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BMW 325i Coupé - E36: Veilchenblaues Prachtstück

Das BMW E36 325i Coupé hat das Zeug zum Klassiker. Ein famoser Reihensechszylinder-Motor in Kombination mit einem flinken Automobil macht auch nach 26 Jahren noch unbändig Freude. Wir haben die Zeitreise unternommen.

Der Grundpreis für das BMW E36 325i Coupé betrug 1994 genau 54.000 D-Mark

Der Grundpreis für das BMW E36 325i Coupé betrug 1994 genau 54.000 D-Mark

Manche Auftritte sind an Eindeutigkeit nicht zu überbieten. Einer davon ist das BMW 325i Coupé der Baureihe E36. Der Lack erstrahlt in einem derart offensiven "veilchenblau-metallic", dass zartbesaitete Gemüter Tränen in den Augen haben dürften. Die Farbenfreude setzt sich im Innenraum fort. Denn der passt sich der Blechhülle an. Also erstrahlt das Nappaleder-Interieur in "flieder dunkel" und "lila". Herrlich pornös und so deutlich 90er, dass es schon wieder extrem lässig rüberkommt. Dieses Auto ist eindeutig nichts zurückhaltende Zeitgenossen. Vermutlich hätte der Designer der BMW-Modellreihe E36, Pinky Lai, seine wahre Freude an diesem speziellen Fahrzeug gehabt.

Veilchenblaues Prachtstück
Der Grundpreis für das BMW E36 325i Coupé betrug 1994 genau 54.000 D-Mark

Der Grundpreis für das BMW E36 325i Coupé betrug 1994 genau 54.000 D-Mark

Wer jetzt glaubt, dass dieses auffällige Fahrzeug von einem extrovertierten orientalischen Millionär für seine ebenso veranlagte Tochter gekauft wurde, irrt. Diesen 325i hat seinerzeit BMWs Mobile Tradition für die eigene Sammlung in Auftrag gegeben, um zu zeigen, was Mitte der 1990er Jahre alles möglich war. Daher verwundert es kaum, dass der BMW nur gut 11.000 Kilometer auf der Uhr hat. Einen solchen Klassiker mit so wenig Laufleistung zu bewegen, kommt nicht allzu oft vor. Der Grundpreis für das 325i Coupé betrug damals 54.000 D-Mark, insgesamt wurden 80.761 Stück gebaut. Für dieses spezielle Exemplar musste man sicher ein paar Tausender mehr hinlegen.

Einmal Platz genommen, ergießt sich die BMW-Herrlichkeit über den Fahrer. Heute würde man neudeutsch von der DNA sprechen. Das Cockpit ist zum Fahrer geneigt und das Auto ist voll mit technischen Extras: Klimaanlage, Bordcomputer und eine elektronische individuelle Serviceintervallanzeige. Dass das Auto Baujahr 1994 ist, merkt man nur an dem Kassettenradio. Hätten wir das gewusst, hätten wir noch eine der bespielten Maxell-Kassetten von zuhause mitgebracht.

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Unter der verlängerten und abgeflachten Motorhaube wartet ein echtes Prachtstück darauf, dass der Zündschlüssel endlich umgedreht wird. Der Reihensechszylinder mit dem internen Code M50B25 bildete damals das Rückgrat der bayerischen Antriebsherrlichkeit. In der 2.5 Liter Ausführung bedeutete das 141 kW / 192 PS - wie gemacht für das Coupé. Triebwerke, wie dieses haben den BMW-Ruf begründet, sportliche Automobile zu bauen. Lange bevor M-Varianten mit einem Allradantrieb bestückt wurden und die meisten BMW-Modelle einen Vierzylinder unter der Haube hatten.

Mit einem Schlüsseldreh erwacht die bayerische Sechser-Polonaise zum Leben. Los geht die Fahrt durch das Münchner Umland. In diesem Auto sind noch handwerkliche Fähigkeiten gefragt, die langsam aus der Mode kommen: Geschaltet wird mit einer schönen knackigen Fünfgang-Handschaltung, präzise, ein bisschen knorpelig, genauso, wie man es als sportlicher Fahrer mag. Dieses Getriebe ist noch typisch BMW, lange bevor…. ach, lassen wir das. Zu schön ist die Fahrt in diesem Vehikel. Die Fahrleistungen sind auch heute noch wettbewerbsfähig - erst bei 233 km/h hört der Vortrieb auf.

Der M50 Motor wird seinem Ruf gerecht und begeistert schon nach wenigen Metern mit seiner Laufruhe. Doch die sechs Töpfe gieren nach Touren. Unter 3.500 Umdrehungen pro Minute tut sich nicht viel. Doch dann geht die Hatz los. Sämig und geschmeidig schnellt die Nadel des Drehzahlmessers in Richtung des roten Bereichs, der etwa bei 6.500 U/min beginnt. Dann durchdringt das sonore inbrünstige Sägen des Saugers so voluminös den Innenraum, dass man ohnehin keine Musik braucht. Klassisches Hochdrehzahlkonzept. BMW eben.

Man darf sich von dieser Verbrennungssonate nicht aufs Glatteis führen lassen. Das BMW 325i E36 Coupé hat kein Auffangnetz wie den Schleuderverhinderer ESP an Bord. So gutmütig die Zentrallenker-Hinterachse, die aus dem BMW Z1 stammt, sich auch verhält, wenn man in den Kurven zu übermütig wird, kann das Heck schon mal ein unbequemes Eigenleben entwickeln. Aber wer sich an die goldene Regel "nicht zu schnell rein in die Kurve, dafür umso schneller wieder raus" hält, kommt mit dem E36 Coupé problemlos klar. Einfach herrlich, wie das 325i jubelnd durch jede Ecke tänzelt und dabei andere Autos richtig alt aussehen lässt. Zumal das Gewicht von 1.330 Kilogramm die Agilität nicht wirklich hemmt. Wenn es doch einmal eng wird, helfen die Scheibenbremsen, die vorne belüftet sind. Wenn man in diesem Auto unterwegs ist, vergisst man schnell, dass es schon 26 Jahre auf dem Buckel hat. Lediglich die Servolenkung könnte etwas direkter sein, aber auch daran gewöhnt man sich.

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Betruf beim Autokauf
ich habe letztem September ein gebrauchtes Auto gekauft und nach einem Monat habe ich wegen Servolenkung mein Auto bei ADAC abgescleppt lassen. (Damals hat die Servolenkung plötzlich ausgefallen und ich hätte mit Straßenbahn einen Unfall bekommen. Damals habe ich versuchte mit meinem Verkäufer zu kontaktieren. Leider hat er 3 Wochen Urlaub gemacht und habe ich mein Auto bei einer Werkstatt repariert hat und das kostet ungefähr 90 Euro und musste ich für ADAC mehr bezahlen. (Da meinte Meister, dass wegen Betteriepol meine Servolenkung ausgefallen hat.) aber nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und Bremeschalter auch kaputt gegangen ist und habe ich dafür 252 Euro bezahlt. Da war der Verkäufer imemrnoch im Urlaub. Nach seinem Urlaub habe ich mein Auto mitgebracht und er hat mir gesagt, dass wenn ich für Erstazteil(Servolenkung) bezahle, dann kann er mein Auto reparieren. (Das kostet ungefähr 50 Euro). Aber er konnte eine Teil von meinem Auto nicht finden und mit anderer Teil(verschidenen Artikelnummer) mein Auto repariert und er meinte, dass wenn ich wieder dieses Problem hätte, repariert er wieder mit richtiger Teil und wieder nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und habe ich mein Auto wieder mitgebracht. Aber er hat noch nicht die Servolenkung für mein Auto gefunden und er meinte, dass ich auch bei Ebay oder irgendwie die Teil suchen soll. Aber wenn ich wieder darüber telefoniert habe(weil ich leider nicht richtige Artikelnummer von meinem Auto kenne), hat er mir einfach gesagt, dass er einfach damals gar nicht repariert hat und d.h mein Auto wurde immernoch meine richtige ausfallende Teil eingebaut und er meinte, dass ich selber die Teil finden muss... Das ist echt scheiße. Deswegen habe ich die Servolenkung selber gekauft(200 Euro) und selber ausgetauch. Da ich nicht mehr dem Verkäufer vertrauen konnte. jzt alles wieder in Ordnung. Und letzte Woche habe ich Bremseleläge selber gewechselt da habe ich anderes Problem gefunden. Als ich hinten Bremsbeläge ausgebaut habe, habe ich ganz viel Problem gemerkt. Die Korben war festgeklebt im Zylinder deshalb Bremsbeläge einfach abgebrochen hat. Ich denke das ist sehr gefährlich.. Und Nach dem Rapatur von Hintenbremse kann ich nicht mehr schlechte Geräuch hören.. Dieses Geräuch hat auch als ich dieses Auto erstes Mal mitgenommen habe gehört, dachte ich, wegen ABS. Aber das war auch nicht.. Ich denke er hat total kaupttes Auto verkauft und gar nicht verantwortlich.. villeicht hat er mich ganz einfach unterschätzt weil ich ein Ausländer bin nicht so fließend Deutsch sprechen kann... In dem Fall was kann ich machen? Soll ich einfach anzeigen?