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Pick-Up auf der IAA 2015: Harte Hunde

Pick-Ups gehören weltweit zu den beliebtesten Autos. Doch in Europa und speziell in Deutschland fristen die geländegängigen Pritschenwagen ein Schattendasein.

Mit dem L 200 will sich Mitsubishi mehr Marktanteile in Deutschland sichern

Mit dem L 200 will sich Mitsubishi mehr Marktanteile in Deutschland sichern

In den USA findet man sie auf jedem Parkplatz. Nicht einen, sondern viele. Super-Stars fahren sie, genauso, wie der Normalo-Bürger. Die Rede ist von Pick-Ups, den vielseitigen automobilen Lasteseln, die in Deutschland nur in homöopathischen Mengen auf der Straße zu sehen sind. Nichtsdestotrotz hoffen einige Hersteller, wie Mitsubishi, Ford und Nissan auf den SUV-Zug aufzuspringen. Der Nissan NP 300 Navara gibt es nun schon in der zwölften Generation. Über 80 Millionen Menschen haben schon einen Nissan-Pick-Up-Truck gekauft. Die Chancen, dass diese Version des robusten Japaners diesseits des Atlantiks ein Verkaufs-Volltreffer wird, stehen nicht allzu prächtig. Zu weit sind die Pritschenwagen von der deutschen und auch europäischen Autofahrer-Mentalität entfernt.

Harte Hunde
Mit dem L 200 will sich Mitsubishi mehr Marktanteile in Deutschland sichern

Mit dem L 200 will sich Mitsubishi mehr Marktanteile in Deutschland sichern

Der Navara bietet einige Neuigkeiten, die ihn auch für hiesige Autofahrer interessant machen würden. Ordert man die Luxus-Version mit Doppelkabine, ist es eine Multi-Link-Hinterachse inklusive, die das Fahrverhalten des Pick-Up-Trucks deutlich komfortabler machen soll. Ein elektronisches Hinterachsdifferenzial hilft bei der Dynamik. Die Optik wurde für den europäischen Markt modifiziert, was man an dem typischen Nissan-Chrom-Kühlergrill sehen kann. Die Passagiere des rustikalen Japaners reisen mittlerweile auch recht luxuriös: Klimaanlage und ergonomische Sitze findet man nun auch in einem Pick-Up. Den 2,3-Liter-Diesel-Motor gibt es in zwei Leistungsstufen (160 / 190 PS) und der Nissan kann 3,5-Tonnen schleppen.

Ford hat mit dem Ranger knapp 34 Prozent Marktanteil in Deutschland, das entspricht 3.133 Autos in den ersten sechs Monaten. Der Autobauer mit der Pflaume auf dem Kühlergrill spielt bei seinem Pick-Up-Truck ebenfalls die Komfort- und Assistenzsystemen-Karte. Jetzt haben auch die Blaumann-Wagen Extras, wie ein einen adaptiven Tempomaten und einen Spurhalte-Assistenten. Auch die Konnektivität-Ausstattung Sync2 ist an Bord. Bei den Motoren stehen nur drei Diesel - zwei Vierzylinder- und ein Fünfzylinder-Aggregat - zur Verfügung. Wenn Ford hier etwas mehr Dampf unter die Haube packen würde, hätte der Ranger sicher mehr Fans.

Ähnliches gilt auch für den Mitsubishi L200, der aber mit einer Nutzlast-Kapazität von 3,1 Tonnen nicht ganz mit seinen beiden Konkurrenten mithalten kann. Dennoch ist der Mitsubishi-Handwerker, bei Förstern, und Jägern beliebt - mehr als zwei Drittel der L200-Käufer nutzen den Japaner gewerblich. Und wenn Mitsubishi mit "Der Profi für Profis" die Werbetrommel rührt, spielt er sich doch in der Zulassungsstatistik eine eher untergeordnete Rolle. Selbst ein Toyota Hilux verkauft sich öfter. Auf der IAA sind die harten Hunde dennoch gefragt. Denn die Fans tummeln sich um die Pick-Up-Trucks und wollen wenigstens da etwas Wildwest-Romantik einfangen.

pressinform

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.