Raststätten-Test Erstmals siegt ein Autohof


Der Autohof Burghaslach an der A 3 zwischen Nürnberg und Würzburg hat den diesjährigen ADAC-Raststättentest gewonnen. Der Test zeigt auch: Zwei Drittel der Anlagen sind nicht familienfreundlich.

Zum ersten Mal ist ein Autohof Sieger im europaweiten ADAC-Raststättentest geworden. Der Autohof Burghaslach an der A 3 zwischen Nürnberg und Würzburg bekam die beste Note von insgesamt 65 getesteten Rastanlagen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und Frankreich. Platz zwei ging an die österreichische Raststätte Schwechat, den dritten Platz belegte die Raststätte Auerswalder Blick Nord an der A4 nahe Chemnitz. "Der Trend zum Positiven ist eindeutig feststellbar", lobte ADAC-Präsident Peter Meyer. Acht der insgesamt neun Mal vergebenen "sehr guten" Noten gingen an deutsche Raststätten.

Größter Mangel im Test war aber die Familienfreundlichkeit: Zwei Drittel der Anlagen seien in diesem Punkt durchgefallen, kritisierte der ADAC. Am wenigsten kinderfreundlich seien die italienischen und französischen Raststätten und die deutschen Autohöfe.

Der Testsieger aber, der Autohof Burghaslach, lasse kaum Wünsche offen. Die Anlage sei gepflegt, das Restaurant biete eine große Auswahl, und Kinder kämen im Innen- wie im Außenbereich auf ihre Kosten, lobte der ADAC. Testverlierer war der Autohof Spreenhagen am Autobahndreieck A 12 südlich von Berlin. Die Gäste würden in einem winzigen Bistro abgespeist, im Restaurant sei ein Reifenhändler einquartiert. Einzige Pluspunkte seien die Preise und das Klo, erklärten die Tester. Insgesamt seien 15 Prozent der getesteten Rastanlagen durchgefallen. Die Autohöfe hätten sich zwar stark verbessert, lägen aber immer noch hinter den Raststätten zurück.

AP/DPA AP DPA

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