

Jetzt im ernst, was braucht ein Mensch um glücklich zu sein ? Diese Menschen sind so stark an ihr umfeld geprägt das es nur durch nochmal Leistung/Geld befriedigt werden kann. Das ist eine Krankheit. Diese kann nur durch mehr abgaben gebremst werden.
watisiti (10.12.2009, 15:59 Uhr)
An Oho
Nur so ne kleine Info. Die Banker haben fuer ihre Boni durchaus immer schon Steuern bezahlt. Der Prozentsatz wurde nur jetzt von Darling auf 50% heraufgesetzt.
rockyciano (10.12.2009, 15:44 Uhr)
Grundsätzlich halte
ich die Besteuerung der Boni für angebracht.Es besteht überhaupt keine Verhältnismäßigkeit zwischen der erbrachten Leistung gegenüber der Bezahlung.Noch eine Frage Frau Merkel - warum sind beide Steuer nicht möglich ???-sozusagen als Prävention!!-ach hab ja vergessen-Ihr Freund Herr Ackermann .....upps
BiffBoffo (10.12.2009, 15:39 Uhr)
Oho!
Ich bin überrascht! Eigentlich eine selbstverständliche sache. Jeder Bürger muss für sein Einkommen abgaben verrichten, warum auch nicht diese Leute ? Ich finde es eine frechheit das diese "Banker" nicht einsehen das dies Ihre Pflicht ist !
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