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Essen Motor Show: Mehr als 400.000 PS-Pilger

Zur 38. Auflage der zweitgrößten deutschen Automesse nach der IAA erwartet die Messe Essen 570 Aussteller aus 21 Ländern und mehr als 400 000 Besucher.

Tuningtrends der Autobranche, Rennsport und Oldtimer stehen vom 25. November an im Mittelpunkt der Weltmesse des Tuning "Essen Motor Show 2005". Hauptthema des Showteils ist die Formel-Eins-Rennstrecke Nürburgring, zu dem erfolgreiche Rennwagen ausgestellt werden und Rennsimulatoren zum Training zur Verfügung stehen. Eine Sonderausstellung befasst sich mit der 75- jährigen Geschichte der Autodesign-Firma Pininfarina.

An zehn Messetagen zeigen die Aussteller bis zum 4. Dezember vor allem Weltneuheiten von Sondermodellen bis hin zu Tuningteilen: Der Autoveredler Brabus präsentiert als neues Flaggschiff den 730 PS starken S-Klasse-Mercedes mit Biturbo-Motor und 730 PS. Der Reifenhersteller Fulda stellt den Maybach Exelero vor, mit dem Rennfahrer Klaus Ludwig einen Hochgeschwindigkeitsrekord für Serienreifen aufgestellt hat. Daneben bieten die Aussteller eine Vielzahl von Tuningteilen und Eingriffen zur Leistungssteigerung für Normal-Wagen an.

Moderates Wachstum

Der Handel mit Tuningteilen hat der Branche im vergangenen Jahr ein Umsatzplus von zwei Prozent eingebracht. Für 2005 rechnet der Verband Deutscher Automobiltuner (VDAT) mit einem Wachstum von knapp einem Prozent auf mehr als 4,4 Milliarden Euro. Vor dem Hintergrund steigender Neuzulassungszahlen in Deutschland hofft der Verband auf eine weitere Belebung der Tuningbranche. Der Export hatte den Umsatz zuletzt stabil gehalten.

Vom Auslandsgeschäft will auch die Messe Essen als Veranstalter der Motorshow künftig vermehrt profitieren. In Kooperation mit den Vereinigten Arabischen Emiraten veranstaltet die Messe in Abu Dhabi vom 23. bis 27. April 2006 die "MTS Motor Tuning Show".

Stolpe warnt vor illegalem Autotuning

Vor der Messe warnte der ehemalige Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe vor illegalem Aufrüsten von Autos. Auf der Tuning-Messe "Essen Motor Show" übernahm er die Schirmherrschaft über die Initiative "Tune it! Safe!", die Aufklärungsarbeit in Sachen sicheres Tuning leisten soll. Seit einigen Jahren nähmen unseriöse Tuning-Angebote zu, erklärte der Minister. "Falsche Anbieter nutzen vor allem die Begeisterung des jungen Publikums für Tuning aus und bieten billige, leider auch illegale Tuningprodukte an, die zudem noch von schlechter Qualität sind." Die Sicherheit müsse immer im Vordergrund stehen, mahnte er. Die Initiative will aktiv auf Verbraucher und Hersteller zugehen und für mit den Vorschriften konformes Aufrüsten werben. Minderwertige und unsichere Produkte dürften keine Chance haben, sagte Stolpe.

DPA/AP

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.