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König Sihanouk: Blog statt Thron

Kambodschas ehemaliger König Norodom Sihanouk ist alt, krank - und begeisterter Blogger. Redselig und scharfzüngig schreibt er im Netz über Politik, die Homo-Ehe und Cowboy-Filme.

"Ich danke Ihnen, dass Sie mich beleidigt haben." Der frühere kambodschanische König Norodom Sihanouk legt auch im Internet Wert auf Anstand und Etikette. Gleichwohl lässt er es sich nicht nehmen, in einem eigenen Blog seine Ansichten zur Politik, zu Hollywood oder zu der von ihm unterstützten Homosexuellen-Ehe kund zu tun: "Jeder Kambodschaner, auch der König, hat das Recht, seine Meinung frei zu äußern."

Zur Eheschließung von Homosexuellen, ausgelöst von der Debatte in Kalifornien, schrieb Sihanouk, dass er wegen seiner Haltung in dieser Frage beleidigende E-Mails erhalten habe. Das war nur einer von mehreren tausend Beiträgen, die der Exkönig in den vergangenen drei Jahren ins Netz gestellt hat. Neben eigenen Erklärungen und Beobachtungen veröffentlichte der prominente Blogger auf diese Weise auch historische Dokumente oder den Briefwechsel mit Diplomaten wie Politikern.

Redselig und scharfzüngig

Trotz jahrelanger Krankheit ist der 82-Jährige in seinem Blog so redselig und scharfzüngig wie eh und je. Seit 50 Jahren ist Sihanouk eine feste Größe in der politischen Szene Asiens. Im Kampf um die Unabhängigkeit Kambodschas nahm er es mit Frankreich auf. Im Vietnamkrieg stellte er sich gegen die USA, so dass er 1970 in einem von Washington unterstützten Putsch gestürzt wurde. Um wieder an die Macht zu kommen, unterstützte er die Guerillabewegung der Roten Khmer, bis diese an die Herrschaft gelangten und ihn unter Hausarrest stellten. Erst 1993, nach dem Ende des von Vietnam eingesetzten Regimes, wurde Sihanouk wieder Staatsoberhaupt von Kambodscha.

Im Herbst vergangenen Jahres verzichtete der Monarch aus Gesundheitsgründen auf den Thron, der daraufhin von seinem Sohn Sihamoni übernommen wurde. Zurzeit lebt er wieder in Peking und muss immer mal wieder für einige Zeit zur Behandlung ins Krankenhaus. Aber mit seinem Auftritt im Internet bleibt er in einer Weise im Blickfeld der Öffentlichkeit, die wohl weltweit einmalig ist.

Auf Französisch, Khmer und Englisch

Sihanouks Web-Site mit Texten auf Französisch, Khmer oder Englisch zieht täglich rund 1.000 Besucher aus der ganzen Welt an. Zwar tritt er dabei nur als "älterer Bürger" auf, "der keinerlei Amtsgewalt hat". Aber seine Ansichten bleiben wichtig genug, dass sie auszugsweise in der kambodschanischen Presse weitergegeben werden.

Der Internet-Auftritt des Exkönigs kommt ohne alle technischen Finessen aus, wie sie sonst für Blogs üblich geworden sind. Davon abgesehen, sagt der Blogger-Spezialist David Sifry von der Firma Technorati, gehe Sihanouk "unglaublich innovativ mit dem Internet um, um direkt mit dem kambodschanischen Volk und der ganzen Welt zu kommunizieren".

Auch ein König kann sich irren

Charmant bekennt er sich zu eigenen Fehleinschätzungen. So bat er seine Mitarbeiter einmal nach der Ermordung eines Politikers darum, der Witwe Geld und Reis zu schicken. Kurz darauf aber schrieb er: "Eine überraschende Wende! Der so grausame Attentäter ist niemand anderes als seine eigene Frau, die sich nun im Gefängnis wiederfindet. Meine zuvor erwähnte Unterstützung kann daher dieser Witwe nicht übergeben werden."

Rührend zu lesen ist Sihanouks Verehrung für einstige Hollywood-Stars wie Ken Maynard - "mein Idol als Cowboy". Als ihm sein Vater als Kind zwei Pferde gekauft habe, habe er es endlich auch lernen können, so zu reiten wie ein Cowboy. Besonders ätzende Kritiken an der kambodschanischen Gesellschaft legte der bloggende Sihanouk einem Brieffreund namens Ruom Ritt in den Mund. Doch als er damit den wachsenden Ärger von Regierungschef Hun Sen auf sich zog, erklärte er, dass sich "mein alter ego" nicht mehr über das Kambodscha von heute äußern werde.

Dem Tod mit Humor ins Auge sehen

Kürzlich schrieb Sihanouk, dass sich sein Krebsleiden wieder verstärkt bemerkbar mache. Er habe gehört, dass eine Zeitschrift bereits an seinem Nachruf arbeite. "Doch selbst heute, am Freitag dem 13., bin ich mir noch nicht meines Todes bewusst. Vielleicht bin ich schon tot. Aber ich werde weiter glauben, dass ich am Leben bin."

Miranda Leitsinger/AP / AP
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.