Karl-Theodor zu Guttenberg hat Öffentlichkeit und Wissenschaft getäuscht und seinen Doktortitel abgegeben. Ist er als Minister noch zu halten? stern.de fragte Unionsfraktionschef Volker Kauder.
Karl-Theodor zu Guttenberg hat mit diesem Schritt die Konsequenzen aus der aktuellen Diskussion gezogen. Damit sollte die Debatte beendet sein. Er hat das volle Vertrauen der CDU/CSU-Fraktion. Er hat mit der Bundeswehrreform eine schwere Aufgabe übernommen. Mit seiner Überzeugungskraft hat Karl-Theodor zu Guttenberg die umfassendste Neustrukturierung unserer Streitkräfte in der Bundesrepublik auf den Weg gebracht. Wir werden ihn auch weiterhin mit ganzer Kraft unterstützen.
Natürlich.
Diese Wortwahl ist nicht angemessen. Ich wundere mich immer wieder, wie vorschnell in der Öffentlichkeit Urteile gefällt werden. Karl-Theodor zu Guttenberg hat handwerkliche Fehler zugegeben und er hat daraus seine Schlussfolgerung gezogen. Damit ist das Thema für mich erledigt.
Der Minister hat seine persönliche Erklärung abgegeben. Dem habe ich nichts hinzuzufügen.
Die Menschen in unserem Land haben ihre Meinung. Sie stehen zu Karl-Theodor zu Guttenberg. Alle Meinungsumfragen zeigen, dass er nach wie vor ein hohes Vertrauen genießt.
Jeder Abgeordnete hat das Recht, den Wissenschaftlichen Dienst in Anspruch zu nehmen, auch für Vorträge und Aufsätze, die er anfertigt. Er muss dies allerdings aus meiner Sicht kenntlich machen. In welchem Umfang Karl-Theodor zu Guttenberg dies getan hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Der Bundestag könnte die Sachlage sicher prüfen. Aber wie gesagt: Karl-Theodor zu Guttenberg hat seinen Doktortitel zurückgegeben.
Jeder Fall ist einzeln zu beurteilen. Ich halte Karl-Theodor zu Guttenberg für einen herausragenden Verteidigungsminister und einen exzellenten Politiker.
Bleiben wir doch mal bei den Fakten. Er hat sich die Doktorarbeit an diesem Wochenende angeschaut und gesagt, er habe handwerkliche Fehler gemacht. Daraus hat er Konsequenzen gezogen. Jetzt lassen Sie's mal gut sein.
Ja.
Ich habe mich mit seinem Lebenslauf nicht weiter befasst. Aber ich kenne Herrn zu Guttenberg seit Jahren und kann seine Arbeit einschätzen. Ich bin froh, dass wir ihn als Verteidigungsminister haben.
Nein.
Guttenberg wird in Baden- Württemberg einige Male auftreten. Und wir haben es gesehen, wie sein jüngster Auftritt bejubelt wurde.
Ich würde sagen, wir unterhalten uns, wenn das Wahlergebnis am 28. März vorliegt.
Im Internet kann jeder machen, was er will und damit Aufmerksamkeit erzielen. Ich sehe auch die hohe Zustimmung, die Guttenberg zum Beispiel bei Facebook bekommt.
Das wollte die Opposition. Und wir haben uns nicht gesperrt.