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22. Januar 2010, 18:38 Uhr

Koch erhält Bombenattrappe per Post

Aus Protest gegen seine umstrittenen Äußerungen über Hartz-IV-Empfänger haben Unbekannte Hessens Ministerpräsident Roland Koch eine Bombenattrappe geschickt. In einem Begleitschreiben drohen die Absender mit einer "scharfen Bombe", sollte Koch seine Ausführungen wiederholen.

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Hat mit seinen Hartz-IV-Äußerungen für erheblichen Unmut gesorgt: Hessens Ministerpräsident Roland Koch© Boris Roessler/DPA

Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) hat nach seinen Äußerungen über arbeitsunwillige Hartz-IV-Empfänger eine Bombendrohung erhalten. Regierungssprecher Dirk Metz bestätigte am Freitag, dass eine Bombenattrappe an die Staatskanzlei in Wiesbaden geschickt worden sei. Das zugehörige Bekennerschreiben einer Gruppe "Morgenlicht" ging bei mehreren Medien ein.

Die Rohrbombenattrappe sei ein Protest gegen Kochs Forderung nach einer stärkeren Arbeitspflicht von Hartz-IV-Empfängern, heißt es in dem Brief. Die Absender warnten Koch, sollte er seine Äußerungen wiederholen, oder seine "arbeitnehmerfeindliche Politik" weiter verfolgen werde eine scharfe Bombe "im Umfeld Ihrer Besitztümer" gezündet.

Im vergangenen Herbst hatte sich die bis dahin unbekannte Bewegung "Morgenlicht" zu zwei Brandanschlägen auf Frankfurter Banken bekannt. "Das Landeskriminalamt hat die notwendigen Ermittlungen aufgenommen", erklärte Metz. Der Vorgang werde wie in solchen Fällen üblich absolut ernst genommen. Um die Ermittlungen nicht zu gefährden, nahm er zu weiteren Details keine Stellung.

DPA/AP
 
 
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