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Verkehrsgerichtstag in Gosslar: "Risikogruppe" Fahranfänger: Unfallforscher fordert 90-PS-Grenze und längere Probezeit

Junge Fahranfänger gelten als Hochrisikogruppe im Straßenverkehr. Zugleich fallen seit Jahren zunehmend mehr Fahrschüler durch die Führerscheinprüfung. Was kann helfen, das zu ändern? Ein Unfallforscher hat mehrere Vorschläge. 

Von Matthias Brunnert

Auto: Experte fordert PS-Grenze und längere Probezeit für Fahranfänger

Junge Autofahrer fallen seit Jahren überdurchschnittlich häufig durch riskantes Verhalten und hohe Unfallbeteiligung auf (Symbolbild) 

Getty Images

Der 18-Jährige hat seinen Führerschein erst wenige Wochen. Er beschleunigt sein PS-starkes Auto im Überholverbot – und erfasst eine Fahrradfahrerin, die links abbiegen will. Die 55-Jährige stirbt noch an der Unfallstelle. Tödliche Verkehrsunfälle wie dieser Mitte Januar in Dresden seien charakteristisch für Kollisionen, die von der Hochrisikogruppe junger männlicher Fahranfänger verursacht werden, sagt Siegfried Brockmann, der Leiter der Unfallforschung der Versicherer (UDV).

Weil junge Fahrer seit Jahren überdurchschnittlich häufig durch riskantes Verhalten und hohe Unfallbeteiligung auffallen, befasst sich der 58. Deutsche Verkehrsgerichtstag (VGT) in dieser Woche (29. bis 31. Januar) mit dem Thema. Da außerdem die Quote der durch die Prüfung gefallenen Fahrschüler hoch ist, beraten die Experten in Goslar auch über mögliche Änderungen der Ausbildung.

Mehr als jeder Dritte fällt durch Führerscheinprüfung

Die Quote der Bewerber für einen Autoführerschein, die die praktische Prüfung nicht bestehen, ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich auf zuletzt 35 Prozent im Jahr 2018 gestiegen. Nach Angaben des Kraftfahrtbundesamts lag die Durchfallquote in der Theorie sogar bei 39 Prozent.

Mustang-Fahrer blamiert sich - und rast in Zuschauer

Eine Ursache dafür sind nach Ansicht des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) die gestiegenen Anforderungen. Auswendiglernen für die theoretische Prüfung reiche oft nicht mehr, sagt DVR-Sprecherin Julia Fohmann. Und in der Praxis sei es durch die immer volleren Straßen und das komplexere Verkehrsgeschehen schwieriger geworden, sagt der Sprecher des Auto Clubs Europa (ACE) Sören Heinze.

"Die Ausbildung selbst ist auf einem guten Stand", meint der Unfallforscher Siegfried Brockmann. Er plädiere allerdings für "ergänzende Maßnahmen", wie etwa eine längere Probezeit. So sieht es auch eine im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums eingerichtete Projektgruppe bei der Bundesanstalt für Straßenwesen (BAST). Sie empfiehlt eine generelle Verlängerung der Probezeit von zwei auf drei Jahre. Diese Probezeit könne dann durch die freiwillige Teilnahme an qualifizierenden Maßnahmen wie Begleitetes Fahren wieder verkürzt werden können.

 "Eine Verlängerung der Probezeit trägt der Tatsache Rechnung, dass auch Pkw-Fahrer ab 21 bis 24 Jahren immer noch ein statistisch höheres Unfallrisiko aufweisen als erwachsene Pkw-Fahrer ab 25 Jahren", sagt Unfallforscher Brockmann. "Deshalb wäre auch eine Ausweitung der Null-Promille-Grenze auf diese Altersgruppe sinnvoll."

ADAC begrüßt die Vorschläge

Brockmann hat auch einen neuen Vorschlag, um das Unfallrisiko von Fahranfängern zu senken: "Da vor allem in der Altersgruppe der 18- bis 21-Jährigen das Anfänger- und das Jugendlichkeitsrisiko eine unheilige Allianz bilden", plädiere er für eine Leistungsbegrenzung der Kfz-Motoren für diese Gruppe auf 66 Kilowatt beziehungsweise 90 PS, sagt Brockmann. "Damit würde vor allem den jungen Männern der Kick genommen, stark zu beschleunigen oder sehr schnell zu fahren." Wie genau das in der Praxis umgesetzt werden könnte, dazu machte er zunächst keinen Vorschlag.

Der Verkehrssicherheitsrat hält zudem sogenannte Feedback-Fahrten unter Aufsicht eines Fahrlehrers für sinnvoll. Dabei könnten die Neulinge dann zeigen, wie sie fahren, sagt Sprecherin Fohmann. "Der Experte weist sie dann auf Probleme hin. Und es gibt eine Zielvereinbarung bis zur nächsten gemeinsamen Fahrt vier bis acht Wochen danach." Sowohl die Probezeitverlängerung als auch die Möglichkeit, diese durch die Teilnahme an Feedback-Fahrten zu verkürzen, "würde den Anreiz erhöhen, sich regelkonform zu verhalten".

Zustimmung gibt es dafür vom ADAC: Es müssten Möglichkeiten geschaffen werden, dem Anfänger die eigenen Fahrfähigkeiten objektiv widerzuspiegeln. Eine zweite Ausbildungsphase mit vorgeschriebenem Sicherheitstraining und Feedback-Fahrten befürwortet auch der Automobilclub von Deutschland (AvD). Dies schaffe zusätzliche Sicherheit bei Fahranfängern, sagt Sprecher Herbert Engelmohr. Modellversuche hätten ergeben, dass dadurch das Unfallrisiko sinke.

Begleitendes Fahren schon ab 16?

Die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) macht sich dafür stark, dass Anfänger auch nach bestandener Fahrprüfung zusätzliche Sicherheitstrainings absolvieren müssen. Denn schwierige Situationen ließen sich in der normalen Ausbildung kaum üben, meint DAV-Verkehrsanwalt Matthias Köck. Die Teilnahme an Sicherheitsfahrtrainings könne auch dazu führen, "dass eine gewisse Selbstüberschätzung abgebaut wird", meint Köck. Bei erfolgreicher Teilnahme könne dann die Probezeit verkürzt werden.

Der Verkehrssicherheitsrat bringt zudem erneut das begleitete Fahren ab 16 ins Gespräch. "Mit einem früheren Einstieg in die Begleitphase könnten die Jugendlichen mehr Fahrerfahrung sammeln", sagt Sprecherin Fohmann. Dieser Meinung sind auch die Autoclubs AvD und ADAC. Dies führe zu einer Verlängerung des Lernzeitraums und könnte das Anfängerrisiko reduzieren, hieß es beim ADAC. Dafür sollten auf EU-Ebene die Voraussetzungen geschaffen werden.

DPA

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Betruf beim Autokauf
ich habe letztem September ein gebrauchtes Auto gekauft und nach einem Monat habe ich wegen Servolenkung mein Auto bei ADAC abgescleppt lassen. (Damals hat die Servolenkung plötzlich ausgefallen und ich hätte mit Straßenbahn einen Unfall bekommen. Damals habe ich versuchte mit meinem Verkäufer zu kontaktieren. Leider hat er 3 Wochen Urlaub gemacht und habe ich mein Auto bei einer Werkstatt repariert hat und das kostet ungefähr 90 Euro und musste ich für ADAC mehr bezahlen. (Da meinte Meister, dass wegen Betteriepol meine Servolenkung ausgefallen hat.) aber nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und Bremeschalter auch kaputt gegangen ist und habe ich dafür 252 Euro bezahlt. Da war der Verkäufer imemrnoch im Urlaub. Nach seinem Urlaub habe ich mein Auto mitgebracht und er hat mir gesagt, dass wenn ich für Erstazteil(Servolenkung) bezahle, dann kann er mein Auto reparieren. (Das kostet ungefähr 50 Euro). Aber er konnte eine Teil von meinem Auto nicht finden und mit anderer Teil(verschidenen Artikelnummer) mein Auto repariert und er meinte, dass wenn ich wieder dieses Problem hätte, repariert er wieder mit richtiger Teil und wieder nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und habe ich mein Auto wieder mitgebracht. Aber er hat noch nicht die Servolenkung für mein Auto gefunden und er meinte, dass ich auch bei Ebay oder irgendwie die Teil suchen soll. Aber wenn ich wieder darüber telefoniert habe(weil ich leider nicht richtige Artikelnummer von meinem Auto kenne), hat er mir einfach gesagt, dass er einfach damals gar nicht repariert hat und d.h mein Auto wurde immernoch meine richtige ausfallende Teil eingebaut und er meinte, dass ich selber die Teil finden muss... Das ist echt scheiße. Deswegen habe ich die Servolenkung selber gekauft(200 Euro) und selber ausgetauch. Da ich nicht mehr dem Verkäufer vertrauen konnte. jzt alles wieder in Ordnung. Und letzte Woche habe ich Bremseleläge selber gewechselt da habe ich anderes Problem gefunden. Als ich hinten Bremsbeläge ausgebaut habe, habe ich ganz viel Problem gemerkt. Die Korben war festgeklebt im Zylinder deshalb Bremsbeläge einfach abgebrochen hat. Ich denke das ist sehr gefährlich.. Und Nach dem Rapatur von Hintenbremse kann ich nicht mehr schlechte Geräuch hören.. Dieses Geräuch hat auch als ich dieses Auto erstes Mal mitgenommen habe gehört, dachte ich, wegen ABS. Aber das war auch nicht.. Ich denke er hat total kaupttes Auto verkauft und gar nicht verantwortlich.. villeicht hat er mich ganz einfach unterschätzt weil ich ein Ausländer bin nicht so fließend Deutsch sprechen kann... In dem Fall was kann ich machen? Soll ich einfach anzeigen?