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Fernbus-Freigabe: Freie Fahrt für den Busverkehr

Zwischen deutschen Städten sollen Reisende bald bundesweit mit Fernbussen fahren können - als neue Konkurrenz zum Pkw, der Bahn und Billigfliegern.

Das Bundeskabinett hat eine weitgehende Freigabe des innerdeutschen Buslinienverkehrs beschlossen, wie es am Mittwoch in Regierungskreisen in Berlin hieß. Die Gesetzesnovelle von Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) beseitigt jahrzehntelange Beschränkungen, die einst den Aufbau der Eisenbahn schützen sollten. Nach dem Personenbeförderungsgesetz ist für die Aufnahme nationaler Fernbuslinien eine Genehmigung nötig. Sie wird bisher aber meist nicht erteilt, wenn parallel eine Bahnverbindung besteht. Die neuen Regelungen sollen voraussichtlich im nächsten Jahr in Kraft treten.

Kostengünstige Alternative

Der Verkehrsexperte der FDP-Bundestagsfraktion, Patrick Döring, sagte, die Liberalisierung sei "ein wichtiger Schritt für mehr Wettbewerb" zwischen den Verkehrsträgern.Fernbusse seien besonders für junge Leute und Menschen mit geringem Einkommen eine interessante Alternative zu hohen Bahnpreisen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) begrüßte die Pläne.

Die Deutsche Bahn ist selbst Deutschlands größter Busanbieter. Zwischenzeitliche Überlegungen, das eigene Busgeschäft bei einer Marktfreigabe deutlich auszubauen, hat der bundeseigene Konzern aber vorerst wieder verworfen.

DPA / DPA
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