VG-Wort Pixel

Spurhaltesystem Mercedes-Benz erhält erste internationale Genehmigung für hochautomatisiertes Fahren

Ein Mann sitzt am Steuer eines Mercedes-Benz-Fahrzeugs
Das hochautomatisierte Spurhaltesystem von Mercedes-Benz soll zunächst in der S-Klasse zum Einsatz kommen
Eigenständig Geschwindigkeit, Hindernisse, Straßenschilder erkennen: Mercedes-Benz hat die weltweit erste international gültige Genehmigung für ein hochautomatisiertes Spurhaltesystem erhalten. Das System soll bereits in 2022 erhältlich sein.

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat dem Autohersteller Mercedes-Benz die weltweit erste international gültige Genehmigung für ein hochautomatisiertes Spurhaltesystem erteilt. KBA-Präsident Richard Damm bezeichnete die Zulassung am Donnerstag als einen "wichtigen ersten Schritt auf dem Weg zur Automatisierung". Das KBA setze in Deutschland und international Maßstäbe auf dem Weg zum autonomen Fahren.

Das KBA erklärte weiter, Sicherheit sei bei der Zulassung zentral, damit Verbraucher:innen in die Systeme entwickeln können. "Um dieses Vertrauen zu schaffen, haben wir einen strengen Maßstab angewendet, den wir als Vorreiter auf diesem Gebiet auch auf dem weiteren Weg einhalten", erklärte Damm.

Mercedes-Benz-Chef spricht von Durchbruch

"Als erster Hersteller geht bei uns hochautomatisiertes Fahren in Deutschland in Serie", erklärte das Daimler- und Mercedes Vorstands-Mitglied Markus Schäfer dazu. Er sprach von Pionierarbeit und einem Durchbruch. Erstmals in der über 130-jährigen Geschichte des Automobils übernehme das Fahrzeug unter bestimmten Voraussetzungen "die dynamische Fahraufgabe". Bei Geschwindigkeiten von bis zu 60 Stundenkilometern übernimmt die Funktion Drive Pilot demnach das Fahren.

Drive Pilot regelt den Angaben zufolge Geschwindigkeit und Abstand und hält das Fahrzeug in der Spur. Streckenverlauf, Hindernisse und Straßenschilder werden erfasst und berücksichtigt. Laut Mercedes kann das Fahrzeug auch auf unerwartete Situationen beispielsweise mit Ausweich- oder Bremsmanövern reagieren.

System in 2022 in S-Klasse erhältlich

Erhältlich ist das System laut Mercedes ab der ersten Jahreshälfte 2022 in der S-Klasse. Die Fahrerin oder der Fahrer könnten beispielsweise bei Staus auf bestimmten Autobahnabschnitten die Verantwortung an das Fahrzeug übergeben, sagte Schäfer. Die Technik solle auch in den USA und China eingeführt werden.

nk DPA AFP

Mehr zum Thema

Newsticker