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iPad Air und iPad Mini: Die neuen Apple-Tablets im Check

Abspecken gegen die Krise: Mit dem iPad Air bringt Apple eines der dünnsten Tablets auf den Markt. Doch auch das neue iPad Mini lockt mit scharfen Reizen. Die neuen Tablets von Apple im ersten Check.

Von Christoph Fröhlich

Gerade einmal anderthalb Monate ist es her, seit Apple die neuen iPhones enthüllte. Nun hat das Unternehmen mächtig nachgelegt: Unternehmenschef Tim Cook zeigte am Dienstagabend zwei runderneuerte iPads, überarbeitete Macbooks, ein neues Mac-Betriebssystem, einen Profi-Computer und jede Menge kostenlose Apps. Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft ballert der iPhone-Hersteller noch einmal aus allen Rohren. Vor allem die neuen iPads sind zwei echte Hingucker. stern.de konnte die beiden Flachmänner bereits ausprobieren und sagt, was sie können und wie sie sich anfühlen.

iPad Air: Flacher Muskelprotz

Das Highlight ist das neue iPad Air: Die fünfte Auflage des Tablets macht seinem Namen alle Ehre und erinnert mit seinem flachen Design an das Macbook Air. Der Rahmen links und rechts neben dem Display ist nun deutlich schmaler und ähnelt vom Look her dem iPad Mini. In der Breite misst das große Apple-Tablet nun 16,9 statt 18,5 Zentimeter, die Dicke ist auf 7,5 Millimeter geschrumpft. Was auf dem Papier nach wenig klingt, macht sich in der Praxis bemerkbar: Das große iPad lässt sich nun - zumindest mit großen Händen - auch mit einer Hand halten. Noch deutlicher spürt man den Unterschied beim Gewicht: Brachte das "alte" iPad noch 635 Gramm auf die Waage, wiegt das neue nur noch 469 Gramm - ein Gewichtsverlust von fast 26 Prozent.

Doch nicht nur am Aussehen hat Apple gefeilt, auch das Innere wurde ordentlich aufgemotzt: Als Prozessor kommt nun der A7-Chip zum Einsatz, der bereits im iPhone 5S sein Debüt feierte. Er ist der erste 64-Bit-Prozessor für Smartphones und Tablets und ermöglicht Videospiele in Konsolenqualität. Auf den iPads konnten wir den grafisch opulente Fantasyschnetzler "Infinity Blade III" anspielen, störende Ruckler gab es nicht. Auch das neue Betriebssystem iOS 7 läuft auf dem Tablet butterweich, man kann nahtlos zwischen einzelnen Apps hin- und herwechseln. Dem A7-Chip steht der M7-Co-Prozessor zur Seite: Er wertet ständig Sensordaten vom Beschleunigungsmesser, Gyroskop und Kompass aus und ermöglicht eine neue Generation von Fitness-Apps. Wie wichtig die auf einem großen Tablet wie dem iPad Air sind, steht aber auf einem anderen Blatt. Trotz des schnellen Prozessors und des dünnen Gehäuses bleibt die Akkulaufzeit identisch: Das iPad Air hält mit einer Ladung bis zu zehn Stunden durch.

Zwei Antennen für alle LTE-Frequenzen

Ebenfalls neu: Im Inneren des iPad Air stecken zwei Antennen, wodurch nun die LTE-Frequenzen aller deutschen Mobilfunkanbieter unterstützt werden. Durch eine spezielle Technologie können außerdem größere Datenmengen in kürzerer Übertragungszeit verarbeitet werden. Dadurch ist das Wlan doppelt so schnell wie bei den bisherigen Apple-Tablets. Im ersten Schnelltest konnten wir den Übertragungsspeed nicht testen, genauere Ergebnisse muss ein Test liefern.

Wie beim iPad Mini kann man das Tablet problemlos mit dem Daumen am Rand festhalten, ohne dass man gleich unbeabsichtigt eine App startet. Das Display erkennt den Unterschied, ob ein Finger einfach auf dem Display ruht, oder ob er sich bewegt. Die Rückkamera bleibt unverändert, die neue iSight-Knipse mit Slow-Mo-Funktion des iPhone 5S ist nicht verbaut. Auch der Fingerabdruckscanner Touch ID kommt nicht zum Einsatz.

Das iPad Air wird ab 1. November je nach Ausstattung ab 479 Euro verkauft.

iPad Mini: Das kleine Scharfe

Das iPad Mini wurde ebenfalls überarbeitet und hat nun wie das große iPad ein Retina-Display. Die Auflösung beträgt 2048 x 1536 Pixel, das ist mehr als auf einen handelsüblichen 42-Zoll-Fernseher passen. Auf dem 7,9-Zoll-Display liegt die Pixeldichte bei 324 Pixeln pro Zoll (ppi). Zum Vergleich: Das große iPad bringt 264 Bildpunkte auf der gleichen Fläche unter, knapp 22 Prozent weniger. Googles Konkurrenz-Tablet Nexus 7 liegt mit 323 ppi auf einem ähnlichen Niveau. Die Farben des Retina-Displays sind satt und brillant, die Kontraste knackig. Der Bildschirm ist sehr hell, Schrift erscheint auf dem Tablet gestochen scharf. Selbst bei naher Betrachtung sind keine Pixel zu erkennen. Apple katapultiert sich mit dem iPad Mini direkt ins Spitzenfeld der Tablet-Displays.

Sonst hat sich beim iPad Mini wenig verändert: Die Rückkamera ist identisch mit dem Vorgänger, das Gehäuse ist 0,3 Millimeter dicker geworden, was sich im Alltag aber praktisch kaum bemerkbar macht. Zudem hat das iPad Mini etwas zugelegt: Statt 308 wiegt es nun 331 Gramm. Doch wer sich an ein paar Gramm mehr stört, sollte daran denken: Irgendwo muss der riesige Akku ja hin. Denn niemand will ein Mini-Tablet, dem bereits nach ein paar Stunden die Puste ausgeht. Wie beim großen Modell fehlt auch beim Mini der Fingerabdruckscanner.

Das iPad Mini wird in der Wifi-Variante mit 16 Gigabyte Speicherplatz 389 Euro kosten. Für eine Verdoppelung der Speicherkapazität auf 32, 64 und 128 Gigabyte werden jeweils 90 Euro fällig. Für ein Modell mit mobilem Internet zahlt man weitere 120 Euro. Insgesamt kostet die größte Ausstattung des kleinen iPads mit 128 Gigabyte und LTE-Unterstützung (alle deutschen Netze) 779 Euro. Es ist in den Farben silber und spacegrau erhältlich, ein goldenes Modell gibt es nicht.

iWork und iLife: Gratis-Software

Jeder Käufer eines iPads erhält zudem kostenlos die neue iLife-Suite sowie das Office-Pendant iWork. Darin enthalten ist das Textverarbeitungsprogramm Pages, der Excel-Klon Numbers, das Präsentations-Tool Keynote, das Bildbearbeitungsprogramm iPhoto, die Videoschnittsoftware iMovie und das Musikprogramm Garageband. Die Apps wurden runderneuert und sind für die schnelleren 64-Bit-Prozessoren in den neuen Apple-Geräten optimiert. Das macht sich bemerkbar: Selbst durch riesige Bildarchive scrollen die iPads in wenigen Sekunden. Videos lassen sich in iMovie ohne nervige Wartezeiten bearbeiten.

Die kostenlose Software ist auch eine Reaktion auf Microsoft, die mit ihrem Surface-2-Tablet samt Gratis-Office-Suite versuchen, Apple die Kunden abzufischen. Während der Keynote verteilte Apple-Chef Cook gleich mehrere Seitenhiebe gegen den Konkurrenten aus Redmond.

Fazit: Keine Sensation, aber solide

Für den ganz großen Wow-Effekt reichte es bei den neuen iPads nicht, dazu war vorab zu viel bekannt. Dennoch hat Apple vieles richtig gemacht: Mit dem dünneren und leichteren Gehäuse des iPad Air hat der Konzern sein Image als Premiumhersteller gefestigt. Andere Firmen mögen die gleiche oder bessere Technik haben, in puncto Verarbeitung kann den Kaliforniern keiner das Wasser reichen. Das Retina-Display des iPad Mini macht Apple im umkämpften Markt der Mini-Tablets wieder zum Big Player. Zwar ist Googles Nexus 7 günstiger, dafür wirkt das Apple-Tablet mit seinem Aluminiumgehäuse deutlich edler. Wie gut sich die neuen Apple-Tablets wirklich schlagen, wird ein finaler Test zeigen, den Sie demnächst auf stern.de finden werden.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.