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Stiftung Warentest: Diesen Winterreifen können Sie trauen

Die Stiftung Warentest hat Winterreifen getestet: Elf von 32 Kandidaten schnitten "gut" ab, kein einziger erreichte ein "Sehr gut". Billigreifen fielen allesamt durch.

Von Gernot Kramper

Auch in dieser Saison Jahr konnte kein Reifen im gemeinsamen Winterreifentest von ADAC und Stiftung Warentest die Note "Gehr gut" erreichen. Aber immerhin elf von 32 Reifen erreichten ein "Gut" - im letzten Jahr waren es acht von 30 Reifen. Es lohnt sich übrigens nicht, billige Reifen zu kaufen, denn die Testsieger sind kaum teurer. Ein Reifenkauf bleibt aber eine kostspielige Angelegenheit: Ein Satz Reifen für die Mittelklasse kostet bis zu 800 Euro.

Reifengrößen für Kleinwagen und die Mittelklasse

Stiftung Warentest prüfte zwei unterschiedliche, weit verbreitete Größen: Die Modelle mit 185/60 R15 T passen auf viele Kleinwagen, die der Größe 2225/45 R14 H auf Modelle der Mittelklasse.

Bei den Winterreifen für Kleinwagen ist das Ergebnis erfreulich. Siebenmal lautete das Urteil "gut", sieben Pneus schnitten "befriedigend" ab, einmal reichte es lediglich für ein "Musreichend". Bei zwei Reifen reichte es nur für ein "Mangelhaft". Die Versager sind "Komoran Snowpro b2" und der "Marangoni 4 Winter E+". Wegen der Schwächen auf nasser Fahrbahn wird vom Kauf abgeraten.

No-Name-Reifen nicht zu empfehlen

Etwas schlechter sieht das Gesamtbild bei den Reifen der Mittelklasse aus: Nur vier von 15 erzielten die Note "Gut", neun ein "Befriedigend" und nur ein Reifen, der "Sailun Ice Blazer WSL-2", fiel mit einem "Mangelhaft" durch.

Ein Raser zerlegte bei einer sinnlosen Angeberaktion einen seltenen "La Ferrari", von denen nur rund 500 Exemplare existieren.

Das schlechte Abschneiden der No-Name-Reifen in beiden Größen überrascht nicht, es wiederholt sich jedes Jahr. Neben den Testkandidaten tummeln sich im Markt unzählige No-Name-Reifen. Sie alle schneiden generell schlecht ab.

Testsieger in der kleinen Dimension mit Bestnoten auf nasser Fahrbahn sowie auf Schnee und auf Eis ist der Continental ContiWinterContact TS850. Der neu entwickelte Dunlop Winter Response-2 überzeugt die Tester besonders auf nasser Fahrbahn, auf Schnee und beim Kraftstoffverbrauch. Ebenfalls sparsam ist der Semperit Speed-Grip 2. Der Michelin Alpin A4 glänzt beim Verschleiß und der Nokian WR D3 überzeugt auf trockener Fahrbahn. Bei den größeren Modellen werden empfohlen: Der Continental ContiWinterContact TS850 mit der Topbewertung auf Schnee, der Bridgestone Blizzak LM-32S mit der Bestnote auf Nässe und der Michelin Alpin A4 mit dem geringsten Verschleiß.

Große Preisunterschiede bei den Reifen

Wichtig für den Verbraucher: Die besten Reifen sind nicht teurer als mittelprächtige Exemplare. Beim Kauf müssen Verbraucher dennoch wachsam sein, weil die Preisunterschiede zwischen den verschiedenen Händlern enorm groß sind. Den Testsieger in der Mittelklasse, den "Continental ContiWinterContact TS 850", kann man für 142 Euro bekommen, es werden aber auch 242 Euro für ihn verlangt. Die Angaben beziehen sich immer auf den Preis für einen Pneu, ein Satz kostet das Vierfache. Der Kunde muss mit weiteren Kosten für Felgen, Wuchten, Montage und Einlagerung rechnen.

Die kompletten Ergebnisse des Tests können Sie gegen eine Gebühr unter www.test.de herunterladen.

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