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2. Februar 2010, 08:42 Uhr

Kopfpauschale - oder sein Job ist weg

Gesundheitsminister Philipp Rösler hat sein politisches Schicksal mit dem Modell der Kopfpauschale verknüpft. Wenn es ihm nicht gelinge, ein vernünftiges Gesundheitssystem auf den Weg zu bringen, so Rösler, "will mich keiner mehr als Gesundheitsminister haben".

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Gesundheitspolitik, Roesler, Krankenkassen, Zusatzbeiträ,ge

Kann seiner Meinung nach einpacken, wenn die Kopfpauschale nicht kommt: Gesundheitsminister Philipp Rösler© Arno Burgi/DPA

Für Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler ist das Modell einer Kopfpauschale im Gesundheitssystem ohne Alternative. "Es lohnt sich, neue Wege zu gehen. Es ist wesentlich gerechter", verteidigte der FDP-Politiker sein Konzept in der ARD-Talksendung "Beckmann" am Montagabend. "Wenn wir nichts ändern, dann haben die Menschen wieder das Gefühl, dass Krankheit und Gesundheit immer teurer wird, ohne dass es besser wird."

In der Sendung sieht Rösler sein politisches Schicksal mit der Durchsetzung der umstrittenen Gesundheitsprämie verknüpft: "Wenn es mir nicht gelingt, ein vernünftiges Gesundheitssystem auf den Weg zu bringen, dann will mich keiner mehr als Gesundheitsminister haben. Davon gehe ich fest aus."

Trotz aller Widerstände in der Koalition ist Rösler sicher, dass er CDU und CSU für sein Modell gewinnen wird: "Da bin ich sogar sehr überzeugt! Wir haben einen Koalitionsvertrag, den hat er auch unterschrieben", sagte Rösler mit Blick auf CSU-Chef Horst Seehofer, der eine Kopfpauschale bislang ablehnt. "Und ich glaube, er hat sogar die größte Unterschrift darauf. Dort steht ja unser Modell vereinbart schon drin, und am Ende gilt die Vertragstreue für alle Partner. Und das wird auch für die CSU gelten."

DPA
KOMMENTARE (10 von 89)
 
leboz (03.02.2010, 09:33 Uhr)
HaHuKi
Sie haben keine Ahnung: Bei der Kopfpauschale war immer die Rede, dass Kinder frei sind
leboz (03.02.2010, 09:31 Uhr)
babylon
hat völlig Recht. Vielleicht bringt eine Systemveränderung a la Kopfpauschale hier einmal Verbesserung, mit Solidarprinzipsaufgabe usw. hat es gar nichts zu tun. Die Gewerkschaften scheinen aber die Null- Profitierer zuungunsten der arbeitenden Bevölkerung schützen zu wollen: sie haben ja im Fall der Kopfpauschale Streiks angekündigt.
babylon (03.02.2010, 08:14 Uhr)
Das problem ist doch anders gelagert
denn zuviele Leute bedienen sich an diesem Topf ohne jemals etwas eingezahlt zu haben.
Ich weiß diese Meinung ist unpopulär, aber es ist die Wahrheit.
Unser Gesundheits- und Sozialsystem wird regelrecht kahlgefressen und was machen wir Bürger dagegen? Das was wir am besten können jammern!
HaHuKi (03.02.2010, 03:14 Uhr)
Familienversicherung unbezahlbar?
Kopfpauschale einer 5-Köpfigen Familie.

Bisher: Familienversicherung über den Hauptverdiener

Zukünftige Kopfpauschale: 1x Mutter PLUS 1x Vater PLUS 3x Kinder? => Na, dann gehe ich wohl nur noch für die Krankenversicherung der Familie arbeiten? Oder sollte ich vielleicht besser gleich den gesamten Lohn an die Krankenkasse meiner Wahl überweisen?

GEHTS NOCH ??????
SethusCalvisius (02.02.2010, 23:49 Uhr)
@Fakten
In der Schweiz geht es billiger?
Die Schweiz hat im internationalen Vergleich die zweithöchsten Gesundheitskosten der Welt. Zudem müssen die Bürger über 30 % der Kosten selbst zahlen. Das sind mehr als in den so oft gescholtenen USA.
Fakten (02.02.2010, 23:28 Uhr)
Es sollte eine Buergerversicherung geben als Pflicht!
Diese kann dann auch wie in der Schweiz privat betrieben werden.

Die Verbindung von GKV und Arbeitsverhaeltnis ist schlichtweg falsch. Schafft auch die Familien-Hilfe und den Arbeitgeberbeitrag ab!
Komisch in der Schweiz geht es ohne diese und dazu auch noch billiger.
SethusCalvisius (02.02.2010, 23:04 Uhr)
@H.Brand
Ihr Vorschlag, der ja im Grunde der "Bürgerversicherung" der SPD gleicht, ist so einfach und logisch, dass er in unserem Land nie und nimmer eine Chance auf Verwirklichung hat.
H.Brand (02.02.2010, 22:42 Uhr)
Nicht Kopfpauschale - sondern prozentuale Zahlung pro Kopf
Wir leben laut Grundgesetz in einem Sozialstaat. Deshalb sollte eine Krankenversicherung für jeden Bürger ohne Ausnahme Pflicht sein, vom Baby bis zum Greis, in der jeder automatisch Mitglied ist. Dabei meine ich nur eine einzige Krankenversicherung für alle, nicht Hunderte wie heute, denn hierdurch allein würde schon viel Verwaltungsaufwand eingespart. Sozial wäre ein Beitrag, der die Leistungsfähigkeit eines jeden Bürgers berücksichtigen würde.
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Da dem Staat als einziger logischen Maßstab für alle Bürger das jährlich zu versteuernde Einkommen zur Verfügung hat, wäre es gerecht, sinnvoll und sozial, wenn jeder hiervon einen einheitlichen Prozentsatz zahlen würde, der jährlich überprüft und angepasst würde. So würden Bürger ohne steuerpflichtiges Einkommen nichts zahlen brauchen, hingehen Großverdiener entsprechend mehr. Hierfür erhält jeder Bürger eine Basisversorgung, die ungefähr dem entsprechen sollte, was die gesetzliche Krankenversicherung auch heute leistet. Alle weiteren Zuzahlungen auf ärztlich verordnete Leistungen sollten aber entfallen.
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Wer darüber hinaus Zusatzleistungen wünscht, kann diese dann bei einer privaten Krankenversicherung absichern, so wie es jeder für sich wünscht.
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So ein System wäre bestimmt kostengünstiger für die meisten Bürger als die derzeitige Praxis. Nur Großverdienern käme dies natürlich teurer, aber dies ist auch so gewollt, da es in Artikel 14 Grundgesetz heißt: "Eigentum verpflichtet."
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Dies wäre eine Versicherung von Bürgern für Bürger, bei der sich jeder entsprechend seinen finanziellen Möglichkeiten beteiligen müsste und der Grundgedanke des Grundgesetzes auf einen Sozialstaat verwirklichen würde.
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Hoffentlich liest unser Bundesgesundheitsminister dies und legt bald einen entsprechenden Gesetzesentwurf vor. Dann könnte manches im Staat gerechter werden.
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Dabei ist es natürlich auch notwendig, die Ausgabenseite anzupassen, so dass Ärzte für ihre Leistungen eine gerechte Entlohnung erhalten, Kliniken ihren Bedarf decken können und die Pharmafirmen eine angemessene Preispolitik entwickeln.
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Horst Brand, www.H-Brand.de
bernie-abg (02.02.2010, 22:00 Uhr)
Kopfpauschale - oder sein Job ist weg
Dann lieber sein "Job weg".
immerNett (02.02.2010, 21:54 Uhr)
Ob CDU
oder Mövenpick-Partei-Modell: Die Kopfpauschale ist unsolidarisch und unsozial. Hier muss ich ausnahmsweise mal dem Horschti aus Bayern Recht geben. Und da Horschti sich schon so weit aus dem Fenster gelegt bzgl. seiner Ablehnung der Kopfpauschale, wird sie ohnehin nicht kommen, es sei denn Horschti will riskieren, daß seine CSU unter 40% fällt (weit ist sie davon ja eh nicht mehr weg)...
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