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Falscher Klick, das Geld ist weg: Ebay Kleinanzeigen: Vor dieser Paypal-Betrugsmasche warnt die Polizei

Bei Ebay Kleinanzeigen wird die Ware häufig via Paypal bezahlt. Was viele nicht wissen: Ein falscher Klick, und man steht im Betrugsfall alleine da. Wir erklären, worauf Sie achten müssen.

Der Bezahldienst Paypal ist praktisch, wird aber auch von Betrügern ausgenutzt.

Der Bezahldienst Paypal ist praktisch, wird aber auch von Betrügern ausgenutzt.

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Ebay Kleinanzeigen ist eine der populärsten Online-Plattformen in Deutschland. Hier wird alles angeboten, vom zu klein gewordenen Pullover über das alte Handy bis hin zur Eigentumswohnung. Einigt man sich mit dem Verkäufer auf einen Preis, bezahlt man die Ware in der Regel über Paypal. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten: Immer wieder nutzen Kriminelle den Bezahl-Dienstleister für eine dreiste, aber simple Betrugsmasche.

Die funktioniert so: In der Regel stellen die Betrüger populäre Produkte wie Marken-Sneakers, iPhones oder hochwertige Küchenmaschinen zu einem günstigen, aber nicht unseriös wirkenden Preis ein. Nutzer glauben, ein Schnäppchen zu machen und kontaktieren den Verkäufer. Der verlangt eine Bezahlung via Paypal, der Kunde solle jedoch unbedingt die Zahlungsoption "Freunde und Familie" auswählen, weil dann keine weiteren Gebühren anfallen.

Das wirkt nur wie ein kleines Detail, hat aber im Betrugsfall gravierende Folgen: Bei Online-Geschäften greift der PayPal-Käuferschutz, auf den sich viele Nutzer verlassen, nur beim Punkt "Waren und Dienstleistungen". Wählt man "Freunde und Familie", um ein Ebay-Kleinanzeigen-Geschäft abzuwickeln, hat man im Betrugsfall schlechte Karten.

"Diese Variante ist dafür gedacht, sich unter Freunden Geld zu schicken - zum Beispiel für einen gemeinsamen Restaurantbesuch, für von Freunden vorgelegte Beträge oder um Geld für ein gemeinsames Geschenk zu sammeln“, schreibt der Verbraucherschutz.

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Die Masche funktioniert immer wieder

Bei der Polizei landen immer wieder Fälle von Opfern, die auf diese Weise um mehrere Hundert Euro geprellt wurden. Die Täter werden jedoch nur selten gefasst: Die bei Paypal hinterlegte E-Mail-Adresse ist häufig eine Wegwerfadresse. Das Paypal-Konto existiert nur für einen kurzen Zeitraum: Sobald das Geld auf dem Konto eintrifft, wird es weitergeleitet, das Konto anschließend direkt gelöscht. Das Geld sehen die Geprellten nur selten wieder.

Die Polizei warnt deshalb immer wieder davor, die "Freunde und Familie"-Option unbedacht bei Fremden zu verwenden, nur um Gebühren zu sparen. "Neben der Polizei warnt auch Paypal selbst vor der Bezahlung von Waren mit der Zahlungsmethode 'Freunde & Familie'. Diese ist für den Verbraucher zwar insofern günstig, dass weder Empfänger noch Geldversender Gebühren zahlen müssen. Allerdings besteht der Nachteil, dass es von Paypal keinerlei Käuferschutz gibt", heißt es in einer Mitteilung der Polizei.

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