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Luxusautomarken in den USA: Flucht ins Luxussegment

Hyundai macht ernst und tritt mit der Submarke Genesis ab sofort im ertragreichen Luxussegment an. Doch die Pfründe im Werben um die solvente Kundschaft sind längst verteilt.

Hinten kann man es sich im Genesis G90 bequem machen

Hinten kann man es sich im Genesis G90 bequem machen

"Es gibt keine größere Herausforderung als den Luxusmarkt", sagt Hyundai Amerika-Chef Dave Zuchowski. Der Hyundai-Stadthalter weiß, wovon er spricht. Schließlich gilt Zuchowski als ausgewiesener Vertriebsexperte und hat schon mehr als 30 Jahre in der Automobil-Industrie auf dem Buckel. Bevor er zu dem koreanischen Autobauer wechselte, war er lange Jahre bei Mazda und Ford tätig. Hyundai hat die USA mit Bedacht für den Start der neue Luxus-Submarke Genesis auserkoren. Die Amerikaner sind offener gegenüber Neuem und die hiesige Wirtschaft erholt sich zusehends.

Flucht ins Luxussegment
Hinten kann man es sich im Genesis G90 bequem machen

Hinten kann man es sich im Genesis G90 bequem machen

Das zeigen auch die Automobil-Verkaufszahlen: Insgesamt wurden in den USA 2015 17.470.659 Autos verkauft, das sind 5,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Zeitpunkt ist also günstig, um ins umkämpfte Luxussegment einzusteigen. Der Genesis-Erstling orientiert sich mit einer Länge von 5,20 Metern an dem erfolgreichen Segment-Platzhirschen. "Wir wollen die besten Luxus-Marken übertreffen, vor allem die Mercedes S-Klasse", trommelt Zuchowski. Das geht schon bei der Optik los: Äußerlich erinnert das Heck durchaus an den deutschen Konkurrenten Nummer eins.

Beim Interieur-Luxus geben sich die Koreaner alle Mühe, um zu den Deutschen aufzuschließen: Ein 22fach verstellbarer Fahrersitz wird durch einen 14fachen einstellbaren VIP-Platz im Fond ergänzt. Dazu kommen Assistenzsysteme, ein Allradantrieb und eine Surround-Stereoanlage mit 17 Lautsprechern. Für den Komfort sollen variable Dämpfer sorgen. Dieses Fahrwerk dürfte aber nicht dem Komfort der Luftfederung der S-Klasse mit dem Magic-Ride-Feature, das auf Hindernisse reagiert, erreichen. Bei den Motoren bietet der Asiate ebenfalls nichts Außergewöhnliches: Neben einem 3,3-Liter-Biturbo mit Direkteinspritzung, der es auf 365 PS bringt, steht noch ein 420 PS-V8-Fünfliter-Triebwerk zur Auswahl. Von einem Hybrid oder weiteren leistungsstärkeren Varianten, war noch nicht die Rede. Beim Getriebe setzt Genesis auf eine Achtgang-Automatik.

Über die Preise ist nichts bekannt, aber der Genesis G90 sollte deutlich billiger sein, als das Mercedes-Flaggschiff, um den Einstieg in den Markt zu erleichtern. Dennoch werden die Koreaner bis 2020 nachlegen und sechs weitere Modelle auf den Markt bringen. Die nächsten beiden sind schon bekannt: Der G80 wird eine etwas kleinere Limousine sein, die die E-Klasse im Visier hat und der G70 eine sportliche Limousine. Auch ein SUV dürfte eine wichtige Rolle in den Modellplänen spielen. Dieser Hyundai-Offensivgeist kommt nicht von ungefähr: Ein Blick auf die Verkaufszahlen zeigt, dass die margenträchtigen Premium-Produkte in den USA weiter gefragt sind: Mercedes verkaufte im vergangenen Jahr 372.977 Autos und legte um 4,7 Prozent zu.

Auch andere Luxus-Ableger hörten die Kassen in den letzten zwölf Monaten klingeln: Lexus brachte 344.601 Modelle an den Mann, das sind 10,7 Prozent mehr als im Vorjahr. In Detroit haben die Japaner den viertürigen Lexus GS F mit einem 467-PS-V8 und das neue Sportcoupé LC500 im Gepäck. Weiter abgeschlagen, zumindest, was die absoluten Zahlen angeht, landen die Honda-Tochter Acura (177.165 / + 5,6 Prozent) und Infiniti (133.498 / 13,8 Prozent). Das "Acura Precision Concept" zeigt mit seinen scharf geschnittenen Linien, wir dynamisch das Design der Honda-Tochter in Zukunft aussehen wird.

Konventioneller ist da schon die Lincoln-Attacke: Das Town Car zeigt in Detroit endlich sein echtes Gesicht, das schon in den seriennahen Studien zu erkennen war. Mit Luxus, wie feinem Leder, Stereo, vielfach verstellbaren Sitzen verwöhnt der Ford-Premiumableger seine Passagiere. Sobald der Town-Car-Effekt durchschlägt, wird Lincoln noch mehr zulegen. 2015 waren es immer 101.227 Autos, das entspricht einem Plus von 7,1 Prozent. Und was macht Cadillac? Die Traditions-GM-Edelmarke verkaufte im letzten Jahr 175.267 Fahrzeuge (+ 2,6 Prozent). Der CT 6 hat dazu sein Teil beigetragen. Die andere GM-Marke Buick hat sich mit 223,055 abgesetzten Modellen, um 2,6 Prozent negativ entwickelt. Das soll sich mit dem Sportwagen, der der Studie Avista, die auf dem Camaro basiert, ändern.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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