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3. Februar 2010, 05:49 Uhr

Schwarz-Gelb sackt ab - auch in NRW

Rund 100 Tage nach Übernahme der Regierung steht die schwarz-gelbe Koalition denkbar schlecht da. Auch im stern-RTL-Wahltrend fällt das Bündnis zurück. Das gilt ebenso in Nordrhein-Westfalen, wo im Mai ein neuer Landtag gewählt wird.

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Miese Laune auf der Regierungsbank: Bundeskanzlerin Merkel und Außenminister Westerwelle.© Michael Gottschalk/DDP

Die Koalition aus Union und FDP findet in der Bevölkerung derzeit wenig Zustimmung. Im stern-RTL-Wahltrend erreicht die Union wie in der Vorwoche 36 Prozent, die FDP bleibt mit 9 Prozent weiter einstellig. Die SPD konnte sich dagegen um einen Punkt auf 22 Prozent verbessern. Die Linke hält sich auch nach der Rücktrittsankündigung ihres Parteichefs Oskar Lafontaine stabil bei 11 Prozent. Die Grünen kommen zum zweiten Mal in Folge auf einen Rekordwert von 16 Prozent. Für "sonstige Parteien" würden sich 6 Prozent der Wähler entscheiden (-1).

Mit zusammen 45 Prozent liegen Union und FDP nun bereits 4 Punkte hinter SPD, Grünen und Linken (gemeinsam 49 Prozent).

NRW: Mehrheit für Schwarz-Grün

Auch in Nordrhein-Westfalen steht die regierende Koalition von CDU und FDP rund drei Monate vor der Landtagswahl ohne Mehrheit da. In einer Umfrage für den stern liegen die Christdemokraten derzeit bei 41 Prozent, knapp 4 Prozentpunkte unter ihrem Ergebnis der letzten Wahl im Mai 2005. Die FDP kann wie 2005 mit rund 6 Prozent der Stimmen rechnen. Auf die SPD würden 32 Prozent entfallen, ein Minus von gut 5 Punkten. Die Grünen würden sich um knapp 5 Punkte auf 11 Prozent steigern. Die Linke liegt in der stern-Umfrage bei 5 Prozent. Für "sonstige Parteien" würden sich 5 Prozent der Nordrhein-Westfalen entscheiden.

Ein denkbares schwarz-grünes Bündnis hätte also eine Mehrheit von 52 Prozent der Stimmen. CDU und FDP kämen dagegen gemeinsam nur auf 47 Prozent, ein Punkt weniger als SPD, Grüne und Linke (zusammen 48 Prozent). Bei der jüngsten NRW-Umfrage vor zwei Wochen war es noch umgekehrt.

FDP im Bundestief, SPD fehlt Personal

Forsa-Chef Manfred Güllner sagte dem stern, die CDU hätte bei der letzten Wahl im Mai 2005 stark von der damaligen Aversion gegen rot-grüne Bündnisse profitiert. Dieses Feindbild sei jetzt entfallen. Die Liberalen an Rhein und Ruhr seien in den Abwärtssog der Bundespartei geraten - zeitweise kamen sie in den Forsa-Landesumfragen auf bis zu 13 Prozent. Der SPD fehle weiter zugkräftiges Personal. So lag Spitzenkandidaten Hannelore Kraft in der Umfrage vor zwei Wochen um Längen hinter Ministerpräsident Jürgen Rüttgers von der CDU zurück. Dabei war gefragt worden, wen die Bürger direkt wählen würden.

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KOMMENTARE (10 von 31)
 
gokahe (05.02.2010, 10:40 Uhr)
Die Nummer 1,
der Meinungsforscher hat mit der Veröffentlichung der Infratest dimap Zahlen ein kleines Problem. Ein kleines Problem der Schlagzeilen wegen? 51 zu 45 für Schwarzgrün bei 8% FDP von Infratest dimap, das wirkt natürlich nachhaltig und schaft Aufmerksamkeit. Die Schlagzeilenauswahl im Kampf um die Nummer 1 wird geringer, es könnte die Glaubwürdigkeit wenn auch Bertelsmann gestützt leiden. Was werden wir am Mittwoch lesen. "Die Linke kann von der Auseinandersetzng nicht profitieren -2%" um die Relationen zu wahren, oder "Unaufhaltsammer Abstieg der FDP in Richtung 5% in dieser Woche -3% heißt 6%. Es geht beides. Die Linke wurde von den Netzwerken der Stiftung Bertelsmann schon immer bekämpft. Für die FDP zeigt der Daumen der ach so unabhängigen Medien Deutschlands, auch in der letzten Ecke, nach unten, da hilft wohl nichts mehr. Die Zukunft wird medial weiter in Richtung "Karl Theodor der neue Kanzler, Özdemir vielleicht sogar Roth als neue(r) Außenminiester(in), obwohl Merkel ist in der Behandlung starker(?) Männer immer für eine Überraschung gut.
mit freundlichen Grüßen gokahe

Blogger93 (04.02.2010, 21:26 Uhr)
Infratest dimap
Werte von Infratest dimap:

CDU/CSU: 36%
SPD: 26% (+1)
GRÜNE: 15% (+2)
FDP: 8% (-2)
DIE LINKE. 11%
andere: 4% (-1)
(scheinbar hält sich die Linke auch ohne Oskar... )

aber die Daten ähneln Forsa doch sehr.
stefanthiessen@web.de (03.02.2010, 20:44 Uhr)
Demokratie = Volksherrschaft laut Duden ;-)
Wir wählen aus unserem Wahlkreis einen Abgeordneten einer Partei. Wie genau sich dann die regierung zusammensetzt
können wir nur indirekt entscheiden.
Evtl. sinken die Umfragewerte weil im Moment Politik nach dem Motto "learning by doing" gemacht wird.
Wobei man sich als Wähler langsam fragt, welche Politiker überhaupt ausreichend qualifiziert sind die Interessen der Wähler bestmöglichst zu vertreten. Natürlich zum Wohl des Volkes.
Aquarius2 (03.02.2010, 19:43 Uhr)
Das heißt: Regierungsübernahme erfolgt nicht duch Inhalte, sondern durch entstehende Mehrheiten
Da kann man seine Kreuze auch mit verbundenen Augen machen.
gokahe (03.02.2010, 16:56 Uhr)
Die Nummer 1,
der Meinungsforscher nicht mehr auf Seite 1. Trotzdem zum Vergleich die etwas seriöseren Zahlen (ohne SPD-Phobie und übertriebene Schwarzgrünwerbung von Emnid von heute CDU/CSU -36(-36)%, SPD -25(22)%, GR -12(16)%, FDP -10(9)%,
Linke -11(11)%, -6(6), Klammerwerte Forsa. Auch hier 48 zu 46 für Schwarzgrün aber, ich bleib dabei, wesentlich seriöser und nicht so plumb wie die 52 zu 41 für Schwarzgrün von Forsa.
gruß gokahe
Johann58 (03.02.2010, 14:15 Uhr)
dann warten wir mal ab, wie sich Wahltrend und Realitaet
letztendlich entwickeln. Ich zweifle einfach an einer radikalen Wende wie sie noetig waere um die Berliner Laienschauspieltruppe wachzuruetteln. NRW hat die Chance die Mehrheitsverhaeltnisse im Bundesrat so zu veraendern, dass wenigsten ein Teil des von schwarz/gelb produzierten Schwachsinns gestoppt wird. Selbst wenn man davon ausgeht, dass die SPD kein ausreichendes Personal hat, dann muss man doch alles dran setzen den Berliner Wahlbetruegern die rote oder zumindest die gelbe Karte zu zeigen.
Kippi (03.02.2010, 14:10 Uhr)
Schwarz-gelb sackt ab....
....das ist doch kein Wunder, bei der Klientel-Politik die die Bundesregierung derzeit betreibt. Schade nur um Ministerpräsident Rüttgers, einer der wenigen Politiker, die noch über Charakter verfügen....
Blogger93 (03.02.2010, 13:58 Uhr)
Meinst du die Steuersenkungen kosten im Endeffekt den Bürger weniger als die Ökosteuer? Haha. Der Witz war gut.

Diese Ökosteuer war bitter notwendig. - jetzt überlegt sich jeder zweimal, ob er die Natur durch "Mit-dem-Auto-zum-Bäcker-fahren" weiter zerstört. Die Deutschen lernen langsam das Öl zu schätzen (v.a. durch die hohen Preise) und merken, dass es so nicht weitergehen kann. Auch durch die so verhasste Ökosteuer.

Aber gewisse Personen scheinen das noch nicht verstanden zu haben.
auwei (03.02.2010, 13:52 Uhr)
@ramteid
Zitat: "Diese Lüge wird immer noch beibehalten und fröhlich weiter kassiert. " Sogar vom politischen Gegner - warum nur? Ob es Ihnen gefällt oder nicht: In der Farbenlehre der künftigen Regierungskoalitionen in D wird grün für einige Zeit einen starken Stammplatz haben (Ausnahme: Osten, aber das dürfte für Sie kaum ein Trost sein...).
ramteid (03.02.2010, 13:43 Uhr)
Alles darf passieren, nur eins nicht.
Der schreckliche Gedanke an die z.Zt. 16 % der Grünen. Die haben unter Schröder schon einmal mächtig zugelangt mit einer Mogelpackung Ökosteuer, um nur eine zu nennen. Das war eine Lüge und ein Griff in die Taschen aller Bürger. Selbst die Bürger die nicht Auto fahren, haben es mit Transportkosten jeglicher Art aufgebürdet bekommen. Sie es durch teuere Transportkosten im Handel oder im Taxie etc. Diese Lüge wird immer noch beibehalten und fröhlich weiter kassiert.
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