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Kompakte Vans: Die Familienfreunde

Familien brauchen vor allem ein Auto mit viel Platz, am besten zu bezahlbaren Preisen. Kompakt-Vans werden deshalb immer beliebter, die Konkurrenz ist groß. Eine Übersicht.

Kompakte Außenmaße, viel Innenraum, eine größtmögliche Flexibilität und ein Fahrgefühl wie in einem Pkw vereinen diese kompakten Vans. Minivans sind kaum teuerer als ein Kombi der Kompaktklasse und durch die Bauweise wesentlich geräumiger. Der Fahrer thront auf einem erhöhten Sitz, das Raumkonzept wird speziell für die Bedürfnisse von Familien entwickelt. Es werden auch hochmotorisierte Versionen angeboten, aber aus einem Minivan macht auch ein großer Motor keinen Sportwagen. Mit einem Benziner von 120 PS und einem Diesel mit 110 PS sind diese Modelle bereits so motorisiert, dass auch eine lange Urlaubsfahrt nicht zur Qual wird. Für junge Familien gibt es meist keine bezahlbare Alternative zu ihnen. Ein SUV bietet weniger Innenraum und verlangt dafür wesentlich mehr Geld. Und auch für einen großen Van wie einem Ford S-Max oder VW Sharan muss man mindestens 5000 Euro mehr einplanen.

Ford C-Max

Einer der jüngsten Vertreter in dieser Klasse ist der neue Ford C-Max, der seit Herbst bei den deutschen Händlern steht. Er ist nicht nur neu, für einen Familientransporter ist der Ford erstaunlich frisch gestylt. Während der Vorgänger noch als braver Pragmatiker auftrat, rollt der neue Kompakt-Van dank schnittiger Linien und kantigem Blech deutlich ansehnlicher daher als bislang. Die Preisliste für den C-Max startet bei 18.600 Euro, dafür gibt es einen 1,6-Liter-Benziner mit 77 kW/105 PS und einem Verbrauch von 6,6 Litern, fünf Sitzplätze und bis zu 1.723 Liter an Stauraum. Der C-Max sieht klasse aus, man sollte sich aber nicht täuschen: Flotte Linien kosten immer Innenraum. Zum Glück gibt es aber einen großen Bruder, den Grand C-Max mit einem um 14 Zentimeter verlängerten Radstand und bis zu sieben Sitzen, wobei für die dritte Sitzreihe ein Aufpreis von 700 Euro fällig wird. Alle Kompakt-Vans haben das gleiche Manko: Die dritte Reihe kann man nur sehr eingeschränkt nutzen. Längere Zeit finden dort nur wirklich kleine Kinder Platz. Ist die Reihe ausgeklappt, reicht der Kofferraum nur noch für Handgepäck. Eine ideale Lösung ist die dritte Reihe in dieser Klasse nur, wenn man gelegentlich viele Kinder zum Training befördert. Der Basispreis des Großen Ford beträgt 20.100 Euro, doch den zusätzlichen Euros weint man dank der serienmäßigen Schiebetüren für ein bequemeres Einsteigen und Anschnallen des Nachwuchses keine Träne nach. Der Zuwachs an Ladekapazität fällt hingegen vergleichsweise bescheiden aus: Er steigt um 19 Liter auf bis zu 1742 Liter.

VW Touran

Der stärkste Konkurrent des Ford C-Max ist der VW Touran, der meistverkaufte Van in Deutschland. Der im vergangenen Sommer frisch geliftete Familien-Begleiter ist mit einem 1,2-Liter-Turbobenziner und 77 kW/105 PS als Fünfsitzer ab 21.750 Euro zu haben, zwei Extra-Sitze kosten 715 Euro. Der Bestseller besticht vor allem mit einem guten Raumangebot für alle Insassen, einem niedrigen Verbrauch von 6,4 Litern sowie einem riesigen Kofferraumvolumen von bis zu 1989 Litern. Der Werterhaltung des Touran ist ausgezeichnet. Insbesondere hochwertig ausgestattete Modelle sind gebraucht gesucht. Der äußeren Gestalt sieht man jedoch an, dass der Wagen auf optimale Raumausnutzung getrimmt wurde. Das Cross-Ausstattungspaket wertet den Touran optisch auf, doch ein Cross Touran kostet mindestens 27.700 Euro. Zwar finden sich bei VW auf der Optionsliste keine Schiebetüren, dafür gibt es einen selbstlenkenden Parkassistenten, der sogar in Parkbuchten quer zur Fahrbahn selbstständig einparken kann. Das Extra kostet 730 Euro zuzüglich 55 Euro für ein entsprechendes Display.

Opel Zafira

Der Zafira von Opel geht in sein letztes Jahr und das merkt man ihn vor allem von außen an. Der Zafira prunkt noch mit Chrombändern und anderen Zutaten aus der Zeit vor dem Insignia. Für ihn spricht die große Motorenpalette, das ausgezeichnete Raumkonzept und nicht zuletzt die "lebenslange" Opelgarantie. Über den Begriff "lebenslang" wird gestritten. Doch gerade Familien, die ihren Zafira lange fahren wollen, profitieren von der Garantie. Innen ist der Zafira ein gemütlicher Van mit straffen Sitzen, viel Platz und einem genialen Sitzsystem, das den Rüsselsheimer mit wenigen Handgriffen in einen Siebensitzer verwandelt. Die Rückbank lässt sich im Verhältnis 40:20:40 beliebig umklappen, die zweite Sitzreihe verschwindet bei Nichtgebrauch im Laderaumboden. Als Fünfsitzer bietet der Zafira 645 Liter Stauraum, etwas weniger als der VW Touran. Im letzten Lebensjahr soll der Zafira mit attraktiven Angeboten an den Kunden gebracht werden. Das kann je nach dem günstige Finanzierung, ein Plus an Sonderausstattung oder reduzierte Tageszulassungen bedeuten. Interessenten sollten sich beim Opelhändler auf jeden Fall den Meriva ansehen, es ist nur wenig kleiner und das deutlich frischere Angebot von Opel.

Chevrolet Orlando

Noch nicht in den Schauräumen, aber bereits in den Startlöchern steht der Chevrolet Orlando. Zwar sucht man auch bei diesem Familien-Van die praktischen Schiebetüren vergebens. Dafür ist der Einstiegspreis von 18.990 Euro für den 1,8-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 104 kW/141 PS und einem Verbrauch von 7,3 Litern ein durchaus überzeugendes Argument für den Siebensitzer mit einer voll versenkbaren dritten Reihe - auch wenn der Zustieg zu den hinteren Plätzen nicht wirklich bequem ist. Der Kofferraum fasst bis zu 1487 Liter, sind sieben Insassen an Bord können jedoch nur 89 Liter an Gepäck verfrachtet werden – bei anderen Siebensitzern ist es aber auch kaum mehr. Der Orlando sieht markant aus und konnte bei ersten Ausfahrten überraschend gute Besprechungen einfahren.

Mazda 5

Ein besonders ansehnliches Exemplar unter den kompakten Vans ist der Mazda5 mit seinen drei wellenförmigen Linien in den Fahrzeugflanken. Von Haus aus ist der Japaner mit auf Schienen nach hinten gleitenden Türen gesegnet. Kein anderes Türsystem erleichtert das Einladen so sehr wie Schiebetüren. Wer etwas Geld investiert, kann diese sogar per Knopfdruck öffnen und schließen. Das erfordert aber die Bestellung der Top-Ausstattung "Sports-Line", für die mindestens 27.490 Euro fällig werden. Wer darauf verzichtet, kann den Mazda5 mit dem 85 kW/115 PS starken 1,8-Liter-Basis-Benziner und einem Verbrauch von 7,2 Litern bereits ab 20.490 Euro mit nach Hause nehmen - 1597 Litern maximaler Ladung inklusive.

Citroen C4 Picasso

Ein sanftes Facelift hat Citroën seinem Familienfreund C4 Picasso im Herbst spendiert. Seither rollt der Franzose mit sanft geänderter Front und einem Start-Stopp-System für den Dieselmotor über die Straßen. Sowohl die Normalversion als auch die Langversion Grand C4 Picasso verfügen über ein LED-Leuchtenband unter den Hauptscheinwerfern. Darüber hinaus gibt es eine automatische Notruffunktion, die bei einem Unfall selbstständig per Mobilfunk die Rettungsdienste informiert. Der Citroën C4 Picasso kostet mit 1,6-Liter-Benziner mit 88 kW/120 PS und einem Kraftstoffverbrauch von 6,9 Litern ab 21.650 Euro, das Frachtteil fasst bis zu 1734 Liter. Von außen leistet sich Citroën keine Extravaganzen, bei der Gestaltung von Innenraum und Cockpit bemerkt aber doch Unterschiede. Der C4 Picasso wirkt betont wohnlich und passt zu einem unaufgeregten Fahrstil.

Peugeot 5008

Der 5008 wird nicht wie andere Modelle von Peugeot vom sogenannten Haifischrachen dominiert. Bei ihm wurde die wüste Öffnung kultiviert zurückgestutzt. Der 4,53 Meter lange Fünfsitzer kann gegen 700 Euro Aufpreis mit einer dritten Sitzreihe zum Siebensitzer aufgerüstet werden und ordnet sich in der Angebotspalette der Franzosen unter dem großen Van Peugeot 807 ein. Die Preise beginnen bei etwa 21.500 Euro. In Sachen Flexibilität können die Franzosen immer mit den deutschen Produkten mithalten. Beim 5008 lassen sich drei gleich großen Einzelsitze im Fond sich um 13 Zentimeter längs verschieben, einzeln zusammenklappen und komplett im Boden versenken. Die beiden äußeren Sessel verfügen zudem über einen Mechanismus, der das Gestühl zugunsten eines bequemeren Einstiegs in die dritte Reihe zusammenfaltet und nach vorn schiebt. Als Fünfsitzer kann der Kompakt-Van bis zu 679 Liter Gepäck aufnehmen, in zweisitziger Konfiguration erweitert sich der Wert auf 1754 Liter. Die Ladekante beträgt rückenschonende 60 Zentimeter. Ein nettes Extra ist das 1,7 Quadratmeter große, ab dem mittleren Ausstattungsniveau serienmäßige Panoramaglasdach.

Kra/Mid / MID

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.