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Bericht für den US-Kongress: Facebook packt aus: Diese Daten sammelt das Netzwerk wirklich über Sie

Dass Facebook unsere Daten sammelt, wussten wir schon lange. Nun hat das Unternehmen erstmals über die teils gruseligen Methoden ausgepackt, die es dazu benutzt. Einer der schlimmsten Vorwürfe hat sich aber nicht bestätigt.

Facebook Mark Zuckerberg

Was will Facebook-Chef Mark Zuckerberg alles von uns wissen? 

Picture Alliance / Getty Images

Jetzt ist es raus: In einem 220 Seiten langen Bericht beantwortete Facebook gerade schriftlich Fragen des US-Kongresses - und verriet darin auch, mit welchen irren Methoden das Netzwerk die Daten seiner Nutzer sammelt. Dabei geht es deutlich weiter, als man vermutet hätte. An einem entscheidenden Punkt zieht man aber wohl die Grenze.

Viele der Erkenntnisse aus dem Bericht waren erwartbar. Natürlich wertet Facebook sämtliche Profilangaben, die Likes der Nutzer und ihre Interaktionen miteinander aus. Auch, dass die Nutzungszeit und Käufe über die Seite gespeichert werden, ist wenig überraschend. Doch dann sind da noch die anderen Daten.

Gruselige Facebook-Spitzelei

Der "Business Insider" hat sich durch das Dokument gearbeitet und einen ganzen Haufen von Datensammel-Methoden gefunden, mit denen wohl nur die wenigsten gerechnet hatten - und die oft schlicht gruselig detailliert sind. Oder hätten Sie damit gerechnet, dass Facebook routiniert Ihre Foto-Sammlung, die GPS-Daten und - bei Android-Nutzern - SMS- und Anruf-Verlauf ausliest? Genau das passiert aber laut dem eigenem Kongress-Dokument des Unternehmens.

Bei manchen Daten ist der Hintergrund noch nachvollziehbar. So schreibt Facebook etwa im Detail mit, wie man die Maus auf der Seite bewegt. So will man angeblich herausfinden, ob es sich bei dem Nutzer um einen Menschen handelt oder ein Programm automatisiert die Seite absurft. Auch die Information, ob das Facebook-Fenster im Vorder- oder Hintergrund läuft, soll dabei helfen. 

Auch die Abfrage des Betriebssystems, des benutzten Browsers und der Auflösung sind an sich nicht überraschend. Sie können bei der optimierten Darstellung der Seite helfen. Andererseits lassen sich darüber aber auch Nutzer identifizieren. Apple trickst deswegen mit dem kommenden iOS 12 - und zeigt sämtliche iPhones als einheitliches Gerät an. So will man dem übertriebenen Tracking einen Riegel vorschieben.

Zuckerberg will alles wissen

Anscheinend mit gutem Grund. Facebook sammelt nämlich nahezu sämtliche Informationen zu unseren Geräten. Dabei ruft das Netzwerk völlig selbstverständlich den Akkuladestand, den freien Speicherplatz und die Signalstärke von Wlan und Mobilfunk ab. Auch sämtliche Netzwerke in Reichweite, den Mobilfunkprovider und die IP-Adresse sowie die Geschwindigkeit der Verbindung werden routinemäßig gespeichert.

Mark Zuckerbergs Neugier hört nicht bei unseren eigenen Geräten auf: Dem Bericht zufolge analysiert Facebook auch die Netzwerk-Umgebung und meldet andere Geräte weiter. Selbst wer keinen Facebook-Account hat, landet also in den Datenbanken des Netzwerkes, solange er mit Facebook-Nutzern das Wlan teilt. Die Rechtfertigung Facebooks: Nur so könne man Nutzern helfen, Videos vom Smartphone auf den TV zu streamen. Doch wozu werden Bluetooth-Geräte und Mobilfunkpfosten in der Umgebung gesammelt? Einer Bitte, diesen und weitere unklare Punkte zu klären, ist Facebook bis zum Erscheinen des Artikels nicht nachgekommen.

Bei manchen Angaben will man vielleicht gar nicht so genau wissen, was dahinter steckt. Was könnte Facebook etwa damit meinen, dass man "Online- und Offline-Handlungen" protokolliert? Eine Technologie, um die Bewegung der Augen über eine angeschlossene Kamera aufzunehmen, hat Facebook laut dem Kongress-Bericht patentiert. Benutzen will sie das Netzwerk aber nicht. Zumindest nicht zur Zeit.

Lauschen will Facebook nicht

Einer der beliebtesten Vorwürfe gegen Facebook findet sich in der Auflistung allerdings nicht: Immer wieder äußern Menschen die Vermutung, dass Facebook oder die Apps Instagram und Whatsapp ihre Gespräche belauschen würde. Dieser Punkt kommt im Bericht nicht vor. Dieser Artikel erklärt, was vermutlich hinter dem Phänomen steckt.

Das Facebook viel über uns weiß, ist schon länger bekannt. Bereits vor zwei Jahren kam durch ein Zielgruppen-Angebot für Werbekunden heraus, dass Facebook bei jedem Nutzer in ganzen 98 Punkten Details zu dessen Leben sammelt. Hier erfahren Sie mehr dazu. Jetzt wissen wir, dass die Sammelei noch weiter geht.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.