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15. Juli 2008, 11:51 Uhr

Türkei-Forscher Sen räumt seinen Stuhl

Nach einem umstrittenen Nazi-Vergleich gibt der Leiter des Essener Zentrums für Türkeistudien, Faruk Sen, seinen Posten auf. Er war in die Kritik geraten, weil er die Situation der Türken in Europa mit der Judenverfolgung verglichen hatte.

Faruk Sen gibt seinen Job Ende des Jahres auf© Patrick Lux/DDP

Nach seinem umstrittenen Vergleich von Türken und Juden räumt der Direktor des Essener Zentrums für Türkeistudien (ZfT), Faruk Sen, zum Jahresende seinen Posten. Er sei ab sofort freigestellt, teilte der Kuratoriumsvorsitzende und Düsseldorfer Integrationsminister, Armin Laschet, nach einem Krisengespräch in Düsseldorf mit. Das Arbeitsverhältnis werde zum 31. Dezember in gegenseitigem Einvernehmen gelöst. Bis dahin werde Sen bereits mit dem Aufbau einer deutsch-türkischen Universität in Izmir beginnen.

Lange Auseinandersetzung drohte

Der 60-jährige Wissenschaftler wie auch der Vorsitzende des ZfT-Vorstands, Fritz Schaumann, begrüßten den gefundenen Kompromiss. Sen war von seinen Aufgaben an dem Institut entbunden worden, weil er die heutige Situation der Türken in Europa in einem türkischen Zeitungsbeitrag mit der Judenverfolgung zur Zeit des Nationalsozialismus verglichen hatte. Der Zentrumsdirektor, der sich für seinen Vergleich entschuldigte, drohte angesichts der ihm drohenden fristlosen Entlassung daraufhin mit einer langwierigen juristischen Auseinandersetzung.

Erst nachdem sich der CDU-Politiker und Kuratoriumsvorsitzende Laschet als Vermittler eingeschaltet hatte, zeichnete sich eine gütliche Einigung in dem seit knapp drei Wochen dauernden Streit ab. Rückendeckung hatte Sen nicht nur von zahlreichen türkischen Gemeinde sondern auch vom Zentralrat der Juden in Deutschland bekommen.

Sen ist zufrieden

Laschet und der Zft-Vorstandsvorsitzende Schaumann erklärten nun, sie seien froh, dass Sen seine jahrzehntelange Erfahrungen in Deutschland und der Türkei in die Gründung der bereits seit langem geplanten deutschsprachigen Hochschule in der Türkei einbringen könne. Die Universität sei ein bedeutender Schritt für die deutsch-türkischen Beziehungen.

Auch dem 60-Jährigen kam die nun gefundene Regelung entgegen: "Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden", sagte er der Nachrichtenagentur AP. "Ich wollte 2010 aufhören, um für den Aufbau der Universität zu arbeiten. Jetzt ist es ein Jahr vorher, und bis 65 wollte ich ohnehin nicht bleiben." Er freue sich sehr auf die neue Aufgabe und werde auch weiterhin als Berater der Landesregierung tätig sein, betonte Sen.

Beitrag zur Integration geleistet

Laschet hatte die "außergewöhnliche Lebensleistung" Sens trotz dessen Kritik an dem Türken-Juden-Vergleich immer wieder hervorgehoben. Auch am Dienstag erklärte der nordrhein-westfälische Minister, mit seinem Engagement für die türkischstämmigen Menschen in Deutschland und für die deutsch-türkischen Beziehungen habe Sen einen wesentlichen Beitrag zur Integration geleistet. Das hohe nationale und internationale Ansehen des Zentrums sei Ausdruck dieser Leistung.

Mit Sens Abgang steht die Stiftung, die sich seit 23 Jahren der Erforschung der Lebensverhältnisse türkischer Migranten widmet, vor einem Neubeginn: Ein Nachfolger für den 60-Jährigen ist nach Ministeriumsangaben noch nicht in Sicht. Auf der nächsten regulären Sitzung des Kuratoriums am 15. September sollen daher eine Findungskommission eingerichtet werden und eine Ausschreibung erfolgen, wie eine Sprecherin sagte.

Sen erklärte, er sei bereit bei der Suche nach einem Nachfolger oder dessen Einarbeitung zu helfen. Dabei wolle er natürlich auch einige Empfehlungen machen: "Ich werde einige gute Leute ansprechen und sie auffordern, sich als mein Nachfolger zu bewerben."

AP
 
 
KOMMENTARE (10 von 15)
 
jemmy (16.07.2008, 23:40 Uhr)
schön langsam !
ich bin immer nett !
wer fragt sollte die Antwort als eine Meihnung annehmen,du aber scheinst noch Türkischer zusein als der Atatürk selbst, obwohl du ja halb Tatare bist und noch etwas halbes halt nix ganzes ist aber nicht schlimm!
Was ich nicht mache ist dir auf Dumme fragen eine antwort zugeben !
wenn du nicht denn zusammenhang verstehst!
was die EU oder die 'unterdrueckten', 'verfolgten' und 'ermordeten' Kurden, Aramaer und 'wer weis noch wenn' mit diesem Artikel zu tun haben.
Die Türken halten den Deutschen vor (dazu zähle ich Herr Sen auch) sie würden Die Türken heute behandeln wie Die Juden damals und schreien in der öffentlichkeit ihr seit doch immernoch verkappte Nazi-sch......
aber unten in der Türkei wird immernoch so verfahren wie gehabt! hier nun vorfälle auf zuzählen ist müssig und bringt nix. Du und noch paar werden nun wieder Propaganda schreien!
wenn der Herr Sen eine unglückliche wortwahl gebraucht hat !! (stammt auch von dir)
wie dumm muss der denn sein und sowas wird von dir noch empor gehoben und entschuldigt !
ich lebe seit meinem 4 lebensjahr nicht mehr in der Türkei sondern in Deutschland Frankreich und Kroatien muss aber zugeben das ich Deutschland als meine Heimat sehe!
brauche kein Kurdistan denn es kann nicht bestehen da zuviele radikale Gruppen an die macht wollen somit würde nur der Kampf intern weiter gehen !
ihr seit doch nicht besser Parole "mit Terroristen wird nicht verhandelt " haben schon viele gesagt was habt ihr denn als Recept um wieder auf dein Arzt vergleich zukommen?
Es gibt leute die können mit beiden Augen gleichzeit duchs Schlüsselloch gucken hoffe du gehörst nicht dazu !
@nese
ich nehme dir nichts übel, Du bist sicher nicht Heimatlos oder jemand will dir was antun, die es aber jeden tag auf der Erde irgendwo an eigenem Körper erleben müssen,was es heisst unterdrückt,misshandelt,beleidigt, sogar die familie verschleppt getötet werden diesen leuten zusagen alles Propaganda ! ist auch Terror oder wie heisst das bei dir?
nese (16.07.2008, 11:18 Uhr)
@jemmy (2. Versuch)
Diesmal kurz und buendig: mit Terroristen verhandelt man nicht!
nese (16.07.2008, 11:09 Uhr)
@
Eine Terror-Organisation, die Menschen toeten, ist sehr wohl mit gefaehrlichen Mikroben vergleichbar. Fuer Sie ist der Terror, den die PKK verbreitet, anscheinend nicht schlimm genug. Wieviele Menschen muessen denn noch sterben?
nese (16.07.2008, 10:42 Uhr)
Und vielleicht
bist du ja so nett und beantwortest meine Fragen, die ich dir gestern gestellt habe?
jemmy (16.07.2008, 09:24 Uhr)
@nese
du willst sicher keine antwort! da du die weissheit mit einem Eimer eingefösst bekommen hast!
"wir werden diese Krankheit schon bekaempfen"
das ist er fehler krankeheiten sollten geheillt werden bei einem Kampf muss einer verlieren darum ist es schon der Grundsatz falsch in deiner überlegung!
höre mehr auf deine Eltern!
du schribst irgendwo das sie bedenken haben wenn du dich zu manchen themen deine meinung schreibst! "Da du ja keine Angst hast"
Die brauchst du auch nicht, aber deine Eltern wollten sicher dir nicht so direkt sagen behalte deine kommentare für dich ;-)
nese (15.07.2008, 23:55 Uhr)
Genau Alex,
als 'neutraler' Tuerkei-Kritiker bedient Jemmy dieses Kommentar-Button, um seine sehr 'wichtige' Aufgabe zu verwirklichen. Der Jemmy sollte uns jetzt noch erklaeren, was die EU oder die 'unterdrueckten', 'verfolgten' und 'ermordeten' Kurden, Aramaer und 'wer weis noch wenn' mit diesem Artikel zu tun haben. Ich finde es auch sehr 'kommisch', weshalb Leute wie 'Prof.' Jemmy jede Gelegenheit nutzen, um gegen die Tuerkei zu hetzen. Lieber Jemmy, frag doch die Polizei, was die ueber die PKK und deren Anhaenger so denken. Ach ja, die lieben Kinder. Niemand hat was gegen Kinder, aber auffallend ist, dass nicht einmal die Tuerken so viele Kinder haben wie die Kurden. Ist dir das auch schon aufgefallen? Wenn nicht, dann guck mal genau hin. Ein Arzt bist du also auch noch. Wie heisst denn diese Krankheit, unter der die Tuerkei leidet? Heisst die etwa 'PKK'? Ja, das koennte stimmen, aber auch dagegen ist ein Kraut gewachsen. Also mach dir keine unnoetigen Sorgen, wir werden diese Krankheit schon bekaempfen ;-)
vegefranz (15.07.2008, 15:43 Uhr)
widerlich, wie der CDU-Politiker diesem...
Hetzer in den Ar.. kriechen muss. Ansonsten (zzgl dicke Abfindung) hätte es wohl keine Möglichkeit gegeben, den Mann loszuwerden. In den USA hätte der Türke sich so ein dreistes Auftreten nicht erlaubt. Mit den Deutschen, die über keinen Selbstrespekt verfügen, kann er das aber machen
Alex64 (15.07.2008, 15:23 Uhr)
"ist schon kommisch(wunderlich)..."
Hier wird ja gar keine Propaganda zugunsten der Menschenfreunde von der PKK betrieben?
SO ein Artikel würde sich doch geradezu anbieten die Türkei als "böse" anzuprangern.
Aber vielleicht, jemmy, wird genau aus diesem Grund die Kommentarfunktion weiter angeboten?
Alex64 (15.07.2008, 14:18 Uhr)
@shine
"Als vor einpaar Wochen der türk. Ministerpräsident Erdogan eine deutsch-türkische Universität in Deutschland vorgeschlagen hat,..."
Gar nicht "komisch, komisch".
Vorgeschlagen seitens Erdogan waren türkischsprachige SCHULEN in Deutschland.
Unterschied erkannt?
jemmy (15.07.2008, 13:59 Uhr)
immer wieder!
wann hören die Deutschen auf sich für die Juden sich immer wieder zu entschuldigen und andere zu bestraffen?
die Türken haben doch das selbe mit Kurden,Aramäer und wer weis noch wenn unterdrückt und verfolgt und gemordet!
also nicht unnötig aufregen !
ist schon kommisch(wunderlich)hier kann mann sich äusern aber in der Kurdensache wird alles gelöscht demokratie aller Schäuble oder wie
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