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Stern Logo "Car of the Year" - Das beste Auto des Jahres

Car of the Year 2017: Der Peugeot 3008 ist das Auto des Jahres

In Genf wurde heute der Preis "Car of the Year" vergeben - der wichtigste Autopreis Europas. Gewonnen hat ihn Peugeot - ausgerechnet an dem Tag, an dem der Mutterkonzern PSA die Übernahme von Opel bekannt gegeben hat.

Der Peugeot 3008 in voller Fahrt

Peugeot 3008: Das ist das Auto des Jahres 2017

Morgens um 9.15 Uhr konnte PSA-Chef Carlos Tavares in Paris die geglückte Übernahme des deutschen Konkurrenten Opel verkünden. Für 2,2 Milliarden Euro hatte der Mutterkonzern der Marken Peugeot, Citroen und DS die Europa-Tochter des General-Motors-Konzerns gekauft. Damit wird PSA zum zweitgrößten Autohersteller Europas, gleich nach Volkswagen. Um kurz nach 15 Uhr folgte dann die zweite gute Nachricht des Tages für die Franzosen: Der "Carb of the Year"-Award für den Peugeot 3008.

Als Jean-Philippe Imparato, der Chef der Marke Peugeot, im Saal der Messe Genf auf die Bühne sprang, war ihm die Aufregung körperlich anzumerken. Ihm blieb förmlich die Luft weg, als er rief: "Wir sind so stolz, wieder zurück zu sein! Es ist eine fantastische Ehre!" Peugeot war durch harte Jahre der Sanierung gegangen und hatte viel Personal abbauen müssen. Erst seit kurzem ist der Konzern über den Berg, kann in neue Modelle investieren  – und Opel übernehmen, um zu wachsen.

So entscheidet die Jury

Der "Car of the Year"-Award ist der renommierteste Autopreis Europas. Er wird vom stern zusammen mit sechs weiteren Zeitschriften aus Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien, den Niederlanden und Schweden seit 1964 vergeben. Die Preisverleihung findet jedes Jahr in Genf am Vorabend des Auto-Salon statt, der wichtigsten Automesse des Frühjahrs. Die 58 Jurymitglieder aus 22 Nationen sind völlig unabhängig in ihrer Entscheidung. Um jegliche Einflussnahme auszuschließen, werden alle Abstimmungsergebnisse im Detail veröffentlicht. So ist klar, wie jeder einzelne der Fachjournalisten aus der Jury abgestimmt hat.

Auch in diesem Jahr waren sieben Fahrzeuge für die Auszeichnung nominiert, die fast das gesamte Spektrum der Autowelt abdecken. Sie finden sie in der folgenden Fotostrecke:

Car of the Year 2017: Ungleiche Konkurrenten: Diese Modelle kämpfen um die Auto-Krone
Peugeot 3008

Peugeot 3008

Im Gegensatz zum Vorgänger kommt dieses Modell eindeutig als SUV daher. Innen hochwertig und mit digitalem Cockpit; außen durch die etwas flachere Karosserie dynamischer als mancher Konkurrent. Preis: ab 22.900 Euro

Diese Wagen landeten auf den Plätzen

Aus diesem Angebot mussten die Jurymitglieder ihren Favoriten wählen. Und das Ergebnis war denkbar knapp: Der Peugeot 3008 gewann mit 319 Stimmen vor dem Alfa Romeo mit 296 Stimmen. Familientauglichkeit siegte über Fahrspaß, mutiges Styling über italienische Linie, SUV-Form über klassische Limousine. Und: Mit dem Peugeot gewann zum ersten Mal überhaupt ein SUV den Preis. Starker Dritter wurde die Mercedes E Klasse, die trotz des hohen Listenpreises viele Punkte für ihr richtungsweisendes technisches Konzept machte. Es folgten Volvo (172 Punkte), Citroen (166), Toyota (165) und Nissan (135).

Strahlend stellte sich Imparato am Ende dem Blitzlichtgewitter hunderter Reporter und hielt den Preis in die Kameras. Vor der Bühne stand Thierry Peugeot und lächelte still. Das Mitglied der Gründerfamilie ist heute Aufsichtsratsvorsitzender des PSA-Konzerns. Er war direkt von der Pressekonferenz in Paris nach Genf gereist und interessierte sich neben dem Pokal besonders für die Frage, wie wohl die deutsche Öffentlichkeit den Kauf der Traditionsmarke aufnehme. Die Sorge in der Stunde des Triumphes ist verständlich: Künftig muss er für vier Marken Autos entwickeln lassen, die Preise gewinnen.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.