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4. Mai 2010, 07:41 Uhr

USA besitzen 5113 Atomsprengköpfe

Erstmals haben die USA den Bestand ihres Atomwaffenarsenals offen gelegt. Damit will die Supermacht kurz vor Beginn einer UN-Konferenz für Transparenz sorgen. Bislang waren die Zahlen streng geheim.

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Die USA wollen eine neue Offenheit im Umgang mit Angaben über das Atomprogramm, betont Hillary Clinton© Reuters

Die USA verfügen nach eigenen Angaben über 5113 Atomsprengköpfe. Hinzu kommen Tausende, die zerstört werden sollen. Im Rahmen der UN-Konferenz zur Überprüfung des Atomwaffensperrvertrages veröffentlichte das Pentagon am Montag erstmals eine Statistik zu den Waffen. Bislang wurden derartige Informationen als streng geheim eingestuft. Das Treffen in New York begann mit einem Schlagabtausch zwischen dem iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad und US-Außenministerin Hillary Clinton. Clinton sagte vor Journalisten in New York, es sei im eigenen Sicherheitsinteresse, beim Atomprogramm so transparent wie möglich zu sein. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums sank die Zahl der Atomsprengköpfe seit dem Ende des Kalten Krieges 1989 um 75 Prozent. Bei den 5113 Sprengköpfen sind strategische - also Langstreckenwaffen - und solche für eine kurze Entfernung enthalten.

Eine grobe Zählung der Atomwaffen gibt es schon seit Jahren. Neu ist die Offenheit der US-Regierung damit. Clinton sagte, der Schritt zeige, dass die Regierung von Barack Obama die Verbreitung von Atomwaffen ernsthaft stoppen und die Zahl verringern wolle.

Andere Länder bewegen auch transparenter zu werden

Bei den gut 5000 Sprengköpfen sind aktuell verfügbare und Waffen in Depots enthalten. Tausende, die deaktiviert wurden, könnten aber theoretisch immer noch genutzt werden. Schätzungen zufolge könnten die USA insgesamt zwischen 8000 und über 9000 der Waffen besitzen. Mit der Veröffentlichung will die Regierung andere Länder bewegen, ebenfalls mehr Zahlen offenzulegen. So verrät China bislang sehr wenig über die Zahl seiner Atomwaffen. Experten gehen davon aus, dass es weltweit insgesamt mehr als 22.000 Atomsprengköpfe gibt.

Zu Beginn der Konferenz sorgte der iranische Präsident Ahmadinedschad mit scharfen Angriffen gegen die USA für einen handfesten Krach. Er warf in seiner Rede den Vereinigten Staaten vor, sein Land mit Atomwaffen zu bedrohen. Die US-Delegation und mehrere europäische Abordnungen verließen bei diesen Ausführungen aus Protest den Saal.

"Bedauerlicherweise sind die USA nicht nur das einzige Land, das Atomwaffen eingesetzt hat, sondern drohen auch noch weiter deren Einsatz gegen andere Staaten an, darunter der Iran", sagte Ahmadinedschad, der als einziger Staatschef an der vierwöchigen Konferenz teilnimmt. Der iranische Präsident wies erneut den Vorwurf zurück, sein Land strebe nach dem Besitz von Nuklearwaffen. Dafür gebe es "keinen einzigen glaubhaften Beweis", sagte er. Clinton dagegen warf dem Iran erneut die Missachtung internationaler Regeln vor und forderte eine harte Bestrafung. Zur Stärkung des 1970 in Kraft getretenen Vertrags über die Nichtverbreitung von Atomwaffen schlug die Außenministerin mit Blick auf den Iran eine automatische Bestrafung jener Vertragsstaaten vor, die das Abkommen verletzen. Bislang muss sich der Weltsicherheitsrat auf Strafmaßnahmen verständigen. Derzeit bemühen sich die USA und ihre Verbündeten um eine Verschärfung der Sanktionen gegen den Iran. Die Konferenz in New York dauert bis zum 28. Mai. Ein solches Treffen zur Überprüfung des Atomwaffensperrvertrags findet alle fünf Jahre statt.

APN
 
 
KOMMENTARE (10 von 23)
 
brigitteramsau (05.05.2010, 00:07 Uhr)
Bravo, wenn diese Zahl stimmt...
...sind seit 2006 etwa 6000 US Sprengkoepfe entsorgt oder abhanden gekommmen.

@SirDidimus - Der Nobelpreis ist nun wirklich kein Qualitaetsmerkmal mehr: Obama, Kissinger, Einstein - sprechen nicht gerade fuer diesen "Preis". Letzterer Herr Einstein hat sich am Wissen von Otto Hahn bedient und es als das Seinige ausgegeben. Dieser nette Herr Einstein hat auch den Abwurf den Atombomben auf Hiroshima/Nagasaki ermoeglicht.

Schoenen Tag noch!
hardius (04.05.2010, 19:27 Uhr)
Ist doch egal wieviele
Die Atombombe hat den allgemeinen Weltkrieg ausgebremst. Allein die Vorstellung, daß diese Strahlung jeden erreicht der nicht im Bunker sitzt schreckt ab. Und die im Bunker sitzen dürfen, sind lebendig begraben.
Deutschland hatte den 2. Weltkrieg noch rechtzeitig verloren. Ansonsten hätte ganz Europa gestrahlt.
Es ist schon wichtig zu wissen, wer in dieser Welt was kann. Aber ob derjenige nun 10, 100 oder sonstenwieviel Feuerwerkskörper hat, ist in dieser Kategorie eigentlich nebensächlich.
Hauptsache es schreckt ab!
iosono (04.05.2010, 17:40 Uhr)
@kabelman,Beleidigungen
muss man sich ja nicht anhören.
''man muss die US-Amerikaner hassen da sie die Aombombe eingesetz haben.......'' u.ä.
im Siegel ist es beschrieben was er so sagte.ist doch immer die selbe Show was Ahmdin so von sich gibt,wenn man es kennt dann geht man halt und hört nicht zu.Alle Schimpftriaden gegen den Westen sind eben bekannt.
Hat vielleicht was mit Niveau zu tun-ich weiss nicht.
Trotzdem hat er Redefreiheit im bösen Westen-Redefreiheit hat nix mit Beleidigungen zu tun,aber auch das darf er-seine Gegner im Iran dürfen gar nix
paladin09 (04.05.2010, 14:38 Uhr)
Die USA besitzen 5113 A-Bomben
und wieviel besitzen Frankreich - England - Indien - Pakistan - Russland - Israel?
Abrüstung! Sicher eine tolle Sache!
Nur was fällt alles unter den Begriff Atomsprengköpfe?
Fallen darunter auch Infantriegeschosse? Zählt dazu auch die Neutronenbombe und was ist mit den EMP Bomben?
Außerdem was wird aus den noch immer eingelagerten Biologisch,- Chemischen Waffen?
Was heißt überhaupt abrüsten?
Heißt das Atomsprengköpfe ohne Zünder nicht einsatzfähig einlagern oder restlos vernichten?
Was geschieht mit den Bauplänen von Atombomben. Jede Atommacht wäre im Falle eines Falles doch jederzeit in der Lage binnen kürzester Zeit neue Atombomben bei Bedarf zu bauen. Gehört zur Abrüstung auch das Verbot gegen das einlagern atombombenfähiges Spaltmaterial?
Wenn, man effektiv abrüsten möchte und die Menschheit vor Atombomben dauerhaft schützen möchte müssen außer Sprengköpfe auch Baupläne, wie das einlagern spaltbaren Materials verboten werden. Alles andere wäre makulatur die eine scheinheilige, realitätsferne Sicherheit generiert.
kabelmann (04.05.2010, 14:37 Uhr)
@iosono
Ach so, das erklärt auch die Reaktion, als er ihnen erzählt hat, was sie da tolles treiben. Wenn mans nicht sagen darf isses schlecht, aber wenn mans sagen darf wird einfach nicht zugehört und damit isses wieder gut.

Sensationell. Dafür Daumen hoch.
iosono (04.05.2010, 12:42 Uhr)
hat jemand schon bemerkt
das man leuten wie ahmadinedschad in new york das zugesteht,was diese typen menschen mit anderen ansichten im iran nicht zugestehen?
freie meinungsäusserung
iosono (04.05.2010, 12:24 Uhr)
Puhhhh,durchatmen
bei den waffenarsenal über die der böse Westen verfügt.
Da können Iran ,Nordkorea &Co. nur froh sein das Sie es mit Demokratien zu tun haben------NOCH
SirDidimus (04.05.2010, 12:02 Uhr)
RenegadeOtis
wer sich weltmacht schimpft sollte auch sowas können. die chinesen sind eine echte weltmacht. bei den olympischen spielen haben die doch über peking glatt geschafft, dass die luft sauberer war. einfach ein paar firmen zumachen. so geht das. aber die amis... die paar wellen aber raketenmäßig einen auf dicke hose machen.
RenegadeOtis (04.05.2010, 11:36 Uhr)
@sirdidimus
Ah. Als Weltmacht hat man also auch die Kontrolle über Naturgewalten zu haben.

Interessant.

Ich weiss nicht in welcher Realität Sie leben, ich gehe aber davon aus, dass es zu unserer quasi nur Ferngespräche gibt.
SirDidimus (04.05.2010, 11:09 Uhr)
RenegadeOtis
damit auch sie das verstehen: die usa nennt sich weltmacht und besitzt atomraketen. wissenschaftler aus der usa kassieren einen nobelpreis nach dem anderen. aber gerade diese weltmacht mit den größten firmen, den meißten reichen menschen und sonstigen gigantismus ist machtlos gegen so profane naturgewalten wie wellen und kann nicht ihre küsten und ihre einwohner schützen? ganz zu schweigen von dem terrorschutz (anschlagversuch auf dem timesquare). tolle weltmacht.
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