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Benziner gegen Diesel: Wer spart am meisten?

Diesel kostet längst so viel wie Benzin und Super - lohnt sich der Kauf eines Selbstzünders da überhaupt noch? Im Spritspar-Test tritt ein Klasse-Diesel gegen einen Spitzen-Benziner an: Mini Cooper D gegen den VW Golf 1.4 TSI.

Auch wenn der VW Golf der fünften Generation in den letzten Zügen liegt und im Herbst offiziell abgelöst wird: Nach wie vor ist der Wolfsburger Seriensieger das Maß der Dinge, wenn es um die Kompaktklasse geht. Der Golf kann beides - Diesel und Benzin - und ist in beiden Disziplinen gleichermaßen begehrt. Nachdem der müde Golf 1.6 TSI vom innovativen und deutlich besseren Direkteinspritzer mit Turboaufladung namens 1.4 TSI abgelöst wurde, sind im eigenen Hause auch die lange Jahre so unangefochtenen TDI-Modelle unter Druck geraten. Auch beim neuen Golf VI werden die sparsamen Turbo-Direkteinspritzer die technischen Aushängeschilder sein. Kleiner Hubraum und große Leistung heißt die Devise. So wird der 1,4 Liter große Vierzylinder in drei Leistungsstufen mit 122, 140 und 170 PS angeboten. Beim kleinen Basismodell verspricht VW einen Verbrauch von 6,3 Litern Super auf 100 Kilometern. Mit DSG soll sich der Durst sogar auf 5,9 Liter reduzieren.

Wie sparsam ein Benzin-Direkteinspritzer sein kann, muss ein Vergleich mit dem trendigen Sparmeister aller Klassen zeigen. Der Mini Cooper sieht nicht nur gut aus, sondern ist gerade als Dieselversion sparsam wie kein anderer. Der britische BMW-Ableger Mini stellt einen eindrucksvollen Durchschnittsdurst von 3,9 Litern Diesel auf 100 Kilometern in Aussicht - Hightech-Aggregat und Start-Stopp-System machen es möglich. Der kleine Vierzylinder mit 1,6 Litern Hubraum kommt aus dem Hause Peugeot und leistet 80 kW / 109 PS. Der Vierzylinder entwickelt mit Hilfe eines Turboladers 240 Newtonmeter Drehmoment. Das Geräusch des Selbstzünders ist stets präsent, wirkt in seiner moderaten Lautstärke aber nie störend. Von unten heraus geht es kraftvoll zur Sache und man gewöhnt sich schnell an die Tatsache, dass beim Ampelstopp der Motor ausgeht. Hier wird Dank Start-Stopp Kraftstoff gespart. Eingekuppelt und es geht fröhlich weiter. Wer will, kann die Funktion auch ausschalten. Die Fahrleistungen sind allemal ausreichend und nicht zuletzt Dank der bekannten Mini-Qualitäten wie Fahrwerk, Lenkung und präziser Sechsgang-Schaltung kommt jede Menge Fahrspaß auf. Wer will, schafft knapp 190 km/h.

Mehr Fahrspaß im Mini

In Sachen Fahrspaß hält sich der Golf trotz des Plus an Motorleistung spürbar zurück. Er ist besonders sparsam zu bewegen, wenn man ihn mit dem optionalen Doppelkupplungsgetriebe ordert. Das hat mittlerweile sieben Schaltstufen und lässt den 1,3 Tonner bereits bei Tempo 50 im sechsten Gang dahinrollen. An die niedrigen Drehzahlen muss man sich nur optisch und akustisch gewöhnen - den Rest macht das Getriebe. Doch der Magerbetrieb, den der einfach aufgeladene Turbo ermöglicht, hat eine Schattenseite: Beim Rangieren aus engen Parklücken oder einem forschen Ampelstart muss man durch ein kleines Turboloch. Schon ab 1.250 Umdrehungen stehen dann zwei Drittel des maximalen Drehmoments von 200 Newtonmetern zur Verfügung. Um den vollen Schub zu genießen, muss man nur bis 1.500 U/min Umdrehung warten. So etwas konnten früher nicht einmal die Diesel.

Der Bestseller Typ Golf beschleunigt in 9,4 Sekunden auf 100 Km/h, eine halbe Sekunde schneller als sein unwilliger Vorgänger, der 1.6 FSI. 200 km/h sind allemal drin, auch wenn es ab Tempo 170 recht träge wird. Dafür ist man sparsam unterwegs. Zwar wurde bei es bei umfangreichen Tests mit einer realen Mischung aus Stadtverkehr, Landstraße und Autobahn nichts mit den versprochenen 5,9 Litern Super auf 100 Kilometern. Doch auch die realen 7,2 Liter können sich sehen lassen. Auch der Mini blieb hinter seinen hohen Vorgaben zurück. Der offizielle Durchschnittsverbrauch des Mini Cooper Diesel liegt bei 3,9 Litern. Beim lässigen Landstraßencruisen lag der deutsche Brite bestenfalls bei 4,1 Litern Diesel auf 100 Kilometern. Real wurden es mit entsprechenden Strecken auf Autobahnen, in Citys und über Land exakt 5,2 Liter. Immer noch ein guter Wert und ein Beweis dafür, dass sich Dynamik und Kraftstoffersparnis nicht ausschließen müssen. Mit einer innovativen Doppelkupplung wären mindestens 0,2 bis 0,4 Liter Diesel weniger drin.

Sparsam können beide

Diesel oder Benziner ist längst keine Frage der Anschauung mehr. Das zeigt der Vergleich zwischen Mini Cooper Diesel und VW Golf 1.4 TSI deutlich. Sparsam können beide, doch die Sparpotenziale sind bei einem Selbstzünder nach wie vor etwas größer. Trotzdem dürfte ein innovativer Benziner, mit Turboaufladung und Direkteinspritzung, für viele die richtige Entscheidung sein. Hier spart man sich die teuren Dieselmehrkosten bei der Anschaffung und profitiert gleichermaßen von guten Fahrleistungen und einem sparsamen Verbrauch. Da wird die Luft auch für einen Hybridantrieb dünn. Gerade in der Klasse der Kompaktautos sind Mehrkosten und Mehrgewicht der Hybridmodelle wie Toyota Prius und Co. kaum wieder reinzuholen. Eine intelligente Abkopplung der Nebenaggregate und eine Start-Stopp-Automatik erledigen schon eine ganze Menge. Wenn im Zusammenspiel noch ein Direktschaltgetriebe Marke DSG, DKG oder Powershift mitspart, liegt das Drei-Liter-Auto zumindest in der umkämpften Kompaktklasse in erreichbarer Nähe.

Stefan Grundhoff / Stefan Zaumseil; press-inform / press-inform
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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