. .
Geschichte & Historie
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
27. November 2003, 15:07 Uhr

"Wollt ihr den dritten Weltkrieg provozieren?"

Der große Marsch beginnt am 16. Juni um 7 Uhr früh an der Stalinallee mit etwa 400 Arbeitern. Stimmen von Demonstranten und Funktionären an den Tagen der Revolte.

"Spitzbart, Bauch und Brille sind nicht des Volkes Wille": Walter Ulbricht, von 1950 bis 1953 Generalsekretär der SED© dpa

"Ach Fritze, die rennen doch in ihr Verderben. Die haben doch keine Führung." (SED-Politbüromitglied Bruno Leuschner, dessen Büro die Schaltstelle der staatlichen Planwirtschaft war, zu seinem Assistenten Fritz Schenk am 16. Juni)

"Spitzbart, Bauch und Brille sind nicht des Volkes Wille." (Parole von Demonstranten am 17. Juni 1953. Gemeint waren SED-Chef Walter Ulbricht, Staatspräsident Wilhelm Pieck und Ministerpräsident Otto Grotewohl.)

"Bis zum Mittag des 17. Juni herrschte in Berlin Hoffnung, dass wir die DDR-Regierung stürzen, dass nun alles besser wird." (Der heute 76 Jahre alte Peter Bruhn, der den Aufstand als 26-Jähriger miterlebte.)

"Die Russen haben die Leipziger Straße mit ihren nebeneinander fahrenden Panzern regelrecht leergeräumt. Viele sprangen zur Seite." (Bruhn zur Vorgehensweise des sowjetischen Militärs.)

"Der 17. Juni hat die ganze Existenz verfremdet." (Notiz von Bertolt Brecht in seinem Arbeitsjournal.)

"Wir wehren uns gegen unwahre, lückenhafte und beschönigende Information." (Der von Erich Loest geführte Leipziger Schriftstellerverband in einer Resolution vom Juni 1953.)

"Berliner kommt und reiht euch ein, wir wollen keine Sklaven sein!" (Parole von Demonstranten am 17. Juni 1953 bei ihrem Zug zum Haus der Ministerien)

"Wollt ihr den dritten Weltkrieg provozieren?" (Der amerikanische Rundfunkdirektor von RIAS Berlin, Gordon Ewing, zum Chefredakteur Egon Bahr, als der Sender am 17. Juni von den Streikforderungen berichtete)