HOME

Konsole zu Weihnachten: Darauf müssen Sie beim Kauf einer Playstation 4 achten

Zu Weihnachten dürfte die Playstation 4 unter vielen Weihnachtsbäumen stehen. Doch zu welchem Spiele-Bundle greift man - und kauft man lieber die 500GB- oder 1TB-Version? Wir verraten, worauf Sie beim PS4-Kauf achten sollten.

Von "PC Magazin"-Autor The-Khoa Nguyen

Playstation 4

Die Playstation 4 ist ein beliebtes Weihnachtsgeschenk

Bei vielen Kindern und (jungen) Erwachsenen steht Sonys Playstation 4 ganz oben auf der Wunschliste zu Weihnachten. Damit Ihre Liebsten besonders viel Spaß daran haben und Sie möglichst wenig falsch machen, hat das "PC-Magazin" ein paar aktuelle Tipps zusammengetragen, die Sie bei derzeitigen Angeboten und Aktionen beachten sollten. Wir zeigen potenzielle Stolperfallen, geben Tipps bei der Festplatten-Frage "500 GB oder 1 Terabyte?" und helfen bei der Auswahl des richtigen Angebots.

PS4 kaufen: Neue vs. alte Revisionen

Viele potenzielle Käufer einer PS4 wissen nicht, dass Sony seit dem Release der Playstation 4 (November 2013) bereits zwei neue Revisionen veröffentlicht hat. Zum Start erschienen weltweit Modelle der CUH-10xxA-Serie. Das "xx" steht für Ziffernfolgen von 00 bis 16, die den jeweiligen Verkaufsregionen der Welt zugeordnet sind. Europa hat die 16, hierzulande sollte entsprechend das Modell CUH-1016A in den Verkauf gelangen. Bei anderen Modellen handelt es sich also um Importprodukte, die unter Umständen mit hiesigen Spielen (auch umgekehrt) Probleme machen können.

Im Juli 2014 änderte Sony marginal einzelne Hardware-Bauteile zugunsten einer günstigeren Produktion (CUH-11xxA). Mit der neuen Serie war die PS4 auch erstmals in weiteren Farben erhältlich. Neben dem limitierten Design in Grau war dies vorrangig die Farbe Weiß. Ein Jahr später veröffentlichte Sony dann eine Variante mit 1 TB großer Festplatte, die unter der Bezeichnung CUH 11xxB läuft. Das A steht bei der PS4 immer für die Variante mit 500 GB, das B für Konsolen mit 1-TB-Festplatte. So können Sie sich in der Regel bei einem Angebot - oder vor allem bei einem privaten Inserat - sicher sein, die richtige Variante zu erwischen.

Neue PS4-Version ist stromsparender

Im Juli 2015 erschien dann mit dem Modell CUH-12xxA und später im September 2015 mit dem Modell CUH-12xxB die aktuelle Revision. Diese ist erkennbar an einem matten Festplattendeckel oben links auf der PS4. Die Vorgänger hatten an dieser Stelle noch einen Klavierlackdeckel. Entscheidend ist bei dem Modell, dass es weniger Strom verbraucht und insgesamt leiser im Betrieb ist. Die Leistungsaufnahme beträgt im Maximum 230 gegenüber 250 Watt beim Vorgänger und das Lüfter-Management wurde verbessert.

Unser Tipp: Wenn Ihnen der Stromverbrauch genauso wie die Lautstärke im Wohnzimmer wichtig sind, dann sollten Sie bei Angeboten darauf achten, die aktuelle Revision zu bekommen. Viele Online-Shops wollen ihre Restbestände der alten Modelle loswerden und bieten vermeintliche Spitzenpreise, bei denen sich die Ersparnis wegen des höheren Stromverbrauchs der ersten Generationen auf Dauer erübrigt oder Preise, bei denen Sie sich den Rabatt mit ihren Nerven erkaufen müssen.

Achten Sie also auf die Bezeichnungen CUH-1216A oder CUH-1216B. Diese können Sie auf der Unterseite der PS4 ablesen. Vergewissern Sie sich bei Privatangeboten zusätzlich, dass nicht an der Festplatte herumgedoktert wurde - also beispielsweise eine 1-TB-Festplatte nachträglich gegen eine kleinere getauscht wurde. Der Festplattenaustausch bei einer PS4 ist unkompliziert und auch von Laien zu bewerkstelligen.

PS4 kaufen: 500 GB oder 1 TB Festplatte

Die PS4 gibt es mittlerweile mit Festplattenkapazitäten von 500 GB und 1 TB. Aktuelle Spiele können je nach Titel schon mal einen Speicherbedarf von bis zu über 50 GB haben – nur für die Installation. Dazu kommt noch zusätzlicher Bedarf, wenn sich Speicherstände summieren oder Social-Features wie etwa das Teilen von Videos erwünscht sind. Hier lohnt es also durchaus, in die Zukunft zu investieren.

Für die Variante mit 1 TB bezahlen Sie im Durchschnitt rund 50 Euro mehr. In der Regel zahlt sich dieser zusätzliche Platz aus, wenn die PS4 lange genutzt und mit vielen Spielen gefüttert wird. Doch auch dieser Platz wird irgendwann – im Hinblick auf die Zukunft – nicht mehr ausreichen.

Behalten Sie im Hinterkopf, dass sich die Festplatte einer PS4 spielend leicht auswechseln lässt. Für weitere 50 Euro könnten Sie die PS4 also direkt oder in der nahen Zukunft schon auf 2 TB aufrüsten (500-GB-Modell mit passender 2-TB-HDD, statt der PS4 mit 1 TB). Es könnte sich also auszahlen, zuerst mit 500 GB vorliebzunehmen, um später günstiger in mehr Speicherplatz zu investieren. Wichtig ist bei der Auswahl der 2,5-Zoll-Festplatte nur, dass die Höhe 9,5 Millimeter nicht übersteigt. Die Garantie erlischt dann übrigens nicht.

Performance-Junkies könnten übrigens auch eine SSD – oder derzeit finanziell attraktiver – eine SSHD einbauen, wenn das Preisliche erst einmal nicht ausschlaggebend ist. Früher oder später werden die Kosten für eine SSD niedrig genug sein, dass sich eine SSD in einer PS4 eher lohnt. Leistungstechnisch gibt es Vorteile bei den Ladezeiten und bei der Bootdauer. Je nach Titel profitiert auch das in aufwendigen Spielen verwendete Textur-Streaming von mehr Datendurchsatz, woraus sich eine höhere Performance ergibt. Im Moment würden wir aus Preis-Leistungs-Sicht eher zu einer SSHD (1 TB) raten, die Zuwächse gegenüber der normalen PS4-Magnetfestplatte sind deutlich, und im Vergleich zu einer SSD nicht sehr viel langsamer.

Zu beachten ist jedoch, dass der "SSD-Boost" auf einem aktuellen PC deutlich höher ist als auf einer PS4. Das liegt vorrangig am limitierenden SATA2-Anschluss der PS4, der Datentransferraten auf maximal 300 MB/s begrenzt. Es bleibt abzuwarten, ob Sony nicht womöglich eine weitere Revision mit SATA3-Schnittstelle auf den Markt bringt, die erst die heutigen SSD-Raten auf PCs von bis zu über 500 MB/s ermöglicht. Was eine SSD unter SATA2 auf der PS4 bringt, sehen Sie in unserem PS4-SSD-Ratgeber mit Benchmarks.

Und die Xbox One?

Bei der Xbox One stellt sich die Frage nach Revisionen oder Festplatten übrigens noch nicht. Microsoft verkauft weiterhin die erste Fassung. Der Austausch des Datenträgers ist zudem nicht so einfach wie bei der PS4. Hier gibt es jedoch externe Lösungen mit SSHDs. Bei der Xbox One ist also der folgende Punkt für potenzielle Käufer interessant.

PS4: Spiele-Bundles, zweiter Controller, Kamera & Co.

Als Bundle bezeichnet man ein Paket aus Konsole und Spiel oder Konsole mit zweitem Controller oder der Kamera, bei dem Sie oft deutlich günstiger wegkommen als beim Einzelkauf. Hier gilt es lediglich, die Geschmacksfrage zu klären.

Informieren Sie sich oder machen Sie sich Gedanken darüber, welche Spiele-Vorlieben Sie oder Ihr Nachwuchs haben. Zählen etwa typische Rollenspiele oder Online-Shooter zu den Favoriten, braucht es vorerst keinen zweiten Controller. Bedenken Sie, dass Online-Modi noch ein Abo für Playstation Plus voraussetzen (alternativ Xbox Live, Preis: 50 – 60 Euro im Jahr). Sind Online-Komponenten zweitrangig und Sie wollen lieber Fußball-Games oder andere Titel gemeinsam vor dem Fernseher spielen, lohnt sich ein Bundle mit zweitem Controller schon eher. Auch könnte ein Bundle mit der Playstation-Kamera interessant sein, wenn Sie etwa Tanzspiele bevorzugen.

Controller toppt Spiele

Beachten Sie dabei: In der Regel gilt, dass ein Paket mit Hardware (zweiter Controller, Kamera, Mikrofone & Co.) im Hinblick auf den Wertverlust attraktiver ist als ein Spiel im Bundle mit der PS4. Schon wenige Monate nach dem Release eines Spiels verlangen die Händler deutlich weniger dafür. Die Controller- und Kamera-Preise hingegen werden als Neuware je nach Händler ziemlich stabil bleiben. Wenn es nicht direkt ein Spiel zum Release sein muss, zahlt es sich also aus, eher in die Hardware und dazu ältere Spiele zu investieren.

Highlights für PC und Konsole: Auf diese Spiele können sich Gamer freuen
World of Warcraft: Legion  Ja, "World of Warcraft" gibt es immer noch. Der MMO-Dino ist nicht totzukriegen, mittlerweile steht die sechste Erweiterung in den Startlöchern. Sie trägt den Beinamen "Legion", und genau um die geht es. Genauer um die Brennende Legion. Die Dämonenhorde kehrt in der neuen Erweiterung zurück, außerdem gibt es eine neue Klasse: den Dämonenjäger. Weitere Neuerungen: Die Maximalstufe wird auf Level 110 angehoben, es gibt ein überarbeitetes Ehresystem für den "Player vs Player"-Modus, Artefaktwaffen und neue Gebiete mit großen Bossen.     Genre: MMO  Erscheint: vermutlich 2016  Plattform: PC

World of Warcraft: Legion
Ja, "World of Warcraft" gibt es immer noch. Der MMO-Dino ist nicht totzukriegen, mittlerweile steht die sechste Erweiterung in den Startlöchern. Sie trägt den Beinamen "Legion", und genau um die geht es. Genauer um die Brennende Legion. Die Dämonenhorde kehrt in der neuen Erweiterung zurück, außerdem gibt es eine neue Klasse: den Dämonenjäger. Weitere Neuerungen: Die Maximalstufe wird auf Level 110 angehoben, es gibt ein überarbeitetes Ehresystem für den "Player vs Player"-Modus, Artefaktwaffen und neue Gebiete mit großen Bossen.

 

Genre: MMO

Erscheint: vermutlich 2016
Plattform: PC

In Zusammenarbeit mit dem "PC Magazin"