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Porsche Cayenne S E-Hybrid: PS-Schleuder mit grünem Gewissen

Porsche implantiert dem überarbeiteten Cayenne das Hybridmodul des Panamera. Der Kompromiss aus Sportwagen und Elektroauto überzeugt im Test allerdings nicht.

Der Porsche Cayenne S E-Hybrid hat 416 PS

Der Porsche Cayenne S E-Hybrid hat 416 PS

Bereits Firmengründer Ferdinand Porsche experimentierte mit einem Elektroantrieb, wenig zur Freude des Vaters, der das als "Firlefanz" abtat. Um die Jahrhundertwende baute der Junior das erste Hybridfahrzeug der Welt, daher klingen die Worte von Oliver Laqua, Leiter Gesamtfahrzeug SUV bei Porsche, auch überzeugend, wenn er heute sagt: "Ein Plug-in-Hybrid ist für Porsche die beste Lösung."

Jetzt gibt es im Cayenne eine moderne Variante. Auf dem Papier liest sich die Kombination aus Verbrenner und E-Maschine ansprechend. Der Porsche Cayenne besticht per se mit einer Agilität, die die meisten anderen Geländewagen alt aussehen lässt. Das Antriebsduo der Hybrid-Variante besteht aus dem bekannten 333-PS-Benziner und einem E-Motor mit 95 PS Leistung. Insgesamt ergibt das eine Systemleistung von 416 PS und ein maximales Drehmoment von 590 Newtonmetern, das bereits ab 1.250 U/min zur Verfügung steht. Angesichts der Tatsache, dass der neue Cayenne S mit 420 PS für Freude beim Fahrer sorgt, scheint dieser Wert mehr als ausreichend.

Porsche Cayenne S E-Hybrid: Kein Firlefanz
Das Heck sieht deutlich ansprechender aus, als bisher

Das Heck sieht deutlich ansprechender aus, als bisher

Hybridmodul mit 36 Kilometern Reichweite

Das Datenblatt bestärkt diesen Eindruck. In 5,9 Sekunden schafft der Porsche-Kraxler aus dem Stand die 100-km/h-Marke. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 243 km/h und der Verbrauch verspricht mit 3,4 Litern geldbeutelschonenden Fahrspaß. Das Hybridmodul stammt vom Porsche Panamera und trotz des höheren Gewichts schafft der SUV mit 36 Kilometern die gleiche Maximalreichweite. Dieser Wert ist ein Ergebnis der neuesten Batteriezellen, die mit 28 Amperestunden eine höhere Energiedichte aufweisen, als beim Panamera (24,5 Amperestunden). "Das ist momentan die Top-Technik. Aber das wird nicht das Ende der Fahnenstange sein", meint Oliver Laqua.

Kein Vierzylinder

Natürlich wird auch bei einem Hybrid-Porsche die Leistung eine entscheidende Rolle spielen. Das ist auch der Grund, warum kein Vierzylinder, wie er etwa in einen Porsche Cayman kommt, in einem zukünftigen Cayenne Dienst tun wird. Angesichts des Gewichts würde ein Vierzylinder nach Ansicht der Porsche-Ingenieure nicht mehr die angemessene Leistung bringen, wenn der Batterie und damit dem Elektromotor die Puste ausgeht. Als Vorbild für zukünftige Modelle dient der 918 Spyder. Klar lassen sich die Komponenten des Super-Sportlers nicht eins zu eins in ein SUV verpflanzen, aber bei der Entwicklung der pfeilschnellen E-Flunder haben die Ingenieure aus Zuffenhausen einiges gelernt.

Nur bedingt echte Porsche-Gefühle

Zurück zur Gegenwart. Wie bei modernen Hybriden üblich, kann der Pilot sein Gefährt nach Gusto konditionieren. Per Knopfdruck hat man die Wahl zwischen verschiedenen Fahrprogrammen. Entweder arbeiten Verbrenner und E-Maschine zusammen oder nur der E-Motor sorgt für den Vortrieb. Das ist maximal 36 Kilometer lang und bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 125 km/h möglich. Soviel zur Technik.

Die Realität ernüchtert. Die Kombination aus dem betagten Audi Sechszylinder-Kompressor-Benziner und Hybridmodul lässt nur bedingt echte Porsche-Gefühle aufkommen. Aktiviert man den Sport- oder den Sport-Plus-Modus, ordnet sich auch der elektronische Teil des Antriebs der Dynamik unter. Dann bringt das Fahren des Cayenne-Hybrids den Spaß, den man von den konventionell angetriebenen Modellen, vor allem den Cayenne S Diesel und dem neuen Cayenne S, gewohnt ist. Die Kehrseite: Sobald man das Hybrid-SUV sportlich bewegt, schnellt der Verbrauch in Richtung zehn Liter pro 100 Kilometer, was immer noch ein beachtlicher Wert ist. Wird das Gaspedal gestreichelt, sind zwei Liter weniger drin.

Schwerer und teurer als die Diesel-Variante

Ein Grund für diese Längsdynamik mit gebremsten Schaum liegt im Antriebsstrang. Das Gewicht spielt ebenfalls eine Rolle. Mit 2350 Kilogramm ist die Hybridvariante um 135 Kilogramm schwerer als der Cayenne S Diesel und bringt 265 Kilogramm mehr auf die Waage als der Cayenne S. Passend zur zurückhaltenden Sportlichkeit, ist auch der Motorklang des Cayenne S E-Hybrid eher mau und hat nichts von dem süchtigmachenden Timbre der Diesel-S-Version. Das ist auch gewollt, denn ein Hybrid steht für Vernunft und nicht für sportlichen Krawall.

Immerhin zehn Prozent der Cayenne-Käufer entscheiden sich für den elektrifizierten SUV. Die müssen mindestens 82.087 Euro auf den Tisch legen. Damit ist die Hybridvariante um 15.827 Euro teurer als ein Cayenne Diesel mit 262 PS und einem maximalen Drehmoment von 580 Newtonmetern und kostet auf den Cent genauso viel wie ein Cayenne S Diesel. Auch der Cayenne S mit dem famosen neuen Sechszylinder ist um 1904 Euro billiger, hat aber einen größeren Benzindurst.

Press-Inform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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