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TEST: 31 Winterreifen im ADAC-Test

Insgesamt 31 Winterreifen der Dimensionen 175/65 R 14T und 195/60 R 15T standen auf dem Prüfstand. Gleich fünf Modelle der kleineren Kategorie erhielten die Bestnote »besonders empfehlenswert«.

Moderne Winterreifen unterscheiden sich heute in puncto Leistungsfähigkeit von guten Sommerreifen nur in Nuancen. Doch sie übertragen auch bei kühlen Temperaturen mehr Antriebs- und Bremskräfte auf die Straße. Sommerreifen hingegen verhärten bei Kälte, verlieren so Grip und können zu einem Sicherheitsrisiko werden. So braucht der Sommerreifen auf schneebedeckter Straße bei 50 Stundenkilometern einen etwa acht Meter längeren Bremsweg als ein Winterreifen (36 Meter).

Fünf mal die Bestnote

Insgesamt 31 Winterreifen der Dimensionen 175/65 R 14T und 195/60 R 15T standen auf dem Prüfstand. Gleich fünf Modelle der kleineren Kategorie erhielten die Bestnote »besonders empfehlenswert«: Als Testsieger der Michelin Alpin, gefolgt von Goodyear Ultra Grip 6, Continental Winter Contact TS 780, Pirelli W 190 Snowcontrol und Semperit Wintergrip.

Bei den breiteren Winterreifen lagen auf den ersten drei Plätzen die gleichen Hersteller vorn. Als Viertplazierter sicherte sich der Dunlop SP Wintersport M3 ebenfalls ein »besonders empfehlenswert«. Die günstigeren runderneuerten Modelle Ihle rigdon MS 178, Reiff Condor Winter 4 und Respa Ökon MS 790 schnitten mit »bedingt empfehlenswert« ab. Das gleiche Resultat erreichte der einzige getestete Ganzjahresreifen, Goodyear Vector 5. Die Kurzprofile der einzelnen Reifen:

Dimension 175/65 R 14 (T bis 190 km/h) - besonders empfehlenswert:

Michelin Alpin - sehr ausgewogen, Bestnote auf Eis, besonders gut auf trockener und nasser Fahrbahn sowie auf Schnee, Bestnote auch im Rollwiderstand und Verschleiß, lautestes Außengeräusch.

Goodyear Ultra Grip 6 - sehr ausgewogener Reifen mit Bestnote auf Nässe, besonders gut auf trockener Fahrbahn, gut auch auf Schnee, geringer Rollwiderstand.

Continental Winter Contact TS 780 - sehr ausgewogener und komfortabler Reifen, besonders gut auf Schnee, gut auch auf nasser Fahrbahn, leisestes Außengeräusch, relativ geringer Rollwiderstand.

Pirelli W 190 Snowcontrol - sehr ausgewogener Winterspezialist mit Bestnote auf Schnee, etwas schwächer auf trockener Fahrbahn, relativ geringer Rollwiderstand.

Semperit Wintergrip - sehr ausgewogen mit Bestnote auf Eis, gut auf Schnee, aber leichte Schwächen im Verschleißverhalten.

Empfehlenswert:

Dunlop SP Wintersport - komfortabler Reifen mit Bestnote auf trockener Fahrbahn, gut auf Nässe, aber im Vergleich zu den Besten deutliche Schwächen auf Schnee und Eis - im ADAC-Urteil deshalb auch abgewertet.

Esa + Tecar Super Grip - wirtschaftlicher Reifen mit Bestnote im Rollwiderstand bei gleichzeitig geringem Verschleiß, aber auch deutliche Schwächen im Verhalten auf Nässe, deshalb abgewertet.

Nokian WR - dreimal Bestnote auf trockener und nasser Fahrbahn sowie auf Eis, aber für einen Winterspezialisten - vor allem beim Bremsen - zu schwach auf Schnee (Abwertung), relativ hoher Verschleiß.

Vredestein Snowtrac 2 - besonders gut auf Nässe und Schnee, aber etwas schwächer auf trockener Fahrbahn, geringer Rollwiderstand, aber hoher Verschleiß (Abwertung).

Bridgestone Blizzak LM 18 - Bestnote auf trockener Fahrbahn, gut auch auf Nässe, aber deutliche Schwächen auf Eis (Abwertung), relativ hoher Rollwiderstand.

Maloya Cresta 220 - gut auf Nässe, aber Schwächen auf trockener Fahrbahn und im Verschleißverhalten (Abwertung), relativ lautes Innen- und Außengeräusch.

Uniroyal MS plus 5 - gut auf Nässe und Schnee, etwas schwächer auf trockener Fahrbahn, relativ geringer Rollwiderstand, Schwächen auf Eis und beim Verschleißverhalten führen zur Abwertung.

Sava Eskimo S3 - Bestes Bremsverhalten auf Schnee, aber leichte Schwächen auf trockener und nasser Fahrbahn, hoher Rollwiderstand.

Bedingt empfehlenswert:

Point S Winterstar - für einen Winterspezialisten zu schwach auf Nässe (Abwertung), Schnee und Eis, recht hoher Rollwiderstand, aber relativ geringer Verschleiß.

Goodyear Vector 5 - Ganzjahresreifen mit relativ geringem Rollwiderstand und Verschleiß, gut auf trockener und nasser Fahrbahn, aber Schwächen auf Schnee und Eis (Abwertung).

Ihle rigdon MS178 - runderneuerter Reifen mit deutlichen Schwächen auf trockener Fahrbahn (Abwertung), relativ schwach auch auf Nässe und Schnee, hoher Rollwiderstand.

Reiff Condor Winter 4 - runderneuerter Reifen mit deutlichen Schwächen auf Nässe (Abwertung), Eis und trockener Fahrbahn, relativ schwach auch auf Schnee und beim Verschleißverhalten.

Dimension 195/60 R 15 - besonders empfehlenswert:

Michelin Alpin - sehr ausgewogener Reifen mit Bestnote auf Nässe und Eis, besonders gut auch auf Schnee, leisestes Außengeräusch, geringer Rollwiderstand und Verschleiß.

Goodyear Ultra Grip 6 - sehr ausgewogener Reifen mit Bestnote auf Schnee besonders gut auch auf Nässe, geringer Rollwiderstand.

Continental Winter Contact TS 790 - sehr ausgewogener Reifen, besonders gut auf Schnee, gut aber auch auf nasser Fahrbahn.

Dunlop SP Wintersport M3 - sehr ausgewogener Reifen mit Bestnote auf Nässe, besonders gut auch auf trockener Fahrbahn, etwas höherer Rollwiderstand.

Empfehlenswert:

Bridgestone Blizzak LM 18 - Bestnoten auf trockener Fahrbahn und auf Schnee, aber relativ schwach auf Nässe und Eis (Abwertung), etwas höherer Rollwiderstand, geringer Verschleiß.

Uniroyal MS plus 55 - komfortabler Reifen (auf dem Testfahrzeug leises Innengeräusch) mit Bestnote auf Nässe, besonders gut auch auf Eis, aber hoher Verschleiß (Abwertung).

Maloya Cresta 220 - besonders gut auf Schnee und Eis, geringer Rollwiderstand, aber relativ schwach auf trockener und nasser Fahrbahn (Abwertung).

Fulda Cristall Montero - im Vergleich zu den Klassenbesten etwas schwächer auf trockener und nasser Fahrbahn, relativ hoher Rollwiderstand, aber geringer Verschleiß.

Hankook W 400 S - insgesamt durchschnittlicher Reifen, für ein besseres Abschneiden zu schwach auf Nässe und Schnee.

Firestone FW 930 - im Vergleich zu den Besten schwach auf Nässe, Schnee und Eis, etwas höherer Rollwiderstand.

Semperit Sport Grip - Bestnote auf Eis, aber schwach auf trockener (Abwertung) und nasser Fahrbahn, relativ geringer Verschleiß.

Kléber Krisalp HP - unkomfortabler Reifen (lautes Innengeräusch), mit Schwächen auf Schnee und vor allem auf trockener Fahrbahn (Abwertung), geringer Rollwiderstand, aber hoher Verschleiß.

Yokohama AVS Winter - schlechtestes Abschneiden im Test in den Disziplinen Nässe, Schnee sowie Eis und auch relativ schwach auf trockener Fahrbahn (Abwertung), gut im Rollwiderstand und Verschleißverhalten.

Respa Ökon MS 790 - runderneuerter Winterreifen mit noch akzeptablem Verhalten auf Schnee und Eis, aber relativ schwach auf trockener und nasser Fahrbahn, hoher Verschleiß (Abwertung).

Der ausführliche Winterreifen-Test ist in der Oktoberausgabe der ADAC-Clubzeitschrift »ADAC-Motorwelt« erschienen.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.