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Komptaktsportler: Golf GTI TCR - der 290-PS-Rennwagen aus der Golf-Familie

Gegen den Golf GTI TCR ist der "normale" GTI ein Auto nur zum Brötchenholen. Volkswagen übersetzt seinen TCR-Rennwagen in eine Straßenversion mit 290 PS.

VW Golf GTI TCR

VW Golf GTI TCR

Volkswagen hat dem Golf GTI einen Nachbrenner verpasst. Schon bisher war der kleine Freizeitsportler aus Wolfsburg mit 245 PS in der Performance-Version nicht unbedingt schwächlich bestückt - jetzt gibt es ihn allerdings als Golf GTI TCR mit 45 PS mehr. Und 6.000 Euro teurer.

Komptaktsportler: Golf GTI TCR - der 290-PS-Rennwagen aus der Golf-Familie
VW Golf GTI TCR

VW Golf GTI TCR

Abgeleitet ist der VW Golf GTI TCE von dem 350 PS starken Fahrzeug der TCR-Rennserie. In der 2015 ins Leben gerufenen Rennserie sind 4- und 5-türige Fahrzeuge unterwegs, meist von privaten Teams. Angetrieben werden sie von Zwei-Liter-Benzin- oder Dieselmotoren. Weltweit ausgetragen wird dabei der FIA World Touring Car Cup (WTCR). Aber es gibt mittlerweile auch eine ganze Reihe von nationalen TCR-Serien. Seit 2016 hat VW nach eigenen Angaben mehr als 100 der TCR-Fahrzeuge per Handarbeit aufgebaut - Stückpreis für die Teams: ab 95.000 Euro plus Mehrwertsteuer.

Da kommt die Straßenversion deutlich preisgünstiger: 38.950 Euro werden aber auch noch mindestens fällig. Dafür gibt es dann einen Golf, der ebenso wochentags für den Alltag taugt, wie am Wochenende für die Nordschleife. Um optische Unterschiede zum Golf GTI auszumachen, muss man schon genauer hinschauen. Die Front hat einen hochglänzenden schwarzen Splitter als zusätzlichen Frontspoiler bekommen. Dazu kommen ebenfalls schwarzglänzende Schwelleraufsätze an den Seiten und ein in der gleichen Farbe ausgeführter Diffusor am Heck. Oben als Abschluss der Dachkante prangt ein Spoiler - exakt: schwarzglänzend. In den Radkästen drehen sich wahlweise 18- oder 19-Zoll-Räder.

Innen finden sich ebenfalls Zitate aus dem Motorsport. Das griffige Dreispeichen-Lederlenkrad etwa hat eine rote 12-Uhr-Markierung, die den Geradeauslauf markiert. Die komfortablen Sportsitze haben nicht nur eine eigene TCR-Optik bekommen, sondern bieten auch einen ausgezeichneten Seitenhalt in flott gefahrenen Kurven. Das digitale Cockpit ist aus dem Golf GTI bestens bekannt und sehr übersichtlich. Trotz des nicht gerade bescheidenen Preises: Das Navigationssystem ist auch im TCR aufpreispflichtig.

Ein Prachtstück ist der Motor. Der 2,0-Liter-Turbobenziner leistet im Golf GTI TCR 213 kW/290 PS. Bereits kurz über der Leerlauf-Drehzahl liefert das Aggregat 200 Nm Drehmoment, zwischen 1.800 und 5.300 U/min. sind es dann bis zu 380 Nm. Die reine Rennversion kommt auf 420 Nm. Um mit der Hitze klar zu kommen, hat der Motor im Golf GTI TCR vorne zwei zusätzliche Wasserkühler.

Der Fahrspaß ist entsprechend. Das serienmäßige DSG-Getriebe zieht unbeugsam durch und sorgt für ein Beschleunigungsgefühl, das man sonst eigentlich nur aus Elektroautos kennt: ohne jede merkbare Zugkraftunterbrechung, linear und kraftvoll. Von 100 auf 200 km/h beschleunigen? Der Golf zieht in einem Rutsch durch. Für den Spurt von 0 auf 100 km/h braucht er 5,6 Sekunden - nur 0,4 Sekunden länger als das Fahrzeug aus der Rennserie.

Der Antrieb läuft wie gehabt über die Vorderräder. Eine Differenzialsperre sorgt dafür, dass die Antriebskräfte auch mit optimaler Traktion auf die Straße kommen. Entsprechend entspannt arbeitet die direkte und präzise Lenkung. Vier Fahrprogramme bietet der TCI: Eco, Normal, Sport und Individual. Im Normal-Modus ist man fast schon komfortabel unterwegs - die Federung ist wirbelsäulenfreundlich, die Schalteinstellung eher moderat. Aber auch im Sport-Modus wird die Dämpfung nie unangenehm ruppig. Um Kurven zirkelt der GTI TCR wie auf Schienen und wenn es sein muss verzögern die Bremsen ähnlich zügig, wie der TCR beschleunigt. Eigentlich wird bei 250 km/h abgeregelt - aber optional lässt sich das Limit auf 260 km/h freischalten. Den Durchschnittsverbrauch gibt Volkswagen mit 6,7 Liter auf 100 Kilometer an. Wer den TCR allerdings halbwegs artgerecht fährt, darf sich eher auf zweistellige Verbräuche einstellen.

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.