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Elektro-Auto: Renault Zoe – fast lautlos mit stärkerem Motor und mehr Reichweite

Pünktlich zum Start des VW ID.3 arbeitet Renault den Zoe auf. Motor, Reichweite und Innenraum wurden verbessert. Nun gewinnt der Zoe den Strom beim Bremsen pfiffiger als vorher. Nur wirklich günstiger ist der Wagen nicht geworden.

Der Renault Zoe lässt sich auch sportlich bewegen

Der Renault Zoe lässt sich auch sportlich bewegen

Der Renault Zoe gehört seit sieben Jahren zu den beliebtesten Stromern auf den Straßen. Das liegt einerseits an seinen inneren Werten, aber sicher auch daran, dass der Zoe sich noch im sozial verträglichen Finanzrahmen bewegt und anderseits, dass das Fahrzeug auch vergleichsweise verfügbar ist – er sich also auch wirklich kaufen lässt. Nun rechtzeitig zum Start des VW ID.3 wurde der Stromer gründlich aufgearbeitet. Von außen lässt sich der Generationenwechsel nur im direkten Vergleich erkennen. Die Motorhaube wurde etwas markanter, die Heckleuchten sind schöner und die LED-Scheinwerfer haben eine neue Form. Innen geht es vor allem wertiger zu. Anstatt Hartplastik – wie etwa auch im VW ID.3 – ist der Kunststoff jetzt unterschäumt, außerdem gibt es schicke Stoffapplikationen aus Recycling-Material. Wirklich gewachsen ist der Zoe allerdings nicht, die Rückbank eignet sich für Erwachsene nur für die Kurzstrecke. Der Kofferraum misst zwischen 338 Liter und 1225 Liter, mehr kann man in dieser Größenklasse kaum erwarten. Im Cockpit wurden Bildschirme und Prozessoren verbessert.

Beim Thema Fahren hat sich dagegen wirklich etwas getan. Der neue, stärkere Motor arbeitet weitgehend lautlos, unter einer Geschwindigkeit von weniger als 30 km/h wird Fußgängern ein Fahrgeräusch simuliert. Innen ist der Zoe fast lautlos unterwegs. Die Fahrwerksabstimmung bleibt komfortabel, vermeidet aber die Schwammigkeit des Vorgängers. Das liegt auch an der spürbar besseren Lenkung, die den Fahrer nicht über die Fahrbahnoberfläche im Unklaren lässt. Nur bei schnell genommenen Kurven ist eine leichte Neigung zur Untersteuerung festzustellen, die aber nicht großartig stört. Nach 9,5 Sekunden ist der Zoe bei Tempo 100 und mehr als 140 km/h ist nicht drin. Das Eco-Fahrprogramm drosselt die Motorleistung, in der Stadt reicht diese Variante aus.

Den Verbrauch gibt Renault mit 17,7 Kilowattstunden pro 100 Kilometer an, nach der Testfahrt spuckte der Bordcomputer 14,8 kWh/100 km aus. Zwar bei reiner Landstraßenfahrt, doch so erscheinen die Angaben des Herstellers durchaus realistisch zu sein. Optimiert wurde der Rekuperationsmodus mit einem "e-Pedal. Im R-Modus wird das Fahrzeug meist nur mit einem Pedal dirigiert, nur bei starkem Abbremsen muss das Bremspedal betätigt werden. Im Stadtverkehr und in hügeliger Umgebung wird so die Reichweite verbessert.

Besserer und stärkerer Motor

Den Stromer gibt es mit 108 PS und 135 PS. Mehr Fahrspaß gewährt der stärkere Elektromotor R135. Das komplett in Eigenregie entwickelte Aggregat mobilisiert ein maximales Drehmoment von 245 Newtonmeter.

Dazu kann man zwischen den Batteriekapazitäten von 41 kWh und 52 kWh wählen, sie entsprechen Reichweiten von 300 und 385 Kilometer. Für 890 Euro Aufpreis besitzt der Zoe jetzt einen CCS-Stecker mit Schnellladefunktion, damit können die Batterien innerhalb von 70 Minuten zu 80 Prozent aufgefüllt werden, dafür benötigt man allerdings eine 50 kW Ladestation. Bei elf kW dauert es schon 6:35 Stunden. Wie gewohnt wird der Zoe mit Miet- oder Kaufbatterie angeboten. Für 21.900 Euro gibt es die Basisvariante "Life" mit dem schwächeren Motor und einer Mietbatterie. Für sie werden je nach Fahrleistung im Monat 74 und 124 Euro fällig. Beim Kauf der Batterie steigt der Preis auf 29.990 Euro, die Top-Variante liegt bei 35.990 Euro.

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Kra mit Pressinform
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