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10. November 2009, 15:09 Uhr
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Schnauze, Wessi!

Niemand hat die Absicht, eine Mauer einzureißen: 20 Jahre nach dem Mauerfall kann von deutscher Einheit keine Rede sein. stern-Reporter Holger Witzel, geboren in Leipzig, schreibt ab jetzt wöchentlich in seiner Kolumne über deutsch-deutsche Vorurteile und die Stimmung in Ostdeutschland.

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Die Grenze in den Köpfen: Auch 20 Jahre nach dem Fall der Mauer mit ihrem Stacheldraht und den Selbstschussanlagen beherrschen noch viele Vorurteile den Alltag in Deutschland© Timm Schamberger/DDP

Was für eine Orgie 71 Jahre nach der Reichspogromnacht: Statt SA-Trupps knattern seit Wochen nur noch Trabis über den Bildschirm, auf allen Kanälen fließen Tränen der Freude statt der ewigen Scham. Wenigstens im Kurzzeit-Gedächtnis dürfen wir doch noch mal ein mutiges Volk gewesen sein - das Volk sogar zum Teil. Und beinahe wäre das Beste im Freudentaumel der letzten 20 Jahre ganz untergegangen: Die Mauer, man hätte es wissen müssen, wurde eigentlich von Westen eingedrückt.

Keine Ahnung, wo ich das gelesen habe, aber irgend so ein Besserwisser behauptete allen Ernstes, Hans-Joachim Friedrichs von den "Tagesthemen" sei es gewesen. Die Nachrichten über die offene Mauer hätten sie gewissermaßen erst geöffnet. Vermutlich nennt man Spitzenmeldungen sogar erst seitdem Aufmacher und wir wissen nun endlich auch, dass nicht das Ei vor der Henne da war, sondern zuerst das Gegacker - von den Leipzigern und all den anderen Broilern, die sich für den Freilauf im Hühnerstall verprügeln oder einsperren lassen mussten, ganz zu schweigen. Am Ende war es das Westfernsehen, der mutige Onkel Hajo in Hamburg. Das ist zwar weder logisch noch richtig, aber typisch.

Das halten sie bis heute nicht aus, dass sie damals nur staunen und zuschauen konnten. Dass es sie kalt erwischt hat, wo sie doch sonst immer alles wissen. Dass ein dusseliger Funktionär in zehn Minuten erledigte, was sie mit ihren Milliardenkrediten mühsam hinausgezögert hatten. Und auch daran werden sie nicht gern erinnert: Wie das kleine schmuddelige Land und sein böser Diktator bis zum Schluss hofiert wurden, wie Erich Honecker beim Ehrenempfang in Bonn den größten Triumph seiner verkorksten Antifaschisten-Karriere sogar noch zwei Jahre vor dem Kanzler der Einheit auskosten durfte, aber immerhin Schulter an Schulter mit ihm. Diese peinlichen Bilder werden zugunsten von Dauersendungen mit "Dass-ich-das-noch-erleben-darf"-Heulkrämpfen gern unterschlagen. Dabei hat Honecker im Herbst 1987 bestimmt genau das gleiche gedacht und dafür sogar ein paar Wochen lang keine Menschen an der Mauer erschießen lassen.

*

Der rote Teppich in Bonn ist im Rückblick nicht nur ein schönes Symbol für die Verlogenheit der innerdeutschen Beziehungen, sondern auch dafür, was nach den vielen Judasküssen zwei Jahre später kam: Wie der eine strahlte, dass er endlich mal offiziell in den Westen durfte, und der andere reserviert die Zähne zusammenbiss. Wie der kleine, dürre Mann mit dem altmodischen Hut permanent Gefahr lief, von dem großen dicken Stiefbruder von der Teppichkante geschubst zu werden. Wie sich das alle eigentlich ganz anders vorgestellt hatten. Und wie es doch genau so kam.

Kaum drehte der Wind (und jetzt bitte nicht wieder dieses schreckliche Lied pfeifen), steckten sie den ehemaligen Staatsgast ins Gefängnis und sich selbst den Rest des Landes in die Tasche. Damit es nicht so auffiel, dass aus Volkseigentum genau so schnell ihr Privateigentum wurde wie aus militärischen Ehren Schimpf und Schande, ließ man wenigstens Honecker noch rechtzeitig ins Ausland entkommen. Wie hätte das auch ausgesehen, wenn der Rechthaber-Rechtsstaat neben ihm womöglich auch eigene Politiker wegen Hehlerei oder Beihilfe zum Menschhandel hätte anklagen müssen. Die gute Laune war jedenfalls schnell im Eimer.

Zugegeben: Ein paar West-Berliner haben sich bestimmt auch ehrlichen Herzens gefreut (bevor der Verlust der Berlin-Zulage und der Regierungsumzug drohte). Auch viele Westdeutsche haben vorher immer mal ein Päckchen geschickt (und von der Steuer abgesetzt). Die meisten Menschen aber zwischen Nord- und Tegernsee ging 1989 nichts an: Ob in China ein Sack Reis umfällt oder auf halbem Weg dahin eine Mauer - na und? Was sollte sich groß ändern? Wenn sie ehrlich sind, was leider nicht ihre Stärke ist, geben sie das sogar zu. Auch, dass es ein Irrtum war, wenn nicht der größte neben der Hoffnung auf beiden Seiten, dass sich dieses Thema in fünf, zehn oder spätestens 20 Jahren erledigt hätte.

*

Von der so genannten inneren Einheit kann bis heute keine Rede sein. Dafür sind wir zu verschieden. Zum Glück. Immer noch. Vielleicht haben uns die 20 Jahre nach dem Kalten Krieg sogar mehr entfremdet als die Zeit davor. Dieser Graben lässt sich nicht leichtfertig zuschütten, wie das seit Jahren vergeblich und in diesen Tagen wieder in allen Festreden beschworen wird. Möglicherweise liegt da unten ja sogar ein Schatz? Wir sind wir, und Ihr seid Ihr. Das wenigstens lassen wir uns nach der Deutungshoheit über unsere Biografien nicht auch noch nehmen. Oder um es ungefähr mit Walther Ulbrichts Worten zu sagen, dem wir das neben Hitler und einigen anderen Vorfahren alles zu verdanken haben: Niemand hat die Absicht eine Mauer einzureißen. Nicht auch noch die in den Köpfen. Wir können uns nun mal nicht leiden. Warum sollten wir auch? Im Interesse der kulturellen und menschlichen Vielfalt kann das ruhig so bleiben. Diese Kolumne möchte dazu ihren Beitrag leisten und die betroffenen Landsleute herzlich einladen, einfach mal das zu tun, was ihnen von Natur aus so schwer fällt, nämlich die Schnauze zu halten.

Diese Überschrift mag ein wenig derb klingen, vor allem das Wort Wessi verniedlicht den Konflikt all zu oft. Aber so viel wissen wir inzwischen auch: Es muss immer knallen, sich verkaufen. Sie brauchen das so.

Holger Witzel, 41 Der gebürtige Leipziger arbeitet als Reporter im Berliner Büro des stern und lebt seit 2001 wieder in seiner Heimatstadt. Mit dem Thema Vergangenheitsbewältigung beschäftigt er sich auch literarisch: Zuletzt erschien von ihm "Die Nachhut" im Plöttner Verlag Leipzig unter seinem Pseudonym Hans Waal.

KOMMENTARE (10 von 95)
 
n8g8 (12.11.2009, 21:37 Uhr)
@stern007
Im Westen Ihrer "40" Jahre hätten Ihre Argumente bzgl. "Ich will damit nur sagen, es geht immer weiter, es gibt genügend Jobs, man muss nur die Augen aufhalten und wenn es mal eng werden sollte, haben wir einen Staat, der einen sozial auffängt." bei der Wählerschaft so gut wie NULL CHANCE gehabt. Spätestens seit der SPD-Grünen-Regierung 2005 (eher vorher, wurde ja schon von den ver-kohl-ten Schwarz-Gelb-Koffern "erfolgreich" vorbereitet) sollte das Argument SOZIALSTAAT/RECHTSSTAAT) nicht mehr ziehen! Denn Hartz IV wurde in einer Zeit eingeführt, in der es eben NICHT genug existenzsichernde Arbeitsplätze gegeben hat. Und GENUG Arbeitsplätze gibt es heute nur für Sklaven, eine sozialversicherungspflichtige und existenzsichernde Beschäftigung ist seit der Wiedervereinigung, der Einführung des Teuros und seit den Zeiten des angeblichen Aufschwungs bis 2008 und erst RECHT seit der Wirtschaftskrise wie ein Sechser im Lotto - und zwar unabhängig von der persönlichen fachlichen Qualifikation!!!
Sie brauchen mir auch nicht mit den Finanzen und dem persönlichen Glück kommen, dass die Kinder ja so glücklich wohlgenährt (Kindergeld wird auf Hartz IV VOLL angerechnet, für die gesamte Bedarfsgemeinschaft/Sippenhaftung!!!) und chancengleich aufwachsen, bei DER Bildungsmisere - jedenfalls, sofern sie die OSZE-Studie weiter latent ignorieren und auch z.B. die aktuellen Uni-Streiks!!!
Dieser systematische Spiegel steht dieser Entwicklung gegenüber: Milliarden-Rettungspakete für Bankster, Abfindungen in Millionenhöhe für Bankrotteure und fristlose Kündigungen wegen der versklavten Maultaschen!!!
Sie können Ihr persönliches Glück und die mehrheitliche Unzufriedenheit zweifellos noch restlos auf die Spitze treiben, indem Sie auch die Kranken, Behinderten und Rentner abzocken.
Früher oder später werden Sie mit der systematischen Ausbeutung das Fass zum Überlaufen zu dem alternativen System Demokratischer Sozialismus bringen. Und bereits heute brauchen Sie nicht mehr heuchlerisch nach Staaten fragen, eo ein sozialeres Gesellschaftssystem "tatsächlich funktioniert".
Sie müssen doch nur zu den kapitalismusgesteuerten EU-Nachbarn wie Frankreich, Norwegen etc. rüberschielen mit ihrem Hang zum "Sozialismus"!!!
Und dann rate ich Ihnen noch - zur Vervollständigung Ihres Meinungsbildes - einen oder mehrere Blicke in die kapitalistengesteuerten (angeblichen) Kommunismus-Staaten wie China und Russland zu werfen. -
Sollten die Menschen in diesem Lande Protest wählen und für ihre (!!!) Interessen und nicht für fremdgesteuerte Lobbyisten und Strippenzieher der Berliner Marionetten auf die Straße gehen, fragen diese Menschen nicht nach systematischen Alternativen. Sie werden eine ECHTE UND SOZIAL AUSGEWOGENE DEMOKRATIE nicht nur (er-)finden. Sie werden sie einfach machen!!! :-)
Stern007 (11.11.2009, 14:38 Uhr)
So sind sie
Wenn sie einsehen müssten, dass ihre Ideen und Ansichten irrwitzig sind und unrealistisch fehlen am Ende die Argumente.
Oder lieber n8g8, wo sind die tollen sozialisischen Staaten von denen Sie träumen...
Ach, da bekomme ich doch eine Idee. Wandern Sie doch nach China aus. Da haben Sie noch einen kommunistischen Staat. Da können Sie sich in der geborgenheit der Gesellschaft dem Malen widmen und sich im sozialen Netz niederlassen.
Und, wir hätten dann ein Problem weniger :) Zumal es wahrscheinlich Ihnen nicht mal gegönnt wäre die Stern Seiten anzuschauen... Ach ist das Leben schön
rynaldo (11.11.2009, 12:29 Uhr)
Unerträglich
Ich kann dieses OSSI-WESSI Geschwätz langsam nicht mehr höre. Den Deutschlandfunk hebe ich seit Wochen nicht mehr eingeschaltet. Ständig wird rumgejammert von "Friedlicher Revolution" usw. Wenn ich jetzt alle Revue-passieren lasse, kommt es mir so vor, als wäre die Maueröffnung einfach einer Reihe von glücklichen Zufällen zu verdanken und diese total verdummkreisten DDR Politiker waren einfach international vollkommen isoliert. Ich kann auch diese ewigen Diskussions-Sendungen mit den sog. "DDR-Intellektuellen" nicht mehr hören. Alle waren Widerstandskämpfer, dabei war offensichtlich jeder Siebte in der DDR mit Spitzel-Aufgaben unterwegs. Noch was: Wirtschaftliche Erfolge, in den neuen Bundesländer werden z. Z. der Innovationskraft der "OSSIS" zugeschrieben, während hinter Misserfolgen immer der Böse "Wessi" stecken soll. Wir sollten nicht vergessen: Papa Kohl hatte damals den Geldbeutel für die total heruntergewirtschaftete "DDR" ganz weit aufgemacht, mit all den Problemen für die Steuerzahler, für die Rentenkassen und für die wirtschaftliche Entwicklung in unserem Land. Ich weiß, mein Beitrag ist nicht politisch korrekt, aber ich musste mir mal Luft machen.
Robbespierre (11.11.2009, 12:17 Uhr)
@Raptor
Kleiner Tipp: werden Sie selbstständig. Dann können Sie sich die Zeit auch frei einteilen und müssen nicht auf die anderen schimpfen...

@Stern007:
Werden Sie doch Arbeitsvermittler. Dann besteht Hoffnung, denn Millionen Arbeitslose finden die Millionen offenen Stellen nicht ohne Sie und träumen stattdessen von einem fortschrittlichen System....
Stern007 (11.11.2009, 11:03 Uhr)
Lieber n8g8
zur Frage was ist Glück? Das ist sehr individuell. Für mich ist es in erster Linie zu sehen, dass meine Kinder gesund und glücklich heranwachsen! Das ist mein Lebensglück! Mag für Sie zu einfach sein, aber grade die einfachen Dinge können einen glücklich machen. Ich glaube es ist alles eine Einstellungssache! Ein kleines Beispiel: Bei für uns tätiges Unternehmen arbeitet defizitär udn muss leider Personal entlassen. Auch den Mitarbeiter der für mich zuständig war. Leider ein wirklich guter Mann ich hätte ihn als Ansprechpartner gern behalten. Leider konnte ich trotz den Angebot das Honorar zu erhöhen die Firma nicht überzeugen genau diesen Mann zu behalten. Ich habe ihm aber gesagt, dass er sich aus meiner Sicht keine Gedanken machen muss, er ist gut und wird bestimmt schnell was neues finden. Er war aber schon von Hause aus so negativ, hat 2 oder 3 Bewerbungen geschrieben und Absagen erhalten , dass er sofort den Kopf in den Sand stecken wollte und anfing zu klagen, dass es grade dort (Sachsen) keine Jobs gibt und wie schlimm alles ist. Vor ein paar Tagen habe ich ihm nun auf einen Job aufmerksam gemacht, der genau auf sein Profil passt (im Netz gefunden) ich kannte sogar die andere Firma und konnte ihm eine Referenz mitgeben. Heute hat er eine perspektive!
Ich will damit nur sagen, es geht immer weiter, es gibt genügend Jobs, man muss nur die Augen aufhalten und wenn es mal eng werden sollte, haben wir einen Staat, der einen sozial auffängt. Und das ist beruhigend. Aber die individuelle Verantwortung muss ich schon sleber für mich nehmen. Ich will doch ein mündiger Bürger sein!
Die alternative ist ein Staat wie die DDR es war, die keine mündigen und freien Bürger brauchen kann, da sie nicht in freiheit (und damit ist nicht Reisen gemeint) leben sollen.
Zeigen Sie mir doch bitten einen sozialistischen oder kommunistischen Staat der funktioniert. Einen in dem die Menschen in freiheit und zufrieden leben. Dann mache ich bei Ihrer Revolution mit!
Dann können wir auch gern zusammen Bilder malen und uns der Muse frönen, ohne produktiv sein zu müssen den der Staat wird dann für uns sorgen, aber auch für uns denken.... blöd ist dann nur, dass wir nicht das auf den Bildern malen können was wir wollen, sondern dass was unsere politische Führung will.

Es gibt für die Menschenrechte nichts besseres als die freiheitliche Demokratie, und die darf nicht starr sein, sondern sich sich dem Wandel stellen. So wie es im westen 40 Jahre lang auch gemacht wurde...
raptor-xl (11.11.2009, 10:28 Uhr)
alle achtung
da sitzt man morgens im büro und schaut beim kaffe sich das hier an und fragt sich:

wer von den usern arbeitet hier eigentlich und/oder wer hat ne familie???
meine güte, was für ergüsse und vor allem zu welchen zeiten. da wird einem einiges klar und versteht auch den hass und den frust, den einige hier schreiben... blöde halt nur, wenn die permanent die schuld bei anderen suchen.
n8g8 (11.11.2009, 01:53 Uhr)
@tatanuna
Was haben Sie zuletzt gewählt?
tatanuna (11.11.2009, 01:41 Uhr)
Deutschland, einig Jammerland
Ich habe vo 1990-1991 in der ehemaligen DDR Aufbauarbeit geleistet für ein westdeutsches Familienunternehmen geleistet. In einer Stadt Nähe Leipzig wurde ein Unternehmen (Produktionsbetrieb) auf der grünen Wiese errichtet. Mit 50% Fördermittel (ca. 7,5 Mio. DM) vom Staat. 25 Arbeitsplätze wurden geschaffen mit geringerem Gehalt, weniger Urlaubstage. 4 Jahre später wurde der rheinische Mutterbetrieb geschlossen und veräußert. Nahezu 50 Arbeitsplätze gingen verloren. Ich habe einige nette Ossies kennengelernt, die meisten waren aber vom Stamme Nimm. Ich habe nichts gegen ostdeutsche Mitbürger, aber weiter Zucker in den A..... streuen sollte aufhören. Der Soli hört abgeschafft und muß in einen Soli West umgewandelt werden.Seht euch einmal die Straßen im Osten an, im Vergleich zum Ruhrgebiet. Wenn ich das Gelaber um den Einnheitskanzler Kohl höre, bekomme ich Dünschiß vom Birnenkompott. Die Grundlage zur Eiheit hat brandt gelegt, durch die Ostverträge(Anerkennung der Oder Neisse-Linie. Die CDU hat damals vor dem Bundesverfassungsgericht geklagt. Viele CDU-Schwarzwähler vergessen die historische Wahrheit. Aber mit einer Ex-FDJ-Sekretärin als Kanzlerin haben wir eine würdige Nachfolgerin von Birne. Nichts tun und aussitzen, ihr armen Deutschen. Gott laß endlich Hirn regnen oder bring uns auf di8e Straße, damit die Politiker lernen, wir sind das Volk.
n8g8 (11.11.2009, 01:20 Uhr)
@Robbespierre
"Es gibt kein richtiges Leben im Falschen. Im Osten spürt man das deutlich. Und von hier aus wird es auch eine neue Revolution geben. Ich freu mich schon darauf...."
Uihhh, wie konnten Sie nur die Zensoren umschiffen??? *bewunder*
Ich hab leider die Wessi-Soziale-Marktwirtschaft und Erhard betont und bin glatt zensiert worden, in diesem idealistischen Staat an Meinungsfreiheit schlechthin!
Auch stark: "Es gibt kein richtiges Leben im Falschen. Im Osten spürt man das deutlich. Und von hier aus wird es auch eine neue Revolution geben. Ich freu mich schon darauf...."
Das wäre seeehr schöööön und auch seeehr gut, solange sie FRIEDLICH bleibt!!! Bloß schon wegen der elendigen Zensur! :-)
PS: Nur, warum sollten die Ossis ausgerechnet ein zweites Mal für den Westen die Kohlen aus dem Feuer hohlen? *ganzehrlichgemeint*
n8g8 (11.11.2009, 00:35 Uhr)
@STR_EDDS
Danke für Ihre Schilderung. Sie finden keinen (West-)ITler, der für nen gut bezahlten Arbeitsplatz in den Osten auswandern will?!?
Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, die Frage ist durchaus ernst gemeint.
Und ich bin darüber auch sehr erstaunt, denn ich habe den Osten (als Wessi) nach der Wiedervereinugung von den Lebensbedingungen her nicht als so unerstrebenswert empfunden, als dass ich nen Arbeitsplatz bei nem Chef mit nem Motto "Aber ein zufriedener Mitarbeiter gönnt auch mir meinen Frieden." ablehnen würde.
Seltsam, irgendwie kapier ich dett nüscht ...
PS: Schade, dass ich ne andere Sparten-Schwarte als Ihre bediene! :-)
Schnauze, Wessi!

stern-Reporter Holger Witzel aus Leipzig berichtet 20 Jahre nach dem Mauerfall über ewige Missverständnisse, den Kalten Krieg im Alltag und die Stimmung im Osten Deutschlands.

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