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Fernsehertrends auf der Ifa: TV wird schlau

3D gibt's nur noch nebenbei, das Ifa-Thema ist Smart TV – internetfähige, mit anderen Geräten vernetzte Fernseher. Wie schon beim Siegeszug der Smartphones spielen Apps eine entscheidende Rolle.

Von Ralf Sander, Berlin

Die Frau im Spiegel sieht toll aus. Sie korrigiert die Frisur, prüft den Sitz ihres Kleids – und prüft ihren Terminkalender, der auf der Oberfläche des Spiegels eingeblendet wird. Nebenan checkt ihr Mann an einem mannshohen Monitor aktuelle Aktienkurse und Nachrichten, dann dreht sich der Bildschirm in die Horizontale. Die Sportschau kann beginnen. Beide Geräte, auch der Spiegel, sind eigentlich Fernseher.

So sieht die Zukunft des Fernsehens aus, wenn man Loewe glauben mag. Der fränkische Hersteller von TV-Geräten und Audio-Equipment der oberen Preisklasse hat seine Visionen auf der Ifa aufgebaut. Die Designstudien funktionieren sogar, doch mit der Realität haben sie noch nicht viel zu tun. Die sieht in diesem Jahr unspektakulär aus. Brandneues gibt es nicht. 3D und die Vernetzung von Fernsehgeräten mit dem Internet bestimmen wie im vergangenen Jahr das Bild. Die Technik macht keine Sprünge, sie schreitet in kleinen Verbesserungsschritten voran.

Harte Kämpfe an der Preisfront

Währenddessen sind die Hersteller in harte Preiskämpfe verwickelt. Der Markt ist gesättigt, überall hängen schon Flachfernseher an den Wohnzimmerwänden oder stehen im Schlafzimmerregal. Laut dem Cemix-Index, einer Unterhaltungselektronik-Marktanalyse für Deutschland, ist in der ersten Hälfte dieses Jahres der Absatz von Flachbildfernsehern im Vergleich zum Vorjahr um 4,7 Prozent zurückgegangen. Der Umsatz sank sogar um 10,3 Prozent, unter anderem wegen des Preisverfalls. Die großen asiatischen Produzenten können diese Entwicklung leichter kompensieren, kleinere Firmen wie Loewe haben zurzeit zu kämpfen. Alle hoffen auf das traditionell stärkere zweite Halbjahr und das Weihnachtsgeschäft.

3D ist nur noch eine nette Zugabe

Ein Problem der gesamten Branche: 3D schwächelt. Der Euphorie nach dem gigantischen Erfolg von "Avatar" im Kino ist zwei Jahre später Ernüchterung gewichen. "Insgesamt haben wir bei weitem nicht den Hype erreicht, der ursprünglich bei der Einführung von 3D erwartet worden war", stellt Ralph Hauter vom Branchenverband Bitkom fest. Die dritte Dimension stellt kaum einen Kaufanreiz dar. 3D ist eher ein Zusatzfeature, das Fernseher halt mitbringen.

Das Schwächeln im Wohnzimmer bedeutet allerdings nicht, dass sich die Branche die alten flachen Zeiten wieder zurückwünscht. Auf der Ifa wird 3D kompromisslos gepusht. Sony beispielsweise ist an der gesamten Herstellungs- und Verwertungskette dreidimensionaler Inhalte beteiligt – von der 3D-Profikamera über Fernseher bis zum Kinofilm und Computerspiel. Da gibt es kein zurück mehr. Die Japaner sehen sogar noch Bedarf für eine Art Kinobrille, die direkt vor den Augen auf zwei Mini-Bildschirmen 3D-Bilder und per Kopfhörer Surround-Sound zaubert. Personal 3D Viewer heißt das Gerät, das auf der Ifa vorgestellt wird.

Ungeliebte Augengläser

Die 3D-Brille ist überhaupt das große Thema, an dem sich die High-Tech-Firmen abarbeiten. Die einen setzen auf die Shuttertechnik mit teuren, elektronisch ferngesteuerten Brillen. Weil hier bisher jedes Modell nur mit bestimmten Fernsehern funktioniert, haben sich kurz vor der Ifa Sony, Samsung und Panasonic mit dem Brillenhersteller Xpand 3D zusammengetan, um einen Industriestandard festzulegen, der Shutterbrillen kompatibel macht. LG hingegen setzt aggressiv auf Brillen mit Polfiltern, die wesentlich billiger herzustellen sowie schlanker und leichter sind. Sehr angenehm für Brillenträger sind auch Aufsteck-Polfilter, die LG vorstellt. Philips wiederum hat 3D-Brillen mit Sehstärken im Gepäck. Und Toshiba ist führend bei dem Versuch, die ungeliebten Augengläser ganz loszuwerden, und stellt Fernseher vor, die die dritte Dimension vor dem unbewaffneten Auge erzeugen können. Das funktioniert bisher allerdings nur, wenn man genau von vorne auf die Mattscheibe guckt und sich kaum bewegt.

Smart sei der Fernseher

3D wird sich weiter verbreiten, wenn auch langsamer als erhofft, dessen ist sich die Branche sicher. Als Lockstoff für Fernsehkäufer müssen nun andere Funktionen herhalten. Funktionen, die es bereits seit einigen Jahren gibt, die in diesem Jahr allerdings zum Next Big Thing herangereift sind: Hybrid TV, die Verbindung von Fernseh- und Internetinhalten. Das bislang reine Empfangsgerät wird zur Kommunikationszentrale, es wird dem PC, ja sogar dem Smartphone ein ganzes Stück ähnlicher.

Um den Hybriden – je nach Hersteller als Smart TV oder Internet TV vermarktet - auf Touren zu bringen, sollen jetzt zwei bisher fehlende Bedingungen erfüllt sein: einfache Bedienung und attraktive Inhalte. Dabei kommt ein Erfolgsmodell zum Einsatz, das schon die Mobilfunkbranche auf den Kopf gestellt hat: Apps. Der Fernseher soll mit kleinen, in ihrer Funktion klar umrissenen Programmen den Bedürfnissen des Nutzers angepasst werden. Die Smartphones haben das Potenzial der Apps gezeigt. Für die neuen TV-Modelle von Samsung zum Beispiel sind schon rund 600 dieser kleinen Helfer verfügbar.

Das Smartphone als Fernbedienung

Wetterbericht, Nachrichten-Websites, Youtube, Skype, Facebook und Twitter – alles gibt es jetzt auch in der Glotze. Wer während des "Tatorts" mit seinen Freunden über den Krimi chatten will, braucht dafür nicht mehr den Laptop auf dem Schoß, sondern kann in einem Fenster neben dem TV-Bild plappern. Als Tastatur agiert das Smartphone, das Teil der schlauen TV-Welt wird. Es wird als Fernbedienung eingesetzt, bei einigen Herstellern lässt sich außerdem das Fernsehbild über Wlan auf das Handy schicken, falls man beim Gang zum Kühlschrank keine Sekunde verpassen will. Und den Festplattenrekorder können die Handys ebenfalls programmieren – von unterwegs, versteht sich.

HbbTV, die nächste Generation des altehrwürdigen Videotexts, liefert ausführliche Informationen zu laufenden Sendungen – und soll sogar einfach Einkäufe ermöglichen. Fans von Robbie Williams könnten zum Beispiel während seines Auftritts bei "Wetten dass ..?" seinen neuen Song kaufen. Ein Knopfdruck auf der Fernbedienung soll ausreichen.

Im Heimnetzwerk eingebunden, gewähren die Smart TVs Zugriff auf Musik, Videos und Fotos. Wem das Fernsehprogramm und das eigene Archiv nicht ausreichen, kann sich aus dem Internet zu jeder Zeit weiteren Stoff besorgen. Die Mediatheken der Fernsehstationen sind direkt eingebunden, ebenso kostenpflichtige Onlinevideotheken.

Nachträglich schlau

Wer sich nicht gleich einen neuen Fernseher kaufen will, kann mithilfe von Zusatzhardware auch das alte Gerät zumindest etwas schlauer machen. Der deutsche Hersteller Videoweb baut Settop-Boxen für genau diesen Zweck. Außerdem bieten manche Bluray-Player, Digital-TV-Empfänger und Medienfestplatten zumindest einige Smart-TV-Funktionen. Gleiches gilt für Apple TV. Im kommenden Jahr kommt außerdem Google TV nach Europa. Das Angebot des Suchmaschinenriesen ist in den USA allerdings bisher ein Flop, weil die Fernsehsender die Zusammenarbeit verweigern. Insgesamt bleiben laut einem Test des IT-Magazins "c't" die Nachrüst-Varianten in ihren Fähigkeiten hinter echten Smart-TV-Fernsehern zurück.

Smart und dreidimensional wird sie also, die Welt des Fernsehens. Alles ist vernetzt, auf welchem Weg Medieninhalte abgespielt werden, wird zur Nebensache. Wem das alles zu viel des Guten ist, der kann sich immerhin darüber freuen, dass TV-Geräte, die nichts können, außer Fernsehbilder zu zeigen, noch viel billiger werden.

Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.