Studie Autokosten stark gestiegen


Steuern, Reparaturen, Kraftstoffpreise - Die Bundesbürger müssen für ihr Auto immer tiefer in die Tasche greifen. Einer aktuellen Studie zufolge sind die Kosten für Anschaffung und Unterhalt von Pkws zwischen 1995 bis 2007 um fast 35 Prozent gestiegen.

Der Preisindex für die Anschaffung und den Unterhalt von Autos ist laut einer Studie mit plus 34,3 Prozent in den Jahren von 1995 bis 2007 deutlich stärker gestiegen als die allgemeinen Verbraucherpreise, die knapp 20 Prozent zulegten, heißt es in der vom Institut für Automobilwirtschaft (IFA) im Auftrag von Dekra erstellten Studie. Ursache waren vor allem die Kfz-Steuern, gestiegene Spritpreise und die Wartungs- und Reparaturkosten. Setzten sich die aktuellen Trends fort, könnte der Anteil der Autokosten am monatlichen Haushaltsnettoeinkommen von heute durchschnittlich 661 Euro auf 864 Euro im Jahr 2015 steigen, hieß es in der aktuellen Studie.

Den Angaben zufolge stiegen die Kosten für Wartungs- und Reparaturarbeiten um jährlich 2,1 Prozent. Die Kraftstoffpreise legten um 4,7 Prozent zu und die Kfz-Steuern sogar um 6,5 Prozent. Noch stärker werde zur Kasse gebeten, wer sein Auto auf Pump kaufe. Die Finanzierungskosten stiegen der Studie zufolge von 2005 bis 2007 um 40 Prozent. Die Fahrzeugpreise blieben mit einem Plus von rund 1 Prozent jährlich dagegen unter dem allgemeinen Verbraucherindex von 1,5 Prozent.

Jeden zweiten Euro verlieren die Autofahrer im Schnitt durch den Wertverlust ihres Fahrzeuges, wie es weiter heißt. Zweitwichtigster Posten sind die Kraftstoffkosten (Anteil von 23,9 Prozent), gefolgt von Steuer und Versicherung (16,5 Prozent) sowie Wartung und Reparatur (9,2 Prozent). Je größer das Auto sei, desto höher sei der Wertverlust. Am höchsten sei dieser Posten bei Oberklassefahrzeugen mit 66,9 Prozent Anteil an den Autokosten.

Bei kleineren Autos hingegen fielen die Kraftstoffkosten vergleichweise stärker ins Gewicht. Zudem seien seit Anfang des Jahrzehnts die Wertverluste deutlich gestiegen. So ist den Angaben zufolge der Restwert eines zwei Jahre alten Fahrzeuges im Schnitt von etwa 70 Prozent im Jahr 2000 auf derzeit knapp 64 Prozent gesunken.

AP


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